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Über Florian Schäfer

Seit seiner Kindheit film- und technikbegeistert, später Fotograf, Kameramann, Musiker, Cineast und Audio-Video-Universaltechniker. Beruflicher Weg vom Mediengestalter Bild- und Ton über Medientechnik-Ingenieursstudium zu 3D-Filmkamera-Technik und medizinischen Kameras. Baut als DIY-Heimwerker u. A. Lautsprecher, Instrumente, Kamera-Spezialkonstruktionen, und natürlich ein eigenes Heimkino namens „Saal 3“.

Zu kurz abgezwickt

Lautsprecherkabel: Verlängern erlaubt?

Kabel, Kabel und nochmals Kabel – davon gibt es in einem Heimkino nicht gerade wenige. In einem typischen Heimkino sind zwischen fünfzig und hundert Metern Lautsprecherkabel verlegt. Sicher hast du dich auch schon gefragt, ob es in Ordnung ist, Lautsprecherkabel zu verlängern, oder ob du dir damit Nachteile einhandelst.

Lautsprecherkabel verlängern, wie man es nicht macht: schlecht miteinander verdrillt und mit Tesa umwickelt.
So nicht: Kabel unprofessionell zusammengedingst

Denn ein Heimkino wird selten im ersten Schuss für alle Ewigkeit fertiggestellt: Lautsprecher werden neu positioniert, weitere Lautsprecher kommen hinzu oder das ganze Heimkino wird in einen anderen Raum verlegt. Da ist es nicht immer sinnvoll, sämtliche Kabel komplett zu ersetzen.

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Kreative Ideen mit Basotect

Du wünschst dir einen angenehmeren, weniger halligen Klang im Wohnraum? Besseren Sound im Wohnzimmerkino oder HiFi-Zimmer? Kindergeschrei und Geschirrklappern dürfen gerne gedämpfter klingen?! Dann könnten dir Deckensegel aus Akustikschaumstoff weiterhelfen. Hier erkläre ich, wie du solche Absorber einfach selbst bauen kannst.

Fertige Absorberlandschaft mit passenden Lampen ergänzt.

Gegenüber den typischen, mehrere Meter großen Deckensegeln hat die vorgestellte Lösung folgende Vorteile:

  • Einfach zu bauen
  • Leicht aufzuhängen, auch alleine
  • Hält auch an instabilen Decken problemlos
  • Kann einfach in eine neue Wohnung mitgenommen werden
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3 Varianten einen Center zu nutzen

Der Center: wichtigster Lautsprecher im Heimkino-System

Diese Aussage hört man häufig: Der Center ist der wichtigste Lautsprecher im Heimkino. Aber woher kommt diese Annahme eigentlich? Haben nicht alle Lautsprecher ihre ganz spezielle Aufgabe und sind daher obligatorisch? Nun, genau genommen könnte man auf den Center auch verzichten. Aber mal schön der Reihe nach.

Ein eher untypischer Center-Lautsprecher, der Aperion Audio Novus C5. Mit 2 Tieftönern, einem Mitteltöner und einem Hochtöner sorgt er für besseres seitliches Abstrahlverhalten.
Ein etwas anderer Center: Aperion Audio Novus C5 → mehr dazu im Artikel

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Center-Lautsprechers und zeigen nicht nur seinen Nutzen, sondern auch seine Probleme auf. Nicht zuletzt lernst du hier drei Arten kennen, wie du den Center einsetzen (oder auch nicht einsetzen) kannst:

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Warum HFR die Zukunft des Kinos ist

HFR bedeutet High Frame Rate, zu Deutsch „hohe Bildwiederholrate“. Damit sind Kinofilme gemeint, die mit mehr als den üblichen 24 Bildern pro Sekunde gedreht wurden. Außerhalb des Kinos ist das keine Seltenheit. Im Kino wiederum gab es bisher nur die Hobbit-Trilogie in HFR (3D, 48p), sowie Ang Lees Billy Lynn und sein neuestes Werk Gemini Man (beide 3D, 4K, 120p, in den Kinos meist 24p, selten 60p). Im folgenden geht es um die UHD, die 2D 60p bietet. Auf BD sind nur normale 24p in 2D und 3D erhältlich. Einmal mehr lohnt sich ein UHD-Player auch bei einem Full HD Beamer.

Eines vorweg: Ich liebe Filme, alte Filme, Filmlooks, filmische Stilmittel. Alte Stummfilme mit 18fps, Humphrey-Bogart-Filme schwarz-weiß in 4:3, Spaghetti-Western in Cinemascope, Filme die ganz offensichtlich die Erfindung des Zoom-Objektives nutzen, brutal körnigen 16-mm-Look wie in „The Wrestler“, übertriebene Technicolor-Farben, 80er-Jahre Horrortrash auf VHS und vieles mehr. Oft wurden filmische Stilmittel fragwürdig oder absichtlich gegen die Erwartungen eingesetzt. Musste Woody Allens „Matchpoint“ aus dem Jahre 2006 tatsächlich noch Mono sein? War der moderne Fernsehlook durch die Verwendung von TV-Kameras für den Mafiafilm „Public Enemies“ wirklich ein Gewinn? (Zumindest besser als bei Episode 1.)

Nicht alle Stilentscheidungen der Regisseure und Kameraleute kann ich nachvollziehen, würde aber nie den Filmemachern absprechen, das selbst entscheiden zu dürfen. Ich freue mich aber, dass es die Vielfalt gibt. So kam es auch, dass Ang Lees erster UHD-HFR-Film Billy Lynn tatsächlich meine erste UHD-Scheibe war, die ich mir sogar extra-früh aus den USA mitbringen ließ. Das musste ich einfach gesehen haben.

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Serie Pimp my Poäng (Teil 1 2 3)
Extra-niedrige Sitze für Reihe 0

IKEA Poäng Schwingsessel in flachen Liegesitz umbauen

Jedes Heimkino hat seine Grenze, wie viele Sitzplätze sinnvoll hinein passen. Wenn sich mehr Gäste ankündigen, musst du erfinderisch werden. Zusätzliche Stühle sind meistens nicht schön. Ich zeige dir hier, wie du mit einem IKEA-Hack einen Poäng Schwingsessel in einen Liegesitz umbaust – für eine extra-niedrige „Reihe 0“ im Heimkino.

Ein modifizierter IKEA Poäng in der Seitenansicht. Der Schwingsessel wurde mit einigen kleinen Eingriffen zum Liegesitz.

Auch den Effekt, vor sich eine Sitzreihe zu haben, finde ich phänomenal. Das ist es, was ein Wohnzimmerkino von einem richtigen Heimkino unterscheidet und erinnert sofort an echtes Kino. Ein weiterer Schritt zu perfekter Kino-Atmosphäre.

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