Serie Der Lautsprecher-Leitfaden (Teil 1 2 3 4)

Lautsprecher-Bauarten: Für jede Anforderung die richtige Lösung

Wenn die Auswahl der richtigen Lautsprecher ansteht, ist eine der wichtigsten Fragen, welche Bauart in deinen Raum passt. Genau genommen musst du dir diese Frage für jedes Lautsprecherpaar in einem Mehrkanalsystem stellen. Während an der Front oft noch große Standlautsprecher Platz haben, benötigst du im Surround-Bereich vielleicht Dipole und an der Decke Einbaulautsprecher. In diesem Teil der Serie gehe ich deshalb näher auf die verschiedenen Bauarten und ihre Vor- und Nachteile ein.

Lautsprecher

Bevor ich aber näher auf das greifbare und für den Einsteiger leicht erkennbare Kriterium der äußerlichen Lautsprecher-Bauart eingehe, möchte ich einige weitere Unterscheidungen ansprechen, von denen du zumindest mal gehört haben solltest. In die Kaufentscheidung fließen dieser Kriterien aber in der Regel erst dann ein, wenn du bereits Erfahrungen mit deinem ersten Lautsprechersystem gesammelt hast und der Blick über den Tellerrand zur Normalität wird.

Typische Lautsprecher-Merkmale

Ein typisches Heimkino-Set setzt sich aus 6 Lautsprechern zusammen, von denen einer der Subwoofer und einer der Center ist – zwei spezielle Bauformen bedingt durch ihre Aufgabe. Das ist für jeden offensichtlich. Der Center muss möglichst flach sein, um unter oder über das Bild zu passen, sollte aber gleichzeitig eine hervorragende Klangqualität im Mittel- und Hochtonbereich bieten. Der Subwoofer muss möglichst voluminös sein, um die Wiedergabe der tiefsten Töne zu gewährleisten und ist dabei nicht nur im Hinblick auf die Aufstellung ein Sonderfall.

Man könnte ein Buch damit füllen, alle denkbaren Lautsprecher-Typen zu erklären. Aber das ist an dieser Stelle weder möglich noch sinnvoll, alles zu berücksichtigen. Spezielle Typen wie Nahfeld-Monitore, Hörner oder Körperschallwandler haben besondere Einsatzgebiete – würdest du so etwas brauchen, wüsstest du das wahrscheinlich schon längst und würdest diesen Artikel nicht lesen. Ich gehe hier nicht näher darauf ein.

Aktive oder passive Lautsprecher

Eine greifbare und praxisrelevante Unterscheidung lässt sich zwischen aktiven und passiven Lautsprechern treffen.

  • Aktive Lautsprecher haben die Endstufe im Lautsprecher verbaut und können dadurch direkt an die Vorstufe oder die Pre-Outs eines AV-Receivers angeschlossen werden. Sie sind meist in Komplettsystemen oder für den PC anzutreffen, in den letzten Jahren aber auch verstärkt für Heimkino und HiFi.
  • Passive Lautsprecher verfügen nicht über integrierte Endstufen und sind daher auf einen separaten Verstärker oder die im AV-Receiver enthaltenen Endstufen angewiesen. Im Heimkino kommen meistens passive Lautsprecher zum Einsatz (ausgenommen der Subwoofer).

Aktive Lautsprecher haben den Vorteil, dass sie ein ordentliches Leistungspaket bieten und alles perfekt aufeinander abgestimmt ist. Um zusätzliche Verstärker musst du dir damit nie wieder Gedanken machen. Gleichzeitig ist das aber auch ihr Nachteil. Passive Lautsprecher kannst du zunächst am AV-Receiver betreiben und später einen zusätzlichen Verstärker dazwischen schalten, um die Leistung zu verbessern. Bei aktiven Lautsprechern bist du immer auf den internen Verstärker festgenagelt.

Aufbau des Gehäuses

Aber ob aktiv oder passiv – das hat erstmal nichts mit der Bauart des Lautsprechers zu tun, sondern ist eine rein elektronische Angelegenheit. Die Bauart bezieht sich zunächst nur auf das Gehäuse, dessen Größe und Form und davon abhängig am Ende auch die verbauten Chassis.

Das Gehäuse besteht nicht nur aus ein paar Brettern, die zu einem Kasten verklebt werden. Im Inneren findet man teilweise abenteuerliche Konstruktionen, die dem Lautsprecher mehr Stabilität verleihen, dabei aber den Klang nicht beeinflussen oder ihn sogar verbessern. Gerade bei Standlautsprechern kommen ausgeklügelte Verstrebungen zum Einsatz, damit die langen Kisten stabil bleiben und bei der Wiedergabe nichts scheppert.

Bassreflex-Lautsprecher, leicht zu erkennen an der Bassreflex-Öffnung, einem Loch an der Vorder- oder Rückseite, sind die am häufigsten anzutreffende Art. Gelegentlich trifft man auch andere Bauarten an, zum Beispiel Transmission Line.

Lautsprecher-Bauarten im Überblick

Kommen wir also zum eigentlich offensichtlichen Kriterium, der äußerlichen Bauart des Lautsprechers. Man unterscheidet grob zwischen:

  • großen Standlautsprechern
  • den wesentlich kleineren Regallautsprechern (auch wenn man sie besser nicht in einem Regal aufstellt)
  • Wandlautsprechern (On-Wall)
  • Einbaulautsprechern (In-Wall bzw. In-Ceiling)
  • Dipol- oder Bipol-Lautsprechern, die in zwei verschiedene Richtungen abstrahlen

Aber für den Anfang werfe ich einen vorsichtigen Blick auf die kleinen „Brüllwürfel“.

Brüllwürfel: Die mit dem hohen WAF

Ein wenig abwertend ist die Bezeichnung Brüllwürfel ja schon, das gebe ich zu. Es ist aber ein sehr verbreiteter Begriff, der wenig erklärungsbedürftig ist und diese Kategorie von Lautsprechern treffend beschreibt. Unter Heimkino-Fanatikern sind die winzigen Lautsprecher sehr verrufen und es entstehen regelmäßig heftige Diskussionen darüber, wie gut oder schlecht Brüllwürfel sind.

Der Name ist Programm, denn es handelt sich hier wirklich nur um kleine Würfel mit Kunststoffgehäuse und einer Kantenlänge von nur ungefähr 10 cm. Die ebenfalls weithin geläufige Bezeichnung Satelliten-Lautsprecher trifft hier ebenfalls bestens zu, weil meistens 5 gleichartige Würfel um den Raum herum verteilt sind: Brüllwürfel werden meistens an den Wänden montiert. Der Center ist oft eine Ausnahme, weil er eher im Querformat gehalten ist.

Hinzu kommt bei so einem System immer ein Subwoofer, der von den Dimensionen her auch recht kompakt gehalten ist. Oft dient der Subwoofer auch gleich als Verstärker für alle Satelliten.

Ebenfalls zur Kategorie der Brüllwürfel zählen etwas größere, aber ebenso schmale Lautsprecher. Diese werden meistens als Front in Komplettsets angeboten. Sie sehen aus wie dünne Säulen und täuschen damit mehr Volumen vor. Tatsächlich handelt es sich aber nur um Brüllwürfel, die bis zum Boden gehen.

Brüllwürfel haben einen sehr hohen Woman Acceptance Factor, was sie schon in so manchem Wohnzimmer zur einzig möglichen Lösung gemacht hat. Durch die kleine Bauweise und Wandmontage sind sie eher unscheinbar und stehen nicht im Weg herum. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil.

Auch wenn die Hersteller und viele Fans das immer wieder behaupten, können so kleine Lautsprecher keinen umfassenden Kinosound bieten. Die Chassis sind zu klein, das Volumen zu gering und die Bauweise zu leicht, um kraftvollen Sound bis zu halbwegs tiefen Frequenzen hinab erzeugen zu können. Das führt dazu, dass der Subwoofer relativ früh übernehmen muss, nicht erst ab 80 Hz abwärts (was Regallautsprecher üblicherweise noch gut schaffen). Eine höhere Trennfrequenz führt aber dazu, dass der Subwoofer in einem gewissen Frequenzbereich ortbar wird, was zu sehr seltsamen Effekten führen kann. Schlimmer ist aber, dass ein beträchtlicher Anteil tiefer Männerstimmen mit vom Subwoofer übernommen werden muss. Insgesamt führt das zu einem recht unausgewogenen Klang.

Jetzt denkst du vielleicht: „Aber Lautsprecher X ist gar nicht so schlecht, wie du hier behauptest.“ Das mag schon sein – Lautsprecher X ist gar nicht so schlecht für das, was er ist. An sich muss man schon staunen, was die Hersteller aus so kleinen Kisten heraus holen. Trotzdem können auch die Experten auf diesem Gebiet die Physik nicht überlisten, geschweige denn umgehen. Wenn es so einfach wäre, gäbe es ja keinen Grund, größere Lautsprecher herzustellen, oder? Deshalb kann man die Tatsache nicht schön reden: Aus kleinen Lautsprechern kann kein großer Sound kommen.

Regallautsprecher: Die Kompakten

Ein brauchbarer Lautsprecher besteht aus einem massiven Gehäuse – am besten aus Holz. Das vermeidet unerwünschte Schwingungen des Gehäuses und damit einhergehenden „Aufdickungen“ bestimmter Frequenzen. Kurz gesagt: Da darf nichts schwingen, außer der Membran.

Ab der Kategorie der Regallautsprecher ist das der Fall. Hier ist die Auswahl gleichzeitig am größten und die Preisspanne am breitesten. Es gibt sie in allen Größen, angefangen bei frauenverträglichen 15 × 20 cm bis hin zu richtigen kleinen Monstern, die man schon fast als Standlautsprecher verwenden könnte. Einige der kleineren Modelle sind durch anbringen einer Wandhalterung auch für den On-Wall-Betrieb geeignet.

Kleinere Regallautsprecher werden häufig für die Surround-Kanäle eingesetzt. Mit einem geeigneten Unterbau dienen sie ebenfalls hervorragend als Hauptlautsprecher. Bevorzugt sollten Sie auf einem Lautsprecherständer bzw. -stativ stehen. Auch der Center ist aus Prinzip praktisch immer ein liegender Regallautsprecher: Man kann sich ja schlecht einen Standlautsprecher mitten ins Bild stellen.

Mit Regallautsprechern bist du grundsätzlich also gut beraten. Gerade für Einsteiger mit wenig Platz und Geld sind sie eine gute Wahl.

Wo wir gerade bei Geld sind: Die Preise von Lautsprecher-Sets können ziemlich fantasievoll sein. Müsste ich mich entscheiden zwischen einem Set aus Regallautsprechern ohne Subwoofer für 500 € und einem Brüllwürfel-Set mit Subwoofer für 1.000 € — ich würde die Regallautsprecher nehmen. Man kann am Preis nicht den Klang ablesen. Gerade Brüllwürfel sind unverhältnismäßig teuer für das, was sie zu leisten im Stande sind.

Standlautsprecher: Die Bassmonster

Wer es etwas kraftvoller mag, setzt auf Standlautsprecher. Durch das wesentlich größere Volumen und die nochmal größeren Chassis erreichen sie deutlich tiefere Frequenzen mit ausreichend Druck. Wenn man den Bass ohnehin nicht zu sehr aufdrehen kann, weil die Abschottung gegenüber den Nachbarn nicht möglich ist, kann man beim Einsatz von Standlautsprechern auch auf einen Subwoofer verzichten. Der würde in vielen Fällen höchstens noch die untersten 20 Hz verbessern.

Als zusätzliche Sonderform gibt es Standlautsprecher mit integriertem Subwoofer, der als zusätzliches Chassis an der Seitenwand im unteren Bereich verbaut ist. Diese sogenannten Hybrid-Lautsprecher werfen aber neue Probleme auf, die unter Umständen eine brauchbare Basswiedergabe völlig unmöglich machen können.

Für die Front sind Standlautsprecher eine hervorragende Wahl, weil du so auch gleich für Musikgenuss in Stereo bestens aufgestellt bist. Auch bei Filmen übernehmen sie die wichtigste Aufgabe neben dem Center.

Wenn das Budget mitspielt, kannst du dir natürlich auch Standlautsprecher für den Surround-Bereich hinstellen. Die Verwendung von vier gleichartigen Lautsprechern sorgt für ein durchweg homogenes Klangbild. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass die Sicht zu den Lautsprechern von Sitzplatz aus gegeben sein muss. Kopfstützen und andere Kinogäste erschweren das möglicherweise. Surround-Lautsprecher hängen nicht umsonst üblicherweise leicht erhöht an den Wänden, um Hindernisse zu umgehen. Bei Standlautsprechern könnte eine erhöhte Aufstellung schwierig werden (oder komisch aussehen).

Als Center sind Standlautsprecher nur bedingt zu gebrauchen. Ein noch homogeneres Klangbild mag erstrebenswert sein, aber beim Center geht das eindeutig zu sehr auf Kosten der Optik. Es gibt Selbstbau-Projekte, bei denen ein Standlautsprecher um den unteren Teil gekürzt wurde, so dass er liegend als Center dienen kann – aber das ist natürlich keine Lösung für jedermann. Ein vollwertiger Standlautsprecher als Center kommt dagehen hinter einer akustisch transparenten Leinwand in Frage.

Die meisten Hersteller bieten stattdessen passende Center an, die den Standlautsprechern der selben Serie in nichts nachstehen. Zudem muss der Center auch nicht zwingend die allertiefsten Frequenzen wiedergeben.

Wandlautsprecher: Die nicht im Weg rumstehen

Wieder vergleichbarer mit Regallautsprechern sind Wandlautsprecher bzw. On-Wall-Speaker, wie sie auch häufig genannt werden. Wie der Name schon sagt, werden sie an der Wand aufgehängt. Dazu liefern viele Hersteller bereits eine passende Wandhalterung mit oder haben diese zumindest als Zubehör im Angebot. Eine entsprechende Schraubvorrichtung muss am Lautsprecher vorhanden sein, um ihn sicher befestigen zu können.

Baumwollputz mit Beleuchtung und Lautsprecher

Die Abgrenzung zu Regallautsprechern ist teilweise schwierig, weshalb viele Modelle sowohl aufgehängt als auch aufgestellt werden können. Ebenso gibt es reichlich universelle Wandhalterungen, mit denen sich auch größere Regallautsprecher ohne spezielle Schraubvorrichtung an die Wand hängen lassen. Ob das gut aussieht, ist eine andere Frage.

Hier liegt auch der wesentliche Unterschied: Wandlautsprecher sind zumeist kompakter. Insbesondere haben sie eine erheblich geringere Bautiefe von meist deutlich unter 15 cm. Das macht sie leichter und sie stehen weniger von der Wand ab. Gleichzeitig erhöht das den WAF und macht Wandlautsprecher damit zur besten Wahl, wenn jegliche Überzeugungsarbeit bei der besseren Hälfte keine Früchte trägt.

Geringere Bautiefe bedeutet aber auch geringeres Volumen, und das geht wiederum auf Kosten der tiefsten Frequenzen, die der Lautsprecher noch kraftvoll wiedergeben kann. Beim Vergleich von technischen Daten fällt sofort auf, dass die niedrigste Frequenz deutlich höher liegt, als bei Regallautsprechern – oft bei 100 Hz oder darüber. Allerdings machen Wandlautsprecher dieses Defizit durch ihre wandnahe Position wieder wett: Wandnahe Aufstellung verstärkt bei jeder Art von Lautsprechern den Bass (der Grund, warum Standlautsprecher nichts an Wänden oder gar in Ecken zu suchen haben).

Deshalb müssen Wandlautsprecher gar nicht so tief spielen können, was die kompakte Bauweise überhaupt erst ermöglicht. Bei vielen Modellen sind sogar zwei tiefste Frequenzen angegeben: bei Wandaufstellung und bei Aufstellung frei im Raum.

Einbaulautsprecher: Die Unsichtbaren

Noch besser für den WAF sind Einbaulautsprecher (In-Wall- oder In-Ceiling-Speaker). Diese verschwinden schließlich ganz in der Wand oder Decke. Man sieht nur noch eine weniger auffällige Abdeckung. Speziell für Deckenlautsprecher im Rahmen eines Dolby-Atmos-Systems vernehme ich diesen Wunsch sehr häufig.

Grundsätzlich müssen Einbaulautsprecher in ein passendes Loch eingesetzt werden, in dem zufälligerweise auch noch das Lautsprecherkabel endet. Die Möglichkeit des Einbaus beschränkt sich also in der Regel auf einen Neubau mit frühzeitiger Detailplanung oder auf Renovierungen oder Sanierungen bestehender Räume. Abgehängte Decken oder Trockenbauwände bieten einmalige Chancen, Einbaulautsprecher unterzubringen.

Das macht zugleich aber den aus meiner Sicht größten Nachteil von Einbaulautsprechern aus: Du kannst den Lautsprecher nachträglich nicht durch einen neueren, besseren ersetzen (außer der hat zufällig die selbe Größe). Technischer Fortschritt ist also von vorneherein ausgeschlossen oder mit erheblichem Aufwand verbunden. Auch im Falle eines Defekts kann es nach Jahren schwierig werden, den gleichen Lautsprecher noch zu finden.

Einbaulautsprecher unterscheiden sich sichtbar in der runden oder eckigen Form, viel mehr aber dadurch, dass sie entweder ein Gehäuse für den Einbau besitzen, oder eben nicht. Ein Großteil der Einbaulautsprecher besteht nur aus einem Chassis oder einer Frontblende mit mehreren Chassis, sowie daran verschraubte Winkel oder Klemmen, mit denen sie sich in eine Wand- oder Deckenverkleidung einsetzen und darin verklemmen lassen.

Auch das ist eher ein akustischer Nachteil: das Fehlen eines Gehäuses. Durch den Einbau wird die Wand zum Gehäuse des Lautsprechers. Bei einer massiven Wand mag das gut gehen, aber bei Trockenbau oder abgehängten Decken wird es zwangsläufig zu Resonanzen kommen. Wie soll der Hersteller den Lautsprecher abstimmen? Während er bei einem festen Gehäuse bei freier Aufstellung alle Parameter kennt und den Lautsprecher darauf abstimmen kann, ist ihm deine Wand nicht näher bekannt. Das Ergebnis ist deutlich schlechter vorhersagbar.

In jedem Fall solltest du bei Einbaulautsprechern darauf achten, dass die Hochtöner auf den Hörplatz ausgerichtet werden können. Das ist nicht bei allen Lautsprechern möglich. Da Einbaulautsprecher aber immer bündig mit einer meist geraden Oberfläche abschließen, musst du den Abstrahlwinkel korrigieren können, damit der Hochton am Sitzplatz ankommt, und nicht etwa irgendwo anders im Raum.

Dipol-Lautsprecher: Die Lösung für ungünstige Sitzpositionen

Eine Sonderform nehmen Dipol-Lautsprecher ein. Dipole bzw. Bipole strahlen den Schall in zwei verschiedene Richtungen in einem bestimmten Winkel ab:

  • zum Beispiel um 180° versetzt nach hinten und vorn oder nach links und rechts entlang der Wand
  • oder um 90° versetzt und damit im 45°-Winkel in zwei Richtungen von der Wand weg oder alternativ aus einer Raumecke heraus an zwei Wänden entlang
  • in einem anderen Versatz zwischen ca. 150–110° und damit irgendwie in den Raum hinein

Für die zweite Richtung ist dafür oft nur ein zusätzlicher Hochtöner verbaut; die Mitten und Tiefen übernimmt eine Bassreflexöffnung. Alternativ gibt es je einen Hochtöner für jede Richtung sowie einen einzelnen Mittel-/Tieftöner, der gerade in den Raum hinein gerichtet ist.

Der Unterschied zwischen Dipol- und Bipol-Betrieb, was sich bei vielen Modellen mit einem kleinen Schalter umstellen lässt, ist die Art, wie der Schall abgegeben wird.

  • Bipole laufen phasengleich, das heißt beide Hochtöner bewegen die Luft synchron vom Lautsprecher weg oder zum Lautsprecher hin
  • Dipole laufen phasenversetzt, das heißt die Rückseite bewegt die Luft immer genau umgekehrt wie die Vorderseite

Letzteres unterstützt den eigentlichen Sinn dieses Lautsprechertyps. Durch die einseitige Phasenumkehrung erzeugen Dipole ein diffuses Klangbild. Der genaue Ursprung eines Effekts kann somit nicht mehr geortet werden. Reflexionen an den Wänden perfektionieren dieses Verhalten.

Bipole hingegen sind eher vergleichbar mit zwei Direktstrahlern. Dieser Modus eignet sich besser für Mehrkanal-Musik, wo eine perfekte Ortung wünschenswert ist. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass richtige Direktstrahler dafür besser geeignet sind.

Der Sinn von echten Dipolen ist es also, ein diffuses Klangbild im Surround-Bereich zu erzeugen. Dabei sollte der komplette hintere Bereich des Raums nicht absorbierend (schallschluckend) gestaltet sein, sondern reflektierend. Dazu benötigt man keine Absorber, sondern Diffusoren.

Ursprünglich war der Wunsch für ein diffuses Klangbild der unausgereiften Technik geschuldet. Als der Mehrkanalton mit Dolby Surround aufkam, gab es für den Surround-Bereich nur einen Mono-Kanal, der über zwei Lautsprecher wiedergegeben wurde. Damit war eine exakte Ortung von Geräuschen aus dem hinteren Teil des Raums nicht möglich. Surround-Effekte beschränkten sich daher auf „ein den Zuschauer einhüllendes Klangerlebnis“. Dipole sollten dafür sorgen, dass der Schall gleichmäßiger im Raum verteilt wird und die Quelle (der Lautsprecher selbst) nicht exakt ortbar ist. Spätestens seit dem Aufkommen von diskreten Surround-Kanälen mit Dolby Digital in den 1990er Jahren ist das aber hinfällig. Gut aufgestellte Direktstrahler sind bei Musik wie auch bei Filmen die bessere Wahl.

Dipol-Lautsprecher haben heute trotzdem noch ihre Berechtigung für einen ganz speziellen Anwendungsfall. Wenn bedingt durch die Raumgestaltung die Sitzposition nah an der Rückwand ist, wird die Platzierung der Surround-Lautsprecher schwierig. Auf seitlichen Sitzplätzen befinden sich die Ohren dann zu nah an einem der Lautsprecher, so dass dieser das Klangbild dominiert. Die Aufhängung nahe der Decke würde Abhilfe schaffen, verlagert den gesamten Surround-Bereich aber unnatürlich weit nach oben. Mit Dipolen auf mittlerer Höhe erzielt man meistens noch ein akzeptables Ergebnis für die ungünstige Sitzposition. Das ändert nichts daran, dass eine Sitzposition nahe der Rückwand sehr ungünstig ist – aber es ist besser, als sich aus unmittelbarer Nähe direkt anstrahlen zu lassen. Beim Thema Lautsprecher-Aufstellung beschreibe ich diesen Anwendungsfall näher.

Mit dieser kleinen Einführung in die Bauarten typischer Heimkino-Lautsprecher solltest du nun gut einschätzen können, welche Lösung für dich die richtige ist.

Letztendlich hängt die Entscheidung von deinen Prioritäten ab. Lieber voluminös und guter Klang? Oder doch eher dezent und dafür akustische Abstriche in Kauf nehmen? Das ist am Ende die eigentliche Entscheidung, die du treffen musst.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

50 Gedanken zu „Lautsprecher-Bauarten: Für jede Anforderung die richtige Lösung

  1. Hi

    Der Aspekt das es in jedem Discounter nur Indem Sinne Scheiss Personal existent ist ist schlichtweg FALSCH ….es gibt auch gutes auch Personal in den Läden aber leider kommt von der obersten Hierarchie der Media Saturn Gruppe das Hifi angeblich Tot ist….. man konzentriert sich auf BLUETOOTH LS und SONOS und meint das ist die Zukunft……..das dann durch verschiedene andere Faktoren das Arbeiten erschwert wird ist nur das kleinste Problem . Ich weiss wovon ich rede….Ich arbeite Hauptberuflich im Moment in nem anderem Bereich was nichts mit Unterhaltungstechnik zutun und Samstags arbeite ich nem Blauen Markt für Yamaha als Promoter und mit nem anderem LS HERSTELLER in Kooperation…das FEEDBACK was ich von den Kunden bekomme ist. das endlich hier jemand wieder da ist der den Kunden Richtig HIFI / HEIMKINO verkauft was ich in den letzten 5 Monaten auch getan habe …..

    Daher bitte nicht Pauschalisieren …das ist nicht dem Mitarbeitern an der Front geschuldet sondern den HEADQUARTES MANAGERN geschuldet…..die machen Entscheidungen die nicht mehr Logisch sind…….

    1. Du hast natürlich vollkommen Recht, dass man wie bei so vielen Sachen auch hier nicht pauschalisieren kann. Dass bei Discountern in den wenigsten Fällen mangelnde Motivation der Berater das Problem ist, dürfte klar sein: In großen Unternehmen kommen die Entscheidungen, die ganz unten zu Unzufriedenheit führen, meistens von ganz oben. Dem Kunden, der fachkundige Beratung wünscht, ist das aber ziemlich egal. Er sieht nur, dass er schlecht beraten wurde, oder — was noch schlimmer ist — bemerkt das gar nicht oder erst hinterher.

      Die Verschiebung der Prioritäten auf Sonos und dergleichen finde ich auch sehr interessant. Discounter wollen die Massen bedienen. Leute, die ernsthaft ein Heimkino einrichten wollen, sind nicht die Massen. Für die Massen ist Heimkino ein 5.1-Set aus Brüllwürfeln und ein DVD-Player. Ich wende mich hier an alle anderen und rate daher dringend davon ab.

      Deshalb vielen Dank für Deine Klarstellung und die Ergänzung zu diesem viel zu kurz geratenen Teil in meinem Artikel!

  2. Mir fehlen da irgendwie Tannoy’s… ist ja nicht so, dass das eine unbekannte Marke wäre…? Und afaik sogar der älteste Hersteller von Lautsprechern

  3. Gute Aufstellung,
    aber hier fehlt noch ein Aspekt:
    Gibt es einen Unterschied zwischen Heimkino und Stereo-Lautsprechern?
    Teufel verneint dies, und verkauft seine Ultima 40 Standboxen sowohl als Stereo, als auch als Heimkino Set. Nubert verkauft zu seinen Nuvero 60 auch noch weitere passende Boxen für ein Heimkino.
    Man kann also bei einigen Herstellern sich erstmal Stereolautsprecher kaufen und diese dann nach und nach ausbauen.
    Andere Hersteller stellen sich hingegen auf den Standpunkt, Heimkinolautsprecher sind grundsätzlich etwas völlig anderes, die Dynamik sei total verschieden bei Musik etc… Kleinserienhersteller wie zB. Starke rühmen sich damit der weltweit einzige Hersteller zu sein, der Lautsprecher bauen kann die sowohl für Musik und Heimkino zu gebrauchen ist.

    Wie steht Ihr zu dem Thema? Ist ein guter Lautsprecher, ein guter Lautsprecher?
    Oder sollte man wirklich für den betreffenden Zweck sich jeweils spezielle Lautsprecher kaufen?

    Gruss Christian

    1. Hallo Christian,

      eine sehr schöne Frage, zu der ich gerne Stellung nehme. Wie so oft gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Erlaubt ist, was gefällt.

      Was ist ein guter Lautsprecher? Das definiert jeder für sich anders. Für mich ist ein Lautsprecher gut, wenn er einen möglichst linearen Frequenzgang hat — also vom tiefsten bis zum höchsten Ton alles gleich laut wiedergibt. Dadurch wird er neutral und klingt nicht bass- oder höhenlastig. Er gibt alles so wieder, wie es das Eingangssignal vorgibt. Hinzu kommen Eigenschaften wie das Ein- und Ausschwingverhalten der Chassis, das durch die Elektronik, aber natürlich auch die Chassis selbst, beeinflusst wird, und für die nötige Präzision im Klang sorgt. Bei Nubert achtet man sehr darauf. Ich empfehle die Lektüre „Technik satt“ die man dort auf der Website findet.

      Wenn wir davon ausgehen, dass ein guter Lautsprecher einer ist, der alles möglichst unverfälscht wiedergibt — warum sollte dieser Lautsprecher dann nicht sowohl für Musik als auch für Filme geeignet sein? Wenn jemand sagt, „dieser Lautsprecher ist besonders für Musik geeignet,“ dann muss daran ja irgendwas anders klingen, was ihn so toll für Musik macht. Und wenn er irgendwie besonders klingt, dann verfälscht er den Klang zwangsläufig.

      Unterschiede in der Eignung sehe ich einzig in Eigenschaften wie Abmessungen, Design, Aufstellungs- oder Aufhängungsort und -füße bzw. – halterungen sowie der Leistungsaufnahme (Stereo-Verstärker hauen gerne mal mehr Leistung raus als 7.1-AVRs).

      Von der anderen Seite betrachtet: Was unterscheidet Musik von Filmen?

      1. Filme haben 5.1 Kanäle, Musik nur 2.0
      2. Musik weist meist durchgehend eine gewisse Lautstärke auf (von Klassik abgesehen), Filme sind über weite Strecken recht ruhig.

      Man kann hier also sagen, dass die Dauerbelastung bei Musik höher ist, während bei Filmen ja sogar noch vieles auf den Subwoofer ausgelagert wird. Da kommen wir jetzt ganz schnell in eine Ecke, wo man auch vergleichen muss, welche Pegel man zuhause fährt.

      Ganz ehrlich, solange man bei halbwegs normalen Lautstärken bleibt, halte ich es für ziemlich übertrieben, von einer Eignung zu sprechen. So wie man mit jedem Fahrrad auf der Straße fahren kann. Sobald man sich aber hin zu irgend einem Extrem begibt (extrem laut, extremer Bass) gibt es für alles eine Speziallösung (Rennrad, Mountainbike, BMX). Da kennen sich die Anhänger der jeweiligen Richtung aber besser aus.

    1. Kann ich nur zustimmen wenn der Preis nicht wäre.Die Boxen von Backes und Müller klingen im richtigen Umfeld wirklich beeindruckend. Nur sollte man sich gleich das richtige Haus dazu bauen damit man den unterschied zu
      anderen Boxen z.B. Nubert auch wirklich hören (genießen) kann.
      Hier sehe ich das Grundproblem das ab einer bestimmten Preisregion der Boxen die Hörraumakustik ein der größten Hindernisse für den Klang darstellen.
      Die wenigsten werden sich zuhause ein Studio spezial für die Klangerlebnisse welcher Art auch immer einrichten können.

        1. Jetzt mal eine ganz besondere Frage: Welche Lautsprecher passen von der Klangcharakteristik zu meinem Stereosystem, um es homogen zu ergaenzen?

          Ich habe die Musical Life Perpetuum und betreibe sie mit BMC Monoendstufen und Antelope Platiunum DAC mit Atomclock. Die Manufaktur kann ich nicht fragen, da der Herr Stolz nicht mehr auffindbar ist. Ich tendiere zu Aktivlautsprechern und moechte 7.2.1 aufstellen. Mein Raum wird extra gebaut und akustisch optimal erstellt.
          Als Bluerayplayer wird der in 2017 erscheienende grosse Oppo da sein, natuerlich noch NAS server und Streamin Client und als Surroundvorstufe der Meridian GL68

          1. Diese Frage wird Dir niemand zufriedenstellend beantworten können. Denn niemand kennt die Klangcharakteristik aller möglichen Lautsprecher auswendig.

            Am besten vergleichst Du die vom Hersteller angegebenen Frequenzgänge miteinander. Vielleicht findest Du so ein paar Modelle, die zumindest auf dem Papier ähnlich klingen. Trotzdem solltest Du die dann noch live probehören.

  4. Hier meine Liste, bei ich versucht habe keine namhaften Hersteller zu listen:
    Saxx Audio, Audio Pro, Indiana Line, XTZ, Pure Acoustics, Monitor Audio, Dynavoice, Mission, PSB, SVS, System Audio, ASW (Produktion eingestellt)

    Es ist jedoch Vorsicht geboten! Manche Hersteller lassen optisch schick in Fernost billig produzieren. Bei Anderen wird völlig überteuert verkauft.

    Unabhängig von allen Testberichten und Kommentaren gebe ich gleich drei Weisheiten weiter.

    1. Im Bereich Hi-Fi ist der Weg das Ziel. Selbst die teuersten Lautsprecher der Welt müssen nicht automatisch gut klingen. Das führt zu…
    2. Wie beim Essen, Wein, Autos und Frauen hat jeder einen unterschiedlichen Geschmack.
    3. Ein schöner Klang wird nicht nur durch Lautsprecher erreicht. Es sollte alles in der Kette stimmen. Eine Anlage für 30.000€ wird aus einer MP3 vermutlich mehr herausholen als das neue iPhone (auch wenn das die Camper vor dem Applestore anders sehen), aber es bleibt eine MP3. Zum Vergleich: eine schwarze Wand nachts fotografiert wird auch nach Photoshop-Exzessen immer noch nicht gut aussehen.

    Grüße
    Mat

  5. Hallo

    Danke für die Umfangreiche Meinung.
    Ich habe das Teufel System 7 und bin nur bedingt zufrieden.
    Heimkino ist super, aber bei Musik bin ich nicht ganz zufrieden.
    Teufel rät mir auf 7.1 zu gehen und als vordere Lautsprecher die Master of Sound
    Theater 500 zu verwenden als Standlautsprecher.
    Würden sie dem zustimmen oder ist das eher Verkaufstrategie?
    Danke im voraus für ihre Meinung

    Gruss Rainer

    1. Hallo Rainer,

      das wäre mit Sicherheit schon eine Verbesserung, alleine vom Volumen her. Wenn Du den Rest des Systems behalten willst, wäre es wahrscheinlich auch die beste Lösung, um die Homogenität halbwegs zu wahren.

      Allgemein ist Teufel jetzt nicht so ideal, wenn man viel Musik hören will. Sind halt mehr der Platzhirsch für 5.1-Einsteiger.

      Achte auch darauf, dass sie richtig aufgestellt sind. Das Stereo-Dreieck muss passen, wenn Du viel Musik hören willst.

      1. Vielen dank
        Ich habe ihren Rat befolgt und bin auf jeden Fall zufriedener..
        Musik hören ist mit dem Teufel System wohl nie zu 100% perfekt, aber es klingt nun beides sehr gut.
        Heimkino würde ich als eine glatte 1 Bewerten,
        Stereo nun eine 2 bis Note 3.
        Wenn einer nur Musik hören möchte, ist das System 7 bis 10 von Teufel die falsche Entscheidung, da gibt es sicherlich besseres, aber so als Kombi mit den Theater 500 dabei ist Heimkino ohne zu übertreiben der Hammer..
        Ist aber auch von Mensch zu Mensch verschieden. Einige sagen das System wäre teilweise Höhenlastig, ich emfinde das es zu wenig Höhen sind.
        Die Stimmen sind aber immer klar und deutlich, es wird nichts verfälscht egal was gerade im Film passiert.
        Stereo könnte immer noch mehr passieren. da feht etwas die Gänsehaut.
        Ist die Frage ob man deswegen kommplett umrüsten sollte, denn Teufel macht da sehr gute Arbeit.
        Alles im allen bn ich sehr zufrieden. War auf jeden Fall kein Fehlkauf..
        Allerdings feht mir auch der direkte Vergleich zu den Konkurenten.

        Danke für ihren Rat

        Gruss Rainer Baldsiefen

  6. Hallo Bert,
    du scheinst eine richtige fast fanatische Leidenschaft für Heimkinos zu haben, denn deine Seite bietet wirklich sehr viel Mehrwert. So ausführlich und mit so viel Liebe habe ich das noch nie gesehen. Wirklich ein großes Lob. Man kann sich hier ernsthaft informieren und wird wirklich von A bis Z beraten.
    Mfg Marius

  7. Hallo zusammen und Hallo Bert

    Möchte mir in absehbarer Zeit meine erste Musikanlage anschaffen. Bin also noch neu auf dem Gebiet und lese mich daher gerne mal durchs Web. Das man dabei schnell mal den Überblick verliert, weil man dan Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, muss ich Euch ja nicht erklären… Und dass man bei seiner Erstanschaffung „nichts falsch machen will“ wohl auch nicht.

    Ich werde viel Musik hören zu hause – möchte aber gleichzeitig auch für den Filmgenuss optimal ausgerüstet sein. Sicherlich mal 5.1. zum starten. Dann nach bedarf tüfteln… 5.1.2… 7.2…. aber das soll nun fürs erste mal nicht im vordergrund stehen. Wichtig ist toller Musik- und Filmegenuss mit ausbaumöglichkeiten (mit Multiroomfunktion).

    …und da haben meine „Probleme“ dann auch schon ihren Angefang genommen: Musikliebhaber setzten anscheinend auf Stereo mit Analogen Anlagen und die Heimkinofraktion auf die Digitalen AV-Receiver?

    Habe mich erst mal bei den Boxen schlau gemacht – Klar ist, dass ich eine klassische Aufstellung mit 2 Stand (scheint wichtig für Musik), Center, Sub und 2 Regallautsprechern brauchen werde. Habe mich dabei vorerst in das Definion 3 set verguckt. Könnte mir aber auch was rund um die Elac Uni-Fi FS U5 vorstellen – oder doch eher um die Magnat Quantum 759 basteln? Das Quadral 5.1.4-Platinum Lautsprecherset set könnte auch passen (zu beginn halt ohne topfiring)…
    nun ja… Ihr seht, bin da noch ziemlich am Schwimmen. Mir scheit, dass die Berliner Teufelbauer Ihre Marketingsache ziemlich gut machen. Bei Ihren Produkten findet man sich irgendwie schneller zurecht und fühlt sich schnell mal „gut aufgehoben“ – was mir bei den anderen Produkten eher schwer viel. Geht das noch anderen so? Oder ist das einfach mein Eindruck? …öhm ITEM…

    Irgendwo muss man ja mal anfangen- hab mir also das Definion Set genommen und mich dann in die Verstärkerfraktion gestürtzt – und bin erst mal tief gefallen bis ich mich irgendwo festhalten konnte. Da ich Heimkino mit Musikgenuss verbinden möchte müsste ja auch dementsprechend ein „Alleskönner“-Vertärkermodul her. Da ich technisch leider immer noch auf Banausenniveau rudere habe ich keinen schimmer wie viel Leistung so ein Vertärker haben sollte und das Angehängte Lautsprecherensemble mit der richtigen Leistung zu versorgen – Seufz! lange Rede kurzer Sinn: hab mich vorerst auf die Denon X4300H fokusiert.

    JA, wie Ihr seht, ein weiterer verwirrter Einstiger im Hi-Fi-Jungle. Hoch erfreut allerseits.

    Wo stehe ich mit meiner bisherigen Kombination?
    Bin ich da auf dem richtigen Weg für hochwertigen Musik- und Filmsound (klar… falsch gibt es nicht… aber es geht optimal und weniger optimal)?
    Wie sehe ich ob eine Endstufe genug Power hat?
    Habt Ihre Vorschläge? Tips? Anregungen…. mein Budget liegt bei ca. 5K Euro – möchte mir gerne was rechtes zulegen und freue mich auf Antworten.

    Liebe Grüsse
    Daniel

    1. Hallo Daniel,

      Du bist grundsätzlich auf dem richtigen Weg, wenn Du Dir ein paar ordentliche Standlautsprecher mit dazu passenden Regallautsprechern aus dem selben Set zulegen willst. Welcher Hersteller und welche Baureihe für Dich die richtigen sind, kannst Du nur durch Probehören herausfinden — am besten in den eigenen vier Wänden, oder eben beim Fachhändler. Es kann also eine gute Entscheidung sein, schon einen kleinen Teil des Budgets für ein paar Fahrten zu entsprechenden Händlern auszugeben.

      Mit einem besseren AV-Receiver bist Du auch für Musik gut aufgestellt, es muss nicht unbedingt ein Stereo-Verstärker sein. Die Frage ist ja, wie sehr du „High-End“ willst und ob Du den Unterschied überhaupt noch hörst. Dazu gehört dann aber auch, den Raum entsprechend einzurichten.

      Bezüglich der Leistung musst Du Dir keine allzu großen Gedanken machen. Alle gängigen AV-Receiver liefern in ihrer jeweiligen Preisklasse genug Leistung um beliebige dazu passende Lautsprecher anzutreiben. So lange Du bei Lautstärken hören willst, mit denen Du Dir Dein Gehör nicht kaputt machst, genügt das völlig. Zudem sind die Angaben der Hersteller meist irreführend und wenig aussagekräftig.

      Innerhalb Deines Budgets kannst Du also nicht allzu viel falsch machen. Ich empfehle Dir eine grobe Aufteilung von 20% für den AV-Receiver, 60% für die Lautsprecher (5.1) und 20% für Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik. So lange das ungefähr so aufgeteilt ist, ist alles gut. 🙂

      1. Hi Bert

        Besten Dank für die flotte Nachricht. Und übrigens – echt tolle Seite hast du hier aufgebaut. Man merkt schon, dass du mit Leidenschaft dabei bist. Vielen Dank!

        Da sich mein „Heimkino“ vorerst im heimischen Wohnzimmer befinden wird werden die 20% Raumakkustik wohl eher auf Receiver und Boxen aufgeteilt.

        Ach.. ich will nicht übertreiben bzgl. dem High-End-Level. Möchte einfach eine tolle Mittelklasse Anlage mit einem tollen Preis/Leistungsverhältnis an welcher ich Freude haben kann. Möchte daher die Einsteigerklasse gerne überspringen. Deine Prozentaufteilungen haben mir bereits sehr geholfen.

        Dann denkst du, dass meine erste Wahl aus Definion 3 und Denon 4300 funktionieren und harmonieren würde?

        Für eine alternative (für mich zum Vergleich) wäre ich dir sehr verbunden.

        Grüsse
        Daniel

        1. Unterschätz die Raumakustik nicht, die macht den größten Teil des Klangs aus. Auch für’s Wohnzimmer gibt es schöne Akustik-Elemente, auch fertig wenn Du keine Lust zum Selbstbau hast.

          Definition + Denon kann funktionieren, klar. Ich kann Dir aber nicht sagen, ob das harmoniert, weil ich weder das eine noch das andere je gehört habe, erst recht nicht in Kombination. (Die meisten Leser glauben immer, dass ich alle möglichen Receiver, Lautsprecher und Beamer kenne und sagen kann, was wie klingt. Dem ist aber nicht so. Ich habe nur Zugriff auf die Geräte in meinem Heimkino und gelegentlich auf andere Technik, wenn ich jemanden besuche.) Das Problem an Empfehlungen ist, dass Dir jeder das empfiehlt, was er mag, hat oder gerne hätte. Ich empfehle zum Beispiel immer nur die Kombination aus Yamaha + Nubert, weil sie sich für mich einfach bewährt hat. Deshalb unbedingt selbst probehören!

    1. Ganz ehrlich — noch nie gehört! Alt muss nicht schlecht sein. Wenn Du sie aber nicht selbst gehört hast, kaufst Du natürlich die Katze im Sack. Wenn sie also nicht supergünstig sind, würde ich die Finger davon lassen.

  8. Ich habe vor kurzem in einem neuen Haus umgezogen und habe im Erdgeschoss ein tolles Zimmer, das als Kinoraum perfekt passen wird. Ich suche nach den Tipps, die mir mit der Wahl der richtigen Lautsprecher helfen können. Sehr nützliche Ratschläge habe ich in diesem Artikel gefunden, z. B. Klassifizierung der Vielfalt beim Lautsprecherkauf, wie Einbau-Lautsprecher oder In-Wall-Lautsprecher, Nahfeld-Monitore, Hörner oder Körperschallwandler. Bevor diesen Artikel wusste ich nicht, dass es auch aktive und passive Lautsprecher gibt. Ich bin für den Tipps sehr dankbar, ich werde ein echtes Heimkino einstellen.

  9. Hallo,
    Also mir fehlen auf der liste eindeutig t+a lautsprecher denn die sind wirklich beeindruckend.
    Ich kann stolz erzählen, dass ich ca. 15 jahre t+a lautsprecher gebraucht für einen günstigen preis bekommen habe (natürlich habe ich sie probegehört) und deshalb eine ganz klare ansage:
    LAUTSPRECHER MIT SO EINER QUALITÄT SIND AUCH NOCH 20 JAHRE SPÄTER GUT!!!

      1. Hi Bert
        Die Lt4 kann mit max. 70 Watt Dauerbelastbarkeit, 100 Watt kurzzeitige Spitzenbelastbarkeit betrieben werden.. und die Lautsprecher haben 4-8 Ohm Widerstand..
        Ist der Yamaha RX-A1010 – nur mal von der Leistung her – geeignet für diese Lautsprecher?
        Ich habe schon viel darüber gelesen, ist für mich aber doch schwierig rauszufinden, was denn schliesslich passt von der Abstimmung..

        1. Das passt schon. Schieß Dich nicht so auf die Watt-Angaben der Hersteller ein. Abgesehen davon, dass hier viel schön geredet wird, sind die nicht von so großer Bedeutung, so lange Du dem High-End-Bereich nicht nahe kommst oder Dir möglichst schnell die Ohren kaputt machen willst.

  10. Hallo Bert,

    zunächst ein großes Lob an Deine Seite und Deinen ausführlichen Informationen! Ich habe mich entschieden mit B & W mein Heimkino auszustatten, bis auf den SUB. Da hauptsächlich meine Frau keine Standlautsprecher sehen möchte bzw. ihr diese nicht gefallen, habe ich aus der 700er Serie den HTM 71 als Center und zwei 706 S2 als Frontlautsprecher gewählt.
    Alle drei würden in einem Lowboard (hängend) mit stoffbespannten Klappen Platz finden, somit nicht sichtbar und es steht nichts herum. Breite des Lowboards ca. 250 – 280 cm . Als Rearlautsprecher habe ich mich für die M1 entschieden, Sub ist der 14 er von Dali und ein Yamahaverstärker.

    Jetzt meine (hoffentlich nicht zu viele) Fragen:
    – Was hältst Du von der Zusammenstellung, würde evtl. auch der HTM 72 als Center ausreichend sein? (Sitzabstand vom Fernseher ca. 3,50 Meter, Raum ist 5,08 x 4,15 m groß und 2,50 m hoch)
    – Ich würde gerne die beiden Frontlautsprecher legen, da ich dann das Lowboard flacher gestalten könnte, hat das einen Einfluss auf die Klangqualität?
    – Wären drei HTM 71 (evtl. auch HTM 72) eine Alternative?
    – Wieviel Platz sollte um die Lautsprecher sein?
    – Könntest Du mir beim Verstärker noch eine Empfehlung geben welcher von Yamaha der „richtige“ wäre
    – Hab vor hinten im Möbel ein Langloch nach unten mit ca. 5 cm breit und einzuarbeiten, macht das Sinn?
    – Wie groß sollte der Abstand der beiden Frontlautsprecher zueinander sein?
    Sind doch einige Fragen, hoffe andere haben ähnliche Probleme und können mit diesem Beitrag auch etwas anfangen.

    Vielen Dank jetzt schon für Deine Rückmeldung!

    LG und schöne Grüße vom Bodensee
    Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang,

      die meisten Deiner allgemeineren Fragen habe ich schon in diversen Artikeln beantwortet. Vermutlich hast Du vieles davon noch nicht gelesen (was bei der Menge an Text hier ja kein Wunder ist) und willst einfach noch ein wenig stöbern.

      Damit die Kommentare hier nicht aus dem Ruder laufen, würde ich die speziellen Fragen gerne per Mail beantworten. Hier steht alles, was Du wissen musst. Vielleicht willst Du das eine oder andere noch etwas konkreter beschreiben, damit ich besser helfen kann.

  11. Erstmal ein großes Lob für die vielen Tips auf deiner Seite. Da ich ein ausgesprochener Musikfan bin ist es ausgesprochen hilfreich hier zu lesen, auch wenn ich erst seit wenigen Tagen hier bin.
    Ich hatte mir zum Jahrewechsel auch mal wieder neue Technik geleistet. Allerdings bevor ich diese Seite kannte.
    Ich habe mich für das Teufel Theater 500 Surround 5.1 Set entschieden. Eine super Anlage, für mich Note1.
    Als A/V Receiver habe ich den Marantz SR 6012, ebenfalls ein super Produkt.
    Beides steht in meinem Wohnzimmer, klanglich und auch von der Bedienung beider Produkte bin ich absolut zufrieden.

  12. Ich bin auch gerade am grübeln, meine 5.1 Anlage zu erneuern. Aufgrund von Platz und Kosten habe ich an 4 identische Kompaktlautsprecher gedacht (4x Bowers & Wilkins 686 S2) mit entsprechendem Center (HT62) und Sub (noch unspezifiziert).

    Gibt es Ideen zu vergleichbaren oder besseren Kompakten? Sollten eigentlich nicht über 200€ das Stück kosten.

    Sind denn Kompakte in diesem Preissegment überhaupt eine vernünftige Wahl oder sollte man auf Standlautsprecher zurück greifen? Preislich würde man dann irgendwo zwischen Teufel Ultima 40 und Theater 500 landen, aber ist das für quasi reines Heimkinoerlebnis so viel besser?

    1. Die B&W kannst du schon nehmen, So wahnsinnig kompakt sind die ja auch nicht. Also wenn der Klang dir zusagt, prima.

      Wenn es noch kleiner werden soll (wegen der Optik), dann wird es entweder teurer oder vom Klang her schlechter.

  13. Hallo Bert,
    dein Artikel ist objektiv und informativ.
    Meine Frage nun an einen Experten.
    Ich habe seit ca. 20 Jahren einen Sony Receiver 5:1 und daran von Elac 5 Cinema 2 Sat Lautsprecher und einen Bass dazu.
    Nun bin ich am überlegen ob ich auf ein Sonos 5:1 mit Playbar umsteigen soll. Was meinst du / ihr?
    Vielen Dank vorab für eure Kommentare

  14. Bei der Auswahl meiner Lautsprecher habe ich zuerst auf den Preis, die technischen Daten und physikalische Gegebenheiten geachtet. Wenn etwas nicht mindestens ein „großer Regallautsprecher“ ist, kommt eben nur bedingt etwas heraus.

    Ich habe bis heute kein Interesse daran, für einen vielleicht im direkten Vergleich minimal besseren Klang den mehrfachen Preis zu zahlen. Die sind dann halt „nur“ von einer belächelten Marke. Bemerkenswert ist hier aber, dass auf die Verzichtbarkeit des Subwoofers eingegangen wird – mit der Ansicht wird man sonst auch „geschlagen“.

  15. Hallo,
    ich wollte mich von meinem alten Samsung Brüllwürfel Set so weit
    wie möglich entfernen erst dachte ich das ist ja geil aber dann nein fui;)

    Momentan liege ich zwischen dem Teufel Theater 100 und dem Theater 1
    jetzt ist die Sache mein Raum ist ca. 15 qm2 groß und große standboxen kommen
    nicht in frage;) Aber diese Front sowohl als auch die Rear Boxen sind nur ca.26 cm hoch und das ist etwas klein meiner meinung nach aber solange sie sich besser anhören als die Brüller von Samsung ist alles gut und am besten würde ich wenn ich mich entscheide 5 Jahre damit auskommen;) ohne etwas neues zu kaufen. Hast du Erfahrung mit einem dieser Systeme also es kommt ja wie du schon geschrieben hast nicht unbedingt auf die größe an sondern auf die verabeitung und den Klang der schließlich das Hauptaugenmerk seien sollte.
    Pro Front LS gibt es im Dauerbetrieb 80 Watt und die Leistungsspitze liegt bei 140 Watt

    Kannst du mir da etwas klar heit verschaffen;) Hauptsache nie wieder Samsung:)

    MFG

    1. Wenn, dann würde ich das 100er nehmen, alleine weil es besser aussieht. Wie klingt kann ich nicht sagen. Ist halt Teufel. 🙂

      Oft lohnt es sich halt, etwas länger zu sparen und das Set schrittweise zu kaufen.

      1. Nur noch mal so zur Info…
        bei Teufel kann man sowohl in Berlin Probe hören, als auch die Boxen bis zu 8 Wochen zu Hause testen und kostenlos zurücksenden …. besser gehts ja wohl kaum…

  16. Nur noch mal kurz zu Teufel. Sowohl meine Theater 500 Surround 5.1 Boxen und die Dolby Atmos Lautsprecher entsprechen meiner vollen Zufriedenheit, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

  17. Heyho,

    ich habe 2 Front-Standlautsprecher von Quadral und möchte so langsam auf 5.0 updaten. Da meine Couch nah an der Wand steht und ich sie nur bis max. 60-70 cm von der Wand wegstellen kann, denke ich, dass Direktstrahler als Surround-Lautsprecher zu dominant im Klang wären (so wie du das im Artikel geschrieben hattest). Daher überlege ich, ob vielleicht Dipol-/Bipol-Lautsprecher das richtige für mich wären. Quadral hat die Phase 16 Lautsprecher, welche aber wohl nicht mehr auf der Quadral Homepage angeboten werden. Ich frage mich, ob du Erfahrungen mit diesen Lautsprechern gemacht hast. Ich würde auch eine andere Firma nehmen, aber am liebsten wäre es mir bei einer zu bleiben – auch aufgrund des Aussehens. Online (in Foren) lese ich leider hin und wieder, dass Dipol-Lautsprecher nicht wirklich empfohlen werden. Aber so wie ich das verstehe, sind sie ein guter Kompromiss bei einer Couch, die nah an der Rückwand steht.
    Jedenfalls vielen Dank für deine ganze Arbeit auf deiner Seite. Dadurch haben sich bei mir viele Fragen geklärt

    1. Hallo Tobias,

      die Quadral Phase 16 kann ich nicht als Dipole empfehlen. Der Abstrahlwinkel ist eher Quatsch für diesen Anwendungsfall. Wenn du Dipole willst, dann eher sowas wie die Nubert nuLine 24.

      Aber eigentlich sollte es bei 70 cm Abstand auch mit Direktstrahlern ganz gut gehen. Vielleicht kannst du sie so aufhängen, dass sie sich jeweils genau hinter den seitlichen Sitzplätzen befinden, sofern diese genutzt werden. Dann sticht zwar der jeweils nähere Lautsprecher immer noch aus dem Rest heraus, aber das zumindest schön gerade von hinten und nicht so auffällig auf eine Seite versetzt.

  18. Hallo Bert,
    folgende Frage, vielleicht wurde sie schon einmal hier irgendwo bei dir gestellt, ich habe aber nichts gefunden.
    Was ist der Unterschied (klanglich) zwischen einem Bassreflex-Subwoofer zu einem in der geschlossenen Bauweise (wie z.B. die SVS SB-Serie), bzw. welche Ausführung ist eventuell besser für Heimkino oder aber (reines Stereo-) Musik hören geeignet?
    Danke, Grüße, Frankie

    1. Hallo Frankie,

      gemeinhin sagt man geschlossenen Subwoofern nach, dass sie deutlich präziser und damit trockener spielen. Bassreflex kommt dagegen leichter bis in die allertiefsten Frequenzen runter. Daraus könnte man schließen, dass die geschlossene Bauweise besser für Musik geeignet ist, während Bassreflex eher richtige Erdbeben-Subwoofer für Filme sind. Hängt dann aber im Einzelfall sicher vom konkreten Modell ab. Da führt kein Weg am Hörtest vorbei.

      1. Ja, der Hörtest, wie immer eben… 🙂
        Das werde ich tun!
        Danke und Grüße, Frankie

        ….ach, ja, auch wenn es dir hier auf der Seite nicht an positivem Lob mangelt 🙂 möchte ich mich auch gerne einmal anschließen. Für mich ist das die beste deutschsprachige Seite, die ich kenne und deine Hilfestellungen und generell deine Arbeit hier zum Wohle der Allgemeinheit verdienen ganz großen Respekt!!
        Also, vielen Dank für deine tolle Arbeit!

  19. Hallo Bert,

    ich habe eine Frage bzw. würde gerne deine Meinung hören bzgl. der Bauart eines Lautsprecher welcher letztendlich sinnvoll für ein Heimkino wäre.

    Ich weiß das du ja auch mal im Nubert-Universum unterwegs warst deswegen sollten dir die Lautsprecher ja nicht fremd sein.

    Mein Heimkino hat 36qm und ich höre gleichermaßen Musik wie auch das ich Filme schaue. Ich nutze immer die Subwoofer (2x Arendal 1723 Sub1.5) mit, da ich durch die Aufstellung den homogensten Frequenzverlauf habe. Ich hatte mit eigentlich schon seit Monaten auf die NV140 eingeschossen.

    Nun ist aber meine Frage. In einem Heimkino werden ja immer die Subwoofer mit genutzt und meist irgendwo zwischen 60 und 100Hz getrennt. Wie sinnvoll ist es nun, große Standlautsprecher zunehmen und nicht einfach auf kleinere Lautsprecher wie die Nubert NV70 oder die NV60 zu nehmen.

    Die Lautsprecher von Nubert sind jetzt nur ein Beispiel da ich definitiv bei Nubert bleiben werde aber letztendlich ist es ja auf andere Hersteller übertragbar.

    Gerade im Heimkino wird ja eigentlich ein Lautsprecher nicht auf FullRange laufen also wieso ein Standlautsprecher der evtl. bis 30 oder 40 Hz spielt wenn ich eh bei 80Hz trenne.

    Bin auf deine Antwort gespannt.

    Gruß Fabian

    1. Hallo Fabian,

      auch wenn ein größerer Lautsprecher nicht full range läuft, hat er ja insgesamt ein solideres Fundament, um auch den Bereich um die Trennfrequenz herum besser abzudecken. Es ist ja nicht sofort bei 60 oder 80 Hz Schluss, sondern es wird weich getrennt, so dass auch darunter noch Signale zu ihm gelangen.

      Und darüber hinaus ist es ja nicht in Stein gemeißelt, dass du für den Kinobetrieb strikt trennen musst. Es gibt genug Räume, in denen es sich als besser erwiesen hat, die Front full range mitspielen zu lassen. Mit großen Lautsprechern hast du alle Möglichkeiten offen und Spielraum für Experimente.

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