Woman Acceptance Factor

Der Woman Acceptance Factor, auch Wife Acceptance Factor, kurz WAF, ist ein scherzhafter Begriff, mit dem die Wahrscheinlichkeit der Akzeptanz eines technischen Geräts durch die Lebenspartnerin ausgedrückt wird.

Blumenvase mit Blumen in weiß, pink und lila vor einem rosanen Hintergrund
Foto: Yuri_B auf Pixabay

Der Begriff lässt sich im Grunde auf alle Bereiche anwenden, in denen der Mann eine teure Anschaffung tätigt, die noch dazu einen deutlichen Eingriff in die Gestaltung des gemeinsamen Wohnraums bedeutet. Ebenso lässt sich das auf Freizeitaktivitäten mit oder ohne der Partnerin übertragen.

Die Entstehung des Begriffs reicht nachweislich bis 1983 zurück, stammt aber wahrscheinlich sogar aus den 1950er-Jahren, wie bei Wikipedia nachzulesen ist. Das ist auch eher wahrscheinlich, wenn man bedenkt, dass die Bezeichnung doch eher den Geist der damaligen Zeit trifft. Der WAF macht keinen Hehl daraus, dass er alte Klischees bedient.

Der Woman Acceptance Factor ist mathematisch nicht näher definiert. Er wird nach Bedarf meist durch frei erfundene Werte wie hoch, mittel oder niedrig benannt.

Der Woman Acceptance Factor im Heimkino

Die meisten Heimkinobesitzer oder jene, die es werden wollen, haben auf die eine oder andere Art schon Bekanntschaft mit dem Woman Acceptance Factor gemacht – vielleicht ohne es zu wissen. Im Heimkino haben viele Dinge einen niedrigen WAF:

  • große Lautsprecher, insbesondere Standboxen und Subwoofer
  • viele Lautsprecher – schon ein 5.1-System kann zu viel sein
  • der Beamer, der erstmal 2 Minuten lang aufwärmen muss, bevor er etwas anzeigt
  • damit verbunden der Zwang, den Raum immer verdunkeln zu müssen
  • eine unüberschaubare Anzahl Fernbedienungen
  • Absorber zur Verbesserung der Raumakustik
  • die Position des Sofas mit viel Abstand zur Wand
  • Raumgestaltung in dunklen Farben, besonders Wände, um Streulicht zu vermeiden

Und nicht zu vergessen: Kabel! Die Liste ließe sich noch eine Weile so fortführen.

Fernseher sind seltener ein Problem, da sie im Haushalt allgemein akzeptiert sind und auch für die Partnerin einen erkennbaren Nutzen haben. Auch kleine, am besten unsichtbare Lautsprecher und möglichst minimalistische oder versteckte HiFi-Geräte haben einen hohen Woman Acceptance Factor. Immer vorausgesetzt, dass die Kosten dafür im Rahmen bleiben.

Variationen

Die genaue Begriffsdefinition variiert ein wenig, aber am Ende meinen sie alle dasselbe:

  • Woman Approval Factor
  • Wife Acceptance Factor
  • Wife Appeal Factor
  • Marriage Interference Factor (auf verheiratete Paare bezogen)
  • Spouse Accaptance Factor (verallgemeinert)

Wie überholt der Begriff eigentlich längst ist, zeigt sich immer deutlicher daran, wie viele gute und elegante Lösungen es mittlerweile gibt, denen man einen hohen Woman Acceptance Factor zuschreiben würde. Auch Männer wollen, dass das Wohnzimmer ansehnlich bleibt.

Und tatsächlich gibt es auch den Male Acceptance Factor (oder diverse Variationen davon). Denn gerade weil die Verwendung des Begriffs Woman Acceptance Factor heute nicht mehr ganz politisch korrekt ist, war wohl ein Gegenpol längst überfällig.

Argumente finden: Wie du deine bessere Hälfte von einem Heimkino überzeugst

Heute gehen wir einer ganz einfachen Frage nach: Wie erklärst du deiner Frau, dass du einen mindestens vierstelligen Betrag aus der Haushaltskasse nehmen und aus dem Fenster werfen möchtest? Ein paar Argumente solltest du dafür schon parat haben.

Süßer Hund schaut mit seinem Dackelblick in die Kamera.
Bekomme ich bitte, bitte ein Heimkino? Foto: Fran__ / Pixabay

Gut, vielleicht hast du das Zepter in der Hand, bist Alleinverdiener, musst nicht fragen, wie du über das gemeinsame Geld verfügst. Schön für dich, lies was anderes. Aber bitte bleib fair. Was finanziell nicht geht, das geht eben nicht. Erwarte keine bedingungslose Kapitulation, wenn es um Geld geht. Auch wenn du der Finanzminister bist, musst du im gemeinsamen Interesse handeln.

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Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wohnzimmer oder Kinoraum?

Soll das Heimkino in einem eigenen Kinoraum eingerichtet werden, oder wird es ins Wohnzimmer integriert? Wenn Ihr vor dieser Frage steht, seid Ihr eigentlich fein raus. Beide Varianten haben große Vor- und Nachteile, auf die ich hier näher eingehen will. Wenn Ihr denn überhaupt die Wahl habt, soll Euch das dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Front eines stilvoll eingerichteten Wohnzimmer-Heimkinos.
Foto: Jens Goller

Vor- und Nachteile von Wohnzimmer und Kinoraum in Kürze

Der berüchtigte Woman Acceptance Factor spielt eine wesentliche Rolle bei dieser Entscheidung. Ist die Lebenspartnerin damit einverstanden, das Wohnzimmer derart zu verunstalten? Igitt, Lautsprecher! Oder umgekehrt — hat sie ein Problem damit, abends öfter mal alleine im Wohnzimmer zu bleiben, während Ihr ins Kino abtaucht? Bedenken, ob ein separater Kinoraum denn überhaupt häufig genutzt würde, sind also gar nicht so abwegig. Aber mal der Reihe nach.

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Für die Augen und die Ohren

Wohnraumtaugliche Lautsprecher mit hohem WAF

Immer wieder werde ich nach Empfehlungen für Lautsprecher gefragt, die sich gut in ein Wohnzimmer integrieren. Der Wunsch nach Mehrkanalton ist vorhanden, aber die Erlaubnis, den gemeinsamen Wohnraum vollzustellen, oft nicht. Heute geht es daher um Lautsprecher, die jenseits der üblichen Brüllwürfel mit richtig gutem Sound aufwarten können, dabei aber trotzdem einen äußerst hohen WAF aufweisen.

3 Lautsprecher im Test: Nubert NuLine WS-14, Saxx coolSOUND CX 25, XTZ Spirit 6
V.l.n.r.: Nubert NuLine WS-14, Saxx coolSOUND CX 25, XTZ Spirit 6
Foto: Nubert electronic GmbH, SaxxTec, XTZ-Deutschland

Dazu benötigt man einerseits 2-Wege-Lautsprecher und ausreichend Gehäusevolumen. Für den WAF ist ein ansprechendes Design und eine schlanke Bauweise unerlässlich. Um so besser, wenn sie dabei noch mit 2 Chassis für den Tief-/Mittelton aufwarten können. Zudem müssen sich die Lautsprecher an der Wand montieren lassen und sollten dort auch noch gut klingen, denn Lautsprecher dürfen ja um Gottes Willen nicht herumstehen.

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