Was ist ausschlaggebend für gute Klangqualität?

Es gibt gewisse Filme, die klingen einfach besser. Daraus werden schnell Referenzfilme, die überall empfohlen werden, um Heimkinos zu testen – zu zeigen, was man raus holen kann. Genauso verhält es sich bei Musik. So mancher hat schon seine Lieblingsmusik mit der neuen Anlage aufgelegt und war enttäuscht, weil irgendwie der Dampf fehlte. Andere Aufnahmen hingegen weisen eine umwerfende Klangqualität auf.

Nahaufnahme eines Mikrofons mit funkelnden Lichtern im Hintergrund.

Woran liegt das eigentlich? Warum hört sich das geliebte AC/DC-Album an wie Matsche, während bei Daft Punk richtig die Post abgeht? Ich betrachte das Thema mal aus den Augen eines Film- und Musikfans. Ich beschreibe meine Beobachtungen aus den letzten 25 Jahren und versuche, halbwegs verständliche Erklärungen zu finden.


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Bitte beachten: Dieser Artikel hat keinen Anspruch auf technische oder physikalische Korrektheit. Es geht mir hier vor allem darum, die Zusammenhänge verständlich rüber zu bringen. Bitte bedenke das, wenn du dich mit bestimmten Details besser auskennst und sieh es mir nach, dass ich hier nicht bis ins letzte Detail gehen kann. So hilft es dem Großteil der Leser besser.

Grundvoraussetzungen

Damit etwas gut klingen kann, sind gewisse Grundvoraussetzungen absolut unumgänglich. In diesem ersten Abschnitt möchte ich sicherstelle, dass du mit der richtigen Denkweise an das Thema heran gehst.

Physikalische Gegebenheiten

Ein hervorragendes Hörerlebnis entsteht vor allem aus physikalischen Faktoren, und zwar genauer gesagt:

  • Qualität der Lautsprecher
  • Aufstellung der Lautsprecher
  • Raumakustik

Ob eines davon wichtiger ist als das andere, darauf möchte ich mich an dieser Stelle noch nicht festlegen. Sicher ist jedoch, dass die Raumakustik der am häufigsten vernachlässigte Faktor ist. Immer wieder predige ich, dass die teuersten und tollsten Lautsprecher nichts bringen, wenn der Raum die Akustik einer Garage hat.

Damit wir also überhaupt von Klangqualität sprechen können, gehe ich davon aus, dass ein einigermaßen guter Hörraum vorhanden ist oder angestrebt wird. Das bedeutet nicht, dass der Raum bis zum Abwinkeln mit Absorbern und Diffusoren behandelt sein muss. Ein normaler Wohnraum ohne störenden Nachhall ist völlig ausreichend.

Eine halbwegs sinnvolle Lautsprecheraufstellung setze ich ebenso voraus, denn wie stark sich der Klang mit der Position der Lautsprecher verändert, findest du ganz leicht heraus, wenn du dich bei laufender Musik im Raum bewegst.

Ebenso müssen wir ein Mindestmaß an Qualität bei den Lautsprechern voraussetzen: Es sollten schon massive Lautsprecher sein, keine Brüllwürfel. Damit sind die besonders wohnraumtauglichen Einsteiger-Systeme mit hohem WAF leider so gut wie ausgeschlossen – was nicht heißt, dass solche nicht gut klingen können. Ich versuche nur, vorab die Messlatte auf eine gewisse Höhe zu hängen, ab der sich die meisten durch die Bauart des Lautsprechers bedingten Problem nicht mehr allzu sehr auswirken.

Vergleichbare Bedingungen schaffen

Einen sehr starken Einfluss auf die empfundene Klangqualität hat die Anzahl der verwendeten Lautsprecher und was aus diesen überhaupt heraus kommt.

Im Filmbetrieb stellt sich die Frage weniger, da hier fast immer 5.1 oder 7.1 anzutreffen ist. Ob Subwoofer oder nicht, ist eher eine persönliche Präferenz: Will ich ein ordentliches Bassfundament oder reicht mir das, was die Hauptlautsprecher hergeben?

Anders sieht es bei Musik aus (ausgenommen spezielle Mehrkanal-Abmischungen). Hörst du Musik in purem Stereo? Oder sollte ein Surround-Upmix erfolgen, um mehr Räumlichkeit zu erzeugen und die vorhandenen Lautsprecher auch wirklich zu nutzen? Beides hat durchaus seine Reize. Erlaubt ist, was gefällt.

Aber es ist nicht vergleichbar!

Die DSP-Programme des AV-Receivers (heute auch „Upmixer“ genannt“) können alles etwas breiter, größer, höher, wuchtiger, räumlicher wirken lassen. Wie gesagt, wenn es gefällt, ist das in Ordnung – genauso, wie es in Ordnung ist, jede Tonquelle in ihrem originalgetreuen Zustand zu hören: Musik in Stereo, 5.1-Filme in 5.1 (auch wenn mehr Lautsprecher vorhanden sind) und so weiter.

Für Tests empfehle ich daher zunächst nur den normalen Modus ohne spezielle Klangprogramme zu verwenden. Die gängigen AV-Receiver bezeichnen diesen Modus in der Regel als „Straight“, was in etwas so viel bedeutet wie „unverändert durchgeschleust“.

Ob pur oder künstlich hochgerechnet: Bedenke immer, dass du für Vergleiche zwischen verschiedenen Quellen die selben Einstellungen verwenden solltet. Selbst eine minimal höhere Lautstärke lässt schon den Eindruck von besserem Klang entstehen. Deshalb ist es auch nicht ganz unwichtig, etwas lauter als normale Zimmerlautstärke aufzudrehen.

Die Tonquelle

Sind dir schon Leute begegnet, die auf klassische Schallplatten schwören? Sie haben allen Grund dazu. Die verschiedenen Tonträger der letzten Jahrzehnte unterscheiden sich teilweise drastisch in ihrer Klangqualität. Mit der Erfindung der CD und damit dem Einstieg in das digitale Zeitalter ist nicht alles besser geworden.

Bedingt durch das technische Verfahren bei einer Vinyl-Schallplatte entwickelt diese zwangsläufig einen anderen Klang bei der Wiedergabe. Alles klingt etwas wärmer und weniger perfekt. Genau das ist es, was Fans der schwarzen Scheiben diese immer noch einer CD vorziehen lässt.

Ein Plattenspieler mit aufgelegter Schallplatte.

Ähnlich verhält es sich mit Tonbändern und ihren späteren, kompakteren Ablegern, den Kassetten. Die Magnetbandtechnik hat ebenfalls besondere Klangeigenschaften, wie man sie nur bei analogen Medien vorfindet.

Das heißt nicht, dass mit den analogen Tonträgern früher™ alles besser war. Nur eben anders. Man könnte auch sagen, dass diese Medien das Gute-alte-Zeit-Gefühl hervorragend transportieren konnten. Rein technisch gesehen gab es aber bisher nichts besseres als die digitale Aufnahmetechnik. Wäre da nicht …

Der Loudness-War

Scherzhaft bezeichnet man als Loudness-War („Lautheitskrieg“) eine Unsitte der Tontechniker, die mit der Einführung der CD begonnen hat. Warum? Weil sie es konnten.

Mit Loudness, also Lautheit, ist hier nicht die Lautstärke einer Aufnahme gemeint. Es ist zwar kein Geheimnis, dass jeder am lautesten klingen will. Wer sich mal daran gestört hat, dass die Werbung im Fernsehen immer lauter ist, als der Film, weiß das.

Der Loudness-War bezieht sich auf eine Anhebung der Lautstärke in den leisen Passagen eines Musikstücks, sozusagen einer Angleichung der leisen Stellen an die lauten. Dadurch wird der Dynamikumfang (die Differenz zwischen der leisesten und lautesten Stelle) stark reduziert. Alles klingt wie ein einheitlicher Musikbrei, der einen 5 Minuten lang mit voller Kraft anschreit. Das mag toll sein, wenn man Musik im Autoradio hört, weil leise Passagen so nicht im Motorengeräusch untergehen. Für den Musikgenuss zuhause ist es pures Gift.

Das Thema kam deshalb mit der CD auf, weil dort aufgrund der digitalen „Auflösung“ überhaupt erstmal die Möglichkeit geschaffen war. Bei Schallplatten mussten sich die Tontechniker einfach technisch bedingt immer zurückhalten. Da das mit der Erfindung der CD kein Problem mehr war, kam dann irgendein Schlaumeier auf die Idee, dass die Leute lautere Musik offenbar besser finden als zurückhaltendere. Und schon begann ein Wettstreit um die „lauteste“ Aufnahme. Ein Großteil aller CDs, die seit den 1980er Jahren verkauft wurden, haben dieses Problem. Das Album (What’s the Story) Morning Glory? von Oasis ist sehr bekannt dafür, dass es den Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute nur anbrüllt. Im Internet werden ganze Datenbanken geführt, die den Dynamikumfang von CDs und Vinyl-Schallplatten darstellen. Fast immer kommt die Vinyl-Ausgabe einer Veröffentlichung dabei um Längen besser weg. Das ist wohl einer der Hauptgründe für den besseren Klang der Schallplatte.

Bei Filmen hat sich dieser Trend zum Glück noch nicht durchgesetzt. Hier ist der Dynamikumfang – der Lautstärke-Unterschied zwischen dem leisesten Flüstern und der krachenden Action-Szene – teilweise so extrem, dass man sich überlegt, ihn vom AV-Receiver reduzieren zu lassen, um im einen Moment noch etwas zu verstehen und im nächsten nicht das Haus zum Einsturz zu bringen.

Verstärkerklang

Ein sehr emotionales Thema, das auch nicht leicht zu erklären ist, betrifft Klangunterschiede zwischen verschiedenen Verstärkern. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Verstärker nicht klingen, sondern nur verstärken sollen.

Als Verstärker bezeichnet man üblicherweise das Gerät, in dem mehrere Endstufen verbaut sind: die eigentlichen Leistungslieferanten, von denen eine pro Lautsprecher erforderlich ist. Der Einfachheit halber setzen wir hier mal „Verstärker“ mit „Endstufen“ gleich.

Wir müssen hier vor allem zwischen zwei wesentlichen Faktoren unterscheiden:

  1. Bauarten: Es macht einen extremen Unterschied aus, ob du einen Class-A, Class-B, Class-AB, Class-C oder einen Class-D Verstärker betreibst. Das sind technische Details, die hier zu weit führen würden und anderswo besser erklärt sind.

    Nahezu alle gängigen Verstärker im Consumer-Bereich sind heute als Class-D aufgebaut, weil hier der Wirkungsgrad am größten und die Wärmeentwicklung am geringsten ist. Es hat also wenig Sinn, an dieser Stelle nach allzu großen Unterschieden zu suchen. Ich setze voraus, dass wir nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
     
  2. Leistung: Was den wesentlichen Unterschied zwischen Verstärkern ausmacht, ist deren Ausgangsleistung – sprich: wie viel Strom sie liefern können. Vereinfacht gesagt: mehr ist besser – auch wenn diese Leistung faktisch so gut wie nie genutzt wird.

    Ein Verstärker, der permanent an seine Grenze getrieben wird, weil er einfach unterdimensioniert ist, wird Probleme bekommen, wenn er plötzliche Leistungsspitzen liefern soll. Deshalb ist es wünschenswert, Reserven zu haben.

Der Leistungsoutput macht den Unterschied, ob der Klang kräftig und sauber ist, oder eher angestrengt und detailarm rüber kommt.

Letztendlich ist diese Thema aber ziemlich schwerfällig und lässt sich beliebig ausweiten. Hinzu kommt, dass dass ein Verstärker ohne Lautsprecher keinen Wert hat und deshalb immer das Gesamtpaket betrachtet werden muss. Manche Verstärker harmonieren besser mit bestimmten Lautsprechern, andere weniger. Dieses Gesamtpaket macht den Klang aus.

Qualitätsstufen digitaler Signale

Die digitalen Tonformate sind inzwischen so vielfältig, dass man eine separate Einstufung alleine dafür vornehmen kann. Im Hinblick auf die Klangqualität unterscheide ich grob in drei Gruppen:

  • mit Qualitätsverlust komprimierte Formate: hierzu gehören unter anderem das verbreitete MP3-Format, die kaum noch genutzten älteren MPEG-Varianten und Apple’s AAC-Format
  • ohne Qualitätsverlust komprimierte Formate und Formate im Bereich der auf CDs üblichen Sampling-Raten von 44,1 kHz: dazu gehören Dolby Digital (AC3), DTS, Flac und Apple Lossless
  • Formate ohne Qualitätsverlust oder ohne Komprimierung und mit höheren Datenraten: Dolby TrueHD, DTS Master Audio und alles was sonst noch mit 96 kHz / 24 Bit und ähnlichen Werten unterwegs ist

An dieser Stelle wird es spannend. Es gibt nicht wenige Leute, die behaupten, den Unterschied zwischen einem verlustfreien Flac-File und dem selben Stück als MP3 mit 320 kb/s hören zu können. Ich lasse das mal so stehen und verweise auf den nächsten Abschnitt.

Klar ist: den Qualitätsverlust von komprimierten Formaten der ersten Gruppe kann man hören, wenn die Kompression zu stark ist. MP3-Dateien mit deutlich weniger als 256 kb/s laufen immer Gefahr, hörbare Komprimierungsartefakte zu beinhalten. Spätestens bei 128 kb/s hört das auch der Laie.

Sicher ist außerdem: Mit billigen Ohrstöpseln für den Straßengebrauch hört man diese Probleme weitaus später als mit einer einigermaßen guten Anlage zuhause. Die Klangqualität der Aufnahme vom Vorabend solltest du also nicht am nächsten Tag in der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit beurteilen.

Was vor allem ein Thema für Musik ist, gilt aber auch für Filme. Was auf YouTube, Netflix & Co. läuft, wird mit den selben Algorithmen komprimiert, wie Musik. Die Qualität wird von allen Streaming-Anbietern in der Regel dynamisch je nach Bandbreite der Internetverbindung oder des WLAN-Netzwerks reguliert. Ist die Übertragungsgeschwindigkeit zu gering, wird die Datenrate reduziert, um das Video ohne Unterbrechungen wiedergeben zu können. Natürlich wird die Qualität nie besser sein, als die des ursprünglich bereitgestellten Videos war.

Kaum Hörbares & Voodoo

Mag sein, dass manch einer richtig gute Ohren hat oder einfach weiß, worauf er achten muss. Aber es gibt dann doch ein paar Dinge, die ich zwar nicht platt reden, aber zumindest anzweifeln möchte. Hier ein paar Punkte, die man durchaus noch nachvollziehen kann:

  • Kabelklang: Ein teures Lautsprecherkabel klingt besser als ein schlechtes, so die Behauptung. Naja. Kabel haben unterschiedliche Widerstände, so viel ist sicher. Zu dünne oder minderwertige oder nicht richtig angeschlossene Kabel haben einen höheren Widerstand und damit mehr Verlust. Damit das hörbare Auswirkungen hat, muss das Kabel aber wirklich schon sehr dünn, schlecht oder lang sein.
  • Zuspieler-Klang: Manche Blu-ray-Player klingen anders als andere. Da wir uns hier im digitalen Bereich bewegen, sind die Auswirkungen auf den Klang völlig anders, als das, was man üblicherweise unter Klangqualität verstehen würde. Fakt ist: Es gibt Unterschiede in der Qualität der verbauten Chips und damit im Verlust der Signalqualität. Ob diese Effekte allerdings hörbar sind… ich wage zu behaupten, dass man dafür schon sehr gute Ohren braucht.
  • Das betrifft übrigens auch HDMI-Kabelklang: HDMI-Kabel klingen nicht, sie reduzieren nur die Signalqualität mehr oder weniger stark.
  • Netzstecker umdrehen: Einige Leute sind davon überzeugt, einen Unterschied zu hören, wenn der Netzstecker des Verstärkers richtig herum in die Steckdose gesteckt wird. Ausphasen nennt sich das.

Und hier der Vollständigkeit wegen noch die lustigsten Aussagen, die ich je gehört habe:

  • Eine Zeit lang gab es Leute, die die Ränder ihrer CDs schwarz angemalt haben (wahlweise auch grün, weil der Laser grün ist). Weil dadurch Reflexionen des Lasers innerhalb der CD-Schicht unterbunden würden, sollte das besser klingen. Ja, alles klar.
  • Das bewegt sich in etwa auf der selben Ebene wie Akustikspray, was man ja aber vielleicht noch nachvollziehen kann. Die Ausbreitung von Schall ist stark von der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig. Das muss jeder selbst wissen, ob er sich vor dem Musikgenuss einnebeln will.
  • Ähnlich schön sind Kabelbrücken, damit die Kabel nicht auf dem Boden liegen. Diese Produkte sind zumeist sündhaft teuer, und was teuer ist, muss ja gut sein. Die Erklärungen, warum das etwas bringen soll, werden meist so schwurbelig ausgedrückt, dass man lieber nicht zugibt, sie nicht zu verstehen.

Ganz gleich, was du glaubst oder nicht: Keine dieser angeblichen Ursachen hat annähernd so große Auswirkungen wie ein Klangprogramm des Receivers, ein falsch herum angeschlossenes Lautsprecherkabel oder eine vibrierende Vase im Schrank.

Psychologische Effekte

Eines halte ich für besonders wichtig zu bedenken: Wenn man einen Unterschied hören will, dann hört man ihn auch.

Das ist ein ganz einfaches Phänomen, das gerne mal ignoriert wird. Nehmen wir an, man will herausfinden, welches von zwei Lautsprecherkabeln besser klingt: Man müsste absolut identische Verhältnisse schaffen, unter denen man die Tests vornimmt. Das bedeutet, der selbe Zuspieler, die selben Lautsprecher und die selbe Lautsprecheraufstellung im selben Hörraum müssten gegeben sein. Das geht nicht mit zwei baugleichen Paaren Lautsprechern, weil diese zwangsläufig an unterschiedlichen Positionen stehen müssten – was wiederum den Klang wesentlich stärker beeinflusst, als es irgendein Kabel je könnte. Es bleibt also nur die Möglichkeit, zwischen den Tests die Kabel umzustecken.

Letzteres wiederum führt dazu, dass man keine Möglichkeit mehr hat, übergangslos zwischen den beiden zu testenden Kabeln umzuschalten. Überhaupt ist es für solche Tests unumgänglich, dass man ohne Unterbrechung zwischen den getesteten Quellen umschalten kann. Wie sonst sollte man vergleichen können? Zudem müssten der Testperson jegliche Kenntnisse darüber entzogen werden, welche der beiden Quellen sie gerade hört (Blindtest). Das heißt, was auch immer gerade Probe gehört wird – Kabel, Lautsprecher, Verstärker usw. – darf nicht zu sehen sein.

Klingt vielleicht ein wenig abgefahren, das aber aus gutem Grund. Denn wenn jemand absolut davon überzeugt ist, dass ein bestimmtes Kabel besser klingt, dann wird er bei Vergleichstests dieses Kabel immer besser finden, wenn er weiß, dass die Lautsprecher gerade darüber angeschlossen sind. Weiß er hingegen nicht, durch welches Kabel er gerade hört, kann er oft gar keinen Unterschied feststellen oder entscheidet sich sogar für das andere Kabel, weil er einfach nur geraten hat. Daran merkt man dann sehr schnell, ob es wirklich Unterschiede zwischen verschiedenen Kabeln, Geräten, Quellen oder Datenformaten gibt.

Klangqualität der Aufnahme und Abmischung

Kommen wir zu dem, was ich für besonders ausschlaggebend für guten Klang halte. Man könnte sagen, es ist der vierte extrem wichtige Punkt nach den Lautsprechern in Verbindung mit dem Verstärker, deren Aufstellung und der Raumakustik:

  • Aufnahmequalität und Tonmischung

Alles, was seit dem zweiten Abschnitt dieses Artikels genannt wurde, hat nicht annähernd so große Auswirkungen auf guten Klang, wie die Tonmischung der Quelle. Mit Quelle meine ich: welcher Film oder welches Lied eines Interpreten von einem Album.

Ob 2.0 oder 7.1 – natürlich macht das einen Unterschied im Klang – aber noch viel mehr merkt man den Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Stereo-Aufnahme. Ob Vinyl oder CD, MP3 oder Dolby TrueHD – alles hat seine Klangeigenschaften, die man durchaus unterscheiden kann – aber eine richtig gute Aufnahme im MP3-Format klingt trotzdem besser als eine mittelmäßige Aufnahme als FLAC. Kabelklang und richtig herum reingesteckte Stecker spielen eine lächerlich kleine Rolle im Vergleich zur Aufnahmequalität.

Vor einigen Jahren ging eine Welle durch das Internet, als sich herumgesprochen hatte, dass man eine Auro 3D Demo Blu-ray kostenlos im Internet bestellen kann. Kaum jemand, der diese Disc daraufhin bestellte, verfügte zur damaligen Zeit wohl über das entsprechende Lautsprecher-Setup, geschweige denn einen Auro-3D-fähigen AV-Receiver (weil es schlicht und einfach noch keine bezahlbaren Geräte gab). Trotzdem war jeder ganz wild auf diese Demo Disc. Klar, wenn’s auch nichts kostet.

Ich gebe zu, ich habe sie mir auch bestellt, weil ich eine Vorahnung hatte, was mich darauf erwartete. Spielt man die Auro-3D-Tonspur über einen halbwegs modernen AV-Receiver ab, gibt dieser nur das darin enthaltene DTS-HD MA 7.1 Signal aus. Von den zusätzlichen Höhenkanälen ist nichts zu hören. Trotz fehlender Auro-3D-Hardware klingt die gesamte Disc einfach unglaublich gut! Das ist auch kein Wunder, denn die Tontechniker wussten, dass sie eine Demo-Disc für guten Sound produzieren. Das muss einfach gut klingen, also wird es entsprechend abgemischt und Demo-Material ausgewählt, das von vorne herein dafür gemacht ist, gut zu klingen. Gleiches gilt beispielsweise für die bekannten und beliebten Lichtmond-Discs.

Und genau das ist der Grund, weshalb manche Filme, Konzertmitschnitte oder Alben besser klingen, als die meisten anderen. Sie wurden einfach besser aufgenommen und gemischt. Diesen Unterschied hört auch der Laie, selbst wenn er nicht sagen kann, was die Ursache dafür ist.

Elektronische Musik hat es dabei übrigens etwas einfacher, gut zu klingen, als mit konventionellen Musikinstrumenten aufgenommene Musik. Der Grund ist einfach der, dass hier meistens die Aufnahme mit einem Mikrofon umgangen wird. Alle Töne werden direkt digital erzeugt und sind somit durchgehend perfekt. Es gibt nichts, was die Aufnahme beeinflusst oder Qualitätsunterschiede erzeugt.

Der Versuch einer Bewertung

Immer wieder tauchen im Internet Kuchendiagramme auf, die versuchen, den Einfluss der vielen Faktoren guten Klangs in ein Verhältnis zueinander zu setzen. Jetzt will ich endlich auch mal mein eigenes Kuchendiagramm machen!

Aber Moment mal, ist das nicht völliger Quatsch? Die Akustik ist ein so kompliziertes physikalisches Feld, dass es unmöglich ist, einzelne Bestandteile einer Wiedergabekette annähernd realitätsnah zu bewerten. Man kann nur grob schätzen, wie viel Prozent ein Faktor am guten Klang ausmacht. Zudem sind diese Diagramme meistens nicht neutral: Jemand, der Lautsprecherkabel verkaufen will, wird dem Faktor Lautsprecherkabel natürlich gleich mal 20% einräumen (was völlig an der Realität vorbei geht).

Deshalb hier mein Versuch einer tollen Torte – und ich bitte darum, diese mit einem Augenzwinkern zu betrachten:

Ausschlaggebende Faktoren für Klangqualität im Verhältnis zueinander
Infografik als PDF zum Herunterladen

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Kurz zusammengefasst

  • Klangqualität ist von unheimlich vielen Faktoren abhängig, von denen Raumakustik, Lautsprecher und deren Aufstellung die drei wichtigsten sind.
  • Weitere wesentliche Faktoren für guten Klang sind die Qualität und Abmischung einer Aufnahme sowie die verfügbare Verstärkerleistung.
  • Alle weiteren Faktoren sind zwar vorhanden, nehmen aber einen vergleichsweise geringen Stellenwert im Gesamtergebnis ein.
  • Für viele dieser Faktoren mit geringen Auswirkungen wird manchmal zu viel Geld ausgegeben.
  • Der mit Abstand wichtigste Faktor ist die Raumakustik. Dieser wird zugleich auch am häufigsten vernachlässigt, obwohl es nicht der teuerste ist.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Dein persönlicher Mentor, wenn du dich an die Umsetzung deines Heimkinos machst.

58 Gedanken zu „Was ist ausschlaggebend für gute Klangqualität?

  1. Ganz nette Ideen, die du da einbringst, recht plausibel erklärt – aber Vorsicht! Zu sehr solltest du deinen Voodoo- Theorien nicht anheim fallen, denn es ist ebenso klar, daß eine 10.000€ Linn/ Naim/ whatever- Anlage besser klingt, als eine JVC oder Medion-
    Raffl… Warum? Weil die Materialien, Chips, Kabelverbindungen, Schaltungen etc. besser sind, und dasselbe gilt natürlich auch für Kabel, ja sogar für Netzstecker und die Stromversorgung. Du hörst es nicht? – Zeit nehmen und vorallem auf eine entsprechende Anlage wechseln – glaubst du nicht? Mal ein einfacher Vergleich: Den Unterschied zwischen 2 Reifen merkst du wo eher, am Golf mit 110 Sachen auf der Autobahn, oder am Formel 1 Boliden mit 280 Sachen in Monte Carlo?…
    Das schwierigste im High End Bereich ist es wahren Voodoo von echter Klangverbesserung zu unterscheiden, aber es gibt vieles, was wirklich was bringt und ziemlich verrückt anmutet!

    1. Du hast Recht, dass hochwertige Materialien an der richtigen Stelle verbaut auch einen Gewinn an Klangqualität bringen. Die Frage ist nur, ob der Unterschied so gewaltig ist, dass er den Preis rechtfertigt. Wie fast überall gilt auch hier das Paretoprinzip. Gerade bei Kabeln werden die Käufer reihenweise verarscht.

      Wer das Geld für sowas hat — wer das letzte herauskitzeln will — bitte schön. Ich kann das gut verstehen. Aber auch im High-End-Bereich gelten die Gesetzte der Physik. Und auch dort gilt, dass die Raumakustik wesentlich mehr Einfluss auf den Klang hat als ein kleines, feines aber vor allem teures Detail. Wer also 10.000 € in eine Anlage steckt, dem sei geraten, auch mindestens den selben Betrag in die Raumakustik zu stecken.

    2. mit sicherheit klingt eine € 10.000 anlage nicht unbedingt besser als eine anlage mit vielleicht gerade mal € 3.000.das ist in vielen fällen beweisbar!!! ich habe schon so viele vintage geräte besessen und muß sagen,klanglich haben wir bis dato einen gewaltigen rückschritt gemacht! klang ist schon lange analytischer geworden – und man bekommt kopfweh,wenn man damit musik hört! warum greifen viele wieder weit weit zu den top vintage geräten zurück…? das denken überlasse ich gerne dir! ich habe einen marantz 19 von 1971 – und ich trete jederzeit gegen jede heutige konkurrenz an ohne dabei mit der wimper zu zucken oder ein schlechtes gewissen dabei zu haben! ich weiß was ich höre und habe stets mit den heutigen sogenannten high ender verglichen,sehr teure high end produkte,wo sie dir meistens nur das viele geld aus der tasche ziehen ,du schlauberger.viele kunden kauften eine € 30.000 anlage und waren dann enttäuscht von der klangqualität! weniger ist oft mehr – und das beste ist nicht immer das beste! ich hatte accuphase und es gibt weit billigeres wo accuphase dabei einschläft! hier zahlst du sicher fast schon mal zwei drittel für deren namen! geiles image….lach….schönen tag noch…

  2. Ich freue mich, dass ich heute auf diese Internetseite gestoßen bin. Habe ich gleich als Favorit abgelegt.
    Endlich mal ein gesunder Menschenverstand, der die Sache (Dinge) auf den Punkt bringt.
    Auch die Aufteilung der Anteile im Tortendiagramm finde ich 100 % gut getroffen.

  3. Hallo, ich wünschte ich hätte diesen besonders gut gelungene Artikel vor zig hundert Euro gefunden! Leider musste ich viel Lehrgeld zahlen, um auch auf diesen Wissensstand zu kommen. Trotzdem war der Weg schön, denn das ganze Gebastle und Probieren hat auch viel Spaß gebracht. Vielen Dank für diesen tollen Artikel!

  4. Hallo Bert,
    baue mir gerade ein 5.1 System auf und habe mit ganz „tolle“ Bananenstecker gekauft.

    Nun habe ich diese ausprobiert und festgestellt, dass meine Kupferlitze vom 2,5 qmm Lautsprecherkabel kaum Kontakt mit der vergoldeten Spitze (24 karat) des Bananensteckers haben, sondern eher mit dem silberfarbenen Metall , welches evtl. nicht so lautfähig ist!?.
    Hat dies tatsächlich klangliche Auswirkungen und ich sollte auf die Nakamichi Bananenstecker (komplett vergoldete Kontaktflächen) umschwenken!?

    Vielen Dank für Deinen Rat.
    Gruß Thomas

    1. Hi Thomas,

      sofern Du sie Kabel wie vorgesehen richtig in den Steckern verschraubst, solltest Du keine Nachteile haben. Gut möglich, dass die relevanten Kontaktflächen innen trotzdem vergoldet sind. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Die Veredelung wird auch manchmal ein bisschen überbewertet. Das macht sich — wenn überhaupt — erst nach einigen Jahren bemerkbar, und das meist auch nur dann, wenn Du die Stecker ungenutzt herumliegen hattest. Und ob Du den Unterschied dann hörst, steht noch auf einem anderen Blatt geschrieben.

      Viele Grüße
      Bert

  5. Hallo Bert,
    ich habe eine Frage zur Raumakustik. Genauer gesagt, geht es um einen LS. Der rechte LS steht ohne Rückwand dar. Meine Fernesehecke beginnt links mit einer Glasfront, dann der linke LS, gefolgt vom TV-Rack und Schluß. Hinter dem rechten LS ost das Eßzimmer. Meine Frage, macht es Sinn hinter den freistehenden LS eine Box o.ä. zu stellen, als Wandersatz quasi? Es handelt soch um einen Standlautsprecher mit rückwärtigem Bassreflektor.
    Viele Grüße
    René

    1. Hallo René,

      das würde ich lassen. Wenn der eine gut ist und der andere schlecht, verändert man nicht etwas am guten, damit der auch schlecht klingt. 😉

      Am besten besorgst Du Dir eine 5 cm dicke Platte aus Basotect und stellst (hängst, klebst) die hinter den anderen Lautsprecher an die Wand. Je größer und dicker desto besser, aber eben so, dass es noch nach was aussieht. Die schluckt dann ein wenig Schall, so dass der linke Lautsprecher vom Klang her eher an den freistehenden ran kommt. Wird er zwar nie schaffen, aber zumindest ein Stück. Falls Du ein Dröhnen oder Scheppern hast, hilft manchmal eine Socke in der Bassreflexöffnung.

      1. Hallo Bert,
        danke für die prompte Antwort. Ich bin davon ausgegangen, dass der freistehende LS Rückendeckung benötigt um den Schall in den Raum zu werfen. Wie du dir sicher schon denkst, bin ich ganz neu in diesem Thema. Zum Beispiel habe ich erst seit einigen Tagen einen AV-Receiver und staune, was der für eine Klang produziert.
        Viele Grüße
        René

  6. Hey, schöner Beitrag.

    Ich hätte eine Frage zum DAC (nehme ich an):
    Ich besitze momentan einen Denon PMA 715-R Verstärker mit Heco Celan XT 301 Lautsprechern.

    Als Quelle dient mir momentan aber immer nur Smartphone, Laptop, oder Fernseher.

    Ich dachte ehrlich gesagt, dass es kaum eine Rolle spielen wird, welche ich da verwende, weil DACs sich heute nicht mehr viel nehmen. Aber am Handy (Nexus 6P) klingt die gleiche Musik wesentlich „flacher“ als mit dem Laptop.

    Macht das ganze wirklich so einen Unterschied, oder .. was könnte die Ursache sein?

    Am Computer selbst hab ich z.B. auch einen SoundBLaster X7 mit USB angeschlossen. In dem Gerät selbst findet doch dann jetzt quasi die Umwandlung ins analoge Signal statt, oder?

    Bin da etwas neu auf dem Gebiet und konnte auch nichts so wirklich darüber finden.

    Grüße
    Joscha

    1. Hallo Joscha,

      bevor sich das „Warum?“ beantworten lässt, müssen wir uns erstmal ansehen, wie denn die Daten übertragen werden. Über welche Kabel oder drahtlose Schnittstellen wird die Musik übertragen, wenn Du sie von Smartphone, Tablet oder Laptop abspielst? Außerdem: in welchem Format liegt die Musik vor? MP3?

      1. Hi Bert,

        also die Musik ist entweder direkt über ein Cinch zu Klinke Kabel. Dieses hier: https://www.thomann.de/de/cordial_cfy_3_wcc.htm

        Oder über Bluetooth, wenn ich vom Esstisch aus bedienen will. Dazu verwende ich das hier: https://www.amazon.de/gp/product/B01LB0FEB2/ref=oh_aui_detailpage_o09_s00?ie=UTF8&psc=1

        Die Musik wird entweder in MP3 mit 320kbit/s abgespielt, oder über Spotify Premium mit der „hohen Qualität“ am PC und „Extreme Qualität“ am Smartphone.

        Also wie gesagt, das gleiche Lied über Handy Spotify klingt weniger dynamisch verglichen mit meinem Laptop (Macbook Pro 2012) über das gleiche Kabel (oder eben Bluetooth).

        Grüße

        1. Ok, also den Übertragungsweg würde ich dann mal ausschließen. Zwar ist ein analoges Kabel und Bluetooth was völlig anderes, aber dabei scheint es ja keinen allzu großen Unterschied zu geben.

          Die genaue Ursache lässt sich so nicht ermitteln, aber eine Vermutung liegt nahe: Wahrscheinlich hat entweder das Smartphone oder der Laptop irgend einen Equalizer laufen, der den Sound nur „dynamischer“ wirken lässt (was auch immer das heißt) als er eigentlich ist. Umgekehrt kann ein Equalizer am Smartphone natürlich alles schlechter machen, als es sein müsste.

          Das muss nicht heißen, dass Du etwas davon weißt bzw. bewusst installiert oder verstellt hast. Oft geschehen solche Klangverbiegungen tief im System verankert und völlig im Hintergrund. Was liegt für einen Hersteller näher, als mittelmäßige Sound-Hardware durch einige fest hinterlegte Klangparameter zu „korrigieren“? Deine Hörgewohnheiten erledigen dann den Rest. Schonmal daran gedacht, dass der „schlechte“ Sound vielleicht gar nicht schlecht ist, sondern normal, und der „gute“ Sound einfach nur über Gebühr verbessert wurde?

          1. Hey,
            Also einen eq haben beide Geräte meines Wissens nach nicht eingebaut und auch Google ist nicht der Meinung.

            Also der Klang ist einfach .. weniger lebendig. Ich weiß nicht wie man sowas am besten beschreibt. Ich spiele gute Aufnahmen ab und die Klingen einfach etwas flach. Als würde was fehlen. Ich hab das auch festgestellt, ohne überhaupt den Vergleich gehabt zu haben.
            Habs erst am Handy getestet und gemerkt, dass es irgendwie nicht so gut klingt.
            Danach hab ich Internet Radio über den Fernseher gehört und das klang schon direkt viel schöner.

          2. Ja, nur wie gesagt handelt es sich dabei möglicherweise um einen „inoffiziellen“ Klangverbieger, von dem nur der Hersteller weiß.

            Was noch sein könnte: Wie kommen denn die MP3s auf’s Smartphone? Manche Programme rechnen die vor der Übertragung runter. Außerdem auch mal verschiedene Player probieren.

          3. Hallo,
            Danke erst mal für deine mega Website und die Tipps.
            Auch wenn die Antwort hier schon älter ist, wollte ich das so nicht stehen lassen.

            Der Übertragungsweg zwischen Analogem Kabel und Bluetooth ist ein sehr großer Unterschied. Bei Bluetooth wird das Signal zwangsläufig noch mal komprimiert!
            Mittlerweile gibt es zwar immer bessere Bluetooth Protokolle, aber immer noch mit Komprimierung.

          4. Hallo Martin,

            ich verstehe den Einwand nicht ganz. Spielst du auf meine Antwort an Joscha weiter oben an?

            Zwar ist ein analoges Kabel und Bluetooth was völlig anderes, aber dabei scheint es ja keinen allzu großen Unterschied zu geben.

            Der zweite Teil des Satzes ist so gemeint, dass es bei ihm ja keinen allzu großen Unterschied zu geben schien. Insofern hast du Recht und nichts anderes habe ich ja behauptet. 😉

  7. Hey,
    Achso ja gut das weiß ich nicht aber das müsste doch jemandem aufgefallen sein, oder?

    Ich spiele die Lieder direkt über Spotify ab, wie gesagt in „extremer“ Qualität aber ich habe das auch erst im Nachhinein auf extrem geändert, evtl sind die Lieder noch in normaler Qualität auf dem Handy gespeichert. Das müsste ich mal schauen.

    Aber wie ist das denn mit dem DAC, spielt das eine Rolle?

    1. Klar kann der D/A-Wandler schon auch Mist bauen. Du kannst ja die Möglichkeiten ganz einfach einschränken und Dich so an die Ursache heran tasten. Klingt es vom Smartphone per Bluetooth auch schlecht? Dann kann es kaum der D/A-Wandler im Smartphone sein.

  8. Danke fur diese sachlich neutral gestaltete Abhandlung die den Fokus auf das wesentliche legt.

    In meiner Anfangszeit als Audioprofi wäre ich glücklich gewesen und hätte einiges Lehrgeld weniger bezahlt, wäre ich über so eine „lobbyfreie“ Abhandlung zum Thema gestolpert.

    Raumakustik, Lautsprecher und andere Einflussfaktoren (gezeigt treffend im Diagramm) in einem sinnvollen Verhältnis sehen und verfügbares Kapital streuen um die dominanten Faktoren zu verbessern als konzentriert nur einen Bereich an die Spitze zu treiben bringt ein besseres Gesamtergebnis und Klang so zu hören wie er persönlich gefällt.

  9. Zum Thema Voodoo und MP3 würde ich gerne mal an einen Test erinnern, den die renommierte Computerzeitschrift c’t vor nun mehr 17 Jahren durchgeführt hat:
    Damals wurde ein Blindtest mit bekannten Tonmeistern durchgeführt. 17 verschiedene Musikstücke unterschiedlicher Musikrichtungen wurden den Testpersonen über eine Highend-Anlage vorgespielt. Erstmal Original von CD, dann in zufälliger Reihenfolge MP3 (128 und 256 Bit) und nochmals die CD.

    Das Ergebnis: MP3 mit 128 Bit wurde meistens zuverlässig erkannt. Bei MP3 mit 256 Bit und CD wurde statisch betrachtet kein Unterschied festgestellt!

    Aufgrund der riesigen Resonanz der Leserschaft wurde der Test einige Wochen später mit 12 ausgewählten, audiophilen Lesern und einem der Tonmeister aus dem ersten Test mit dem gleichen Setup wiederholt. Wieder sehr ähnliche Ergebnisse: s. https://www.heise.de/ct/artikel/Kreuzverhoertest-287592.html

    Beachtlich bei dem zweiten Test ist vorallem, dass der Leser der beste Ergebnis hinter dem Tonmeister hatte, mit gewissen Einschränkungen des Gehörs versehen war. Weshalb er Filterartefakte hören konnte, die normalerweise von höherfrequenten Anteilen im Stück überdeckt werden.

    Jeder der meint, er könnte genau hören, dass es ein komprimiertes Musikformat ist, sollte deshalb vielleicht mal zum Ohrenarzt gehen und mal einen Hörtest machen. Vielleicht ist ja auch mit dem Gehör etwas nicht in Ordnung.

  10. Ich hab hierzu auch noch mal ne Frage.

    Mein Blu-ray Player bietet Upmix von 5.1-Signalen auf 7.1 an. Das habe ich eingeschaltet, allerdings kommt jetzt auch aus den Deckenlautsprechern Ton, obwohl das ja quasi gar nicht im Angebot ist. Insgesamt hört sich das voll und satt an.

    Ich wundere mich nur, ob dabei nicht ein bisschen die Direktionalität verloren geht und das ganze nicht matschiger ist, als es bei reiner 5.1 Ausgabe (worauf der Mix ja ausgelegt ist) wäre. Hast Du da Erfahrungen bzw. hast Du das schon mal probiert?

    Ich muss das auf jeden Fall mal testen 🙂

    1. Hi Marco,

      die Upmixer sind letztendlich immer dazu da, einen größeren Raum zu simulieren. Über Deckenlautsprecher oder Front Precense / Front High gelingt das normalerweise sehr gut, aber auch bei 5.1-Systemen kann das toll sein. Yamaha macht da z. B. einen sehr guten Job.

      Wenn die Abstände der Lautsprecher nicht perfekt eingestellt sind oder sich die Klangfarbe extrem unterscheidet, kann das tatsächlich vermatschen.

      Letztendlich ist es aber auch eine Frage der Philosophie und des Geschmacks. Ich bevorzuge meist den puren Klang der Quelle aus einem bestimmten Grund: Der Film ist so abgemischt, dass er den Ort des Geschehens klanglich simuliert. Der eigene Raum bringt ebenfalls seine Einflüsse in erheblichem Maß ein. Und dann soll noch ein Upmixer z. B. einen „großen Kinosaal“ simulieren? Das kann eigentlich nur komisch sein.

      Ich nutze hingegen grundsätzlich den Upmix von 5.1 auf 7.1 (bzw. 6.1 in meinem Fall). Dieser ist unproblematisch (funktioniert wie der Center bei Dolby Surround) und bringt eine erhebliche Verbesserung für seitliche Sitzplätze.

  11. Was ich noch mal in der Kette prüfen muss ist, ob der Receiver da auch noch mal „Hand anlegt“ oder ob das nur durch den Upmix vom Player auf die Deckenlautsprecher geht.

    Receiver denkt sich wahrscheinlich „warum nicht alle Lautsprecher füttern, wenn sie schon angeschlossen sind“ 😉

    Im Ernst, guck ich noch mal. Es hört sich tendenziell auch trotzdem gut an, von daher möchte ich gar nicht meckern. Aber ich hab das auch lieber klar definiert 🙂

  12. Hallo Bert,

    danke für deinen aufschlussreichen Artikel! Ich hab jedoch eine Frage:
    Wonach muss ich mich halten wenn ich betreffend Lautsprecher bzw. Verstärker etwas verbessern will? ich habe einen Denon AVC-2800 und 2 Jamo D-365.
    Bei den Jamo Lautsprechern sagt man ja, es seien klanglich nicht die besseren. Mit dem Denon Verstärker hab ich (glaub ich) schon einen guten Griff gemacht.
    Zu welchen Lautsprechern kann man raten? Zudem muss ich sagen, daß ich mir eben einen Technics SH-8045 Equalizer (12Band) zugelegt hab, um was rauszuholen, was mir recht gefällt. Könntest du mir da bitte einen Tip oder Anhaltspunkt geben?
    Vielen Dank und nette Grüsse aus Österreich!
    Tom

    1. Hallo Tom,

      Lautsprecher sind im Grunde wie Bier — das eine schmeckt, das andere nicht. Wenn Du nach Empfehlungen fragst, bekommst Du immer das genannt, was derjenige hat oder gerne hätte. Das bringt Dir also nicht wirklich was. Du musst selbst losziehen und einige Hersteller probehören. Die einen sind eher bassbetont, die anderen trumpfen bei den Höhen auf. So hat eben jeder seinen eigenen Klang, der einem gefällt oder auch nicht.

      Ich persönlich hab es ganz gerne, wenn die Lautsprecher mir nicht ihr eigenes Klangbild aufdrücken. Das heißt sie sollten möglichst neutral über das gesamte Frequenzspektrum hinweg spielen. So muss man am Ende nur noch die Probleme des Raums ausgleichen, nicht zusätzlich noch die der Lautsprecher. Wenn Dir diese Philosophie grundsätzlich gefällt, solltest Du Dir mal XTZ oder Nubert anhören.

  13. Hallo.Bert danke für deine einsicht wie du sagte der Klang muss für mich auch realistisch sein. Ich bin der meinung diese Einstellung Klangverbesserung sind mit Musik besonders zu merken als für Film von Fernsehen . Und übrigen ich höre gerne auch Musik mit mein Heimkino dafur in Bypass und nicht mit direct pure damit bleibt mein Übergang Frequenz von die große LS auf 60hzrz . Dankeschön Bert für deine einsicht wie immer franck

  14. Bert ich bin der Meinung das ich so die Front LS für Musik wie direct pure aber mit die Trennung von Bass in 60hz die ich gut finde aber ich glaube dass ich kein Bass Management mehr habe danke für eine Antwort franck

  15. Zum Verstärker-Klang: Den gibt es – weil viele Verstärker falsche Konzepte aufweisen. Da ich aber meine Konstruktion für Selbstbauer als Baugruppe nur auf ausdrückliche Bestellung liefern kann (mit Wartezeiten und natürlich gewisse Voraussetzungen nötig sind, ist momentan der hörbare Beweis nicht ganz einfach). Denn die meisten Verstärkerkonzepte haben TIM-Verzerrungen, damit wird der Klang „abgebremst“ und hat mit originalen Instrumenten nicht mehr viel gemeinsam. Aber man könnte es zumindest erst mal lesen…

  16. Hallo Männer.

    Hab mir den denon avr x3400h 900€
    Als Front Teufel Ultima40 Mk 2 500€
    Als Center Teufel Theater 500 300€
    als Rear Teufel Theater 500 S 350€
    Und den Velodyne 800 spl Ultra 1300€

    Habe alles mit audyssey eingemsessen,
    Den Sub mit seinem eingebauten einmesssystem eingemessen und hinter den Standlautsprechern und gegenüber an der wand schallabsorber angebracht.
    Meine kabels sind natürlich ziemlich die besten die ich kaufen könnte.(oehlbach) 200€
    Trennfrequenz Front 80Hz
    Trennfrequenz Center 100Hz
    Und von den Rears auf 110Hz

    Dennoch bin ich unzufrieden..

    Jemand Verbesserungsvorschläge..

    Muss ich mir ein besseres/teures Setup kaufen.
    Oder reicht mein Billigsetup

    1. Ja, ich würde weniger für die Kabel und den Subwoofer ausgeben und hätte andere Lautsprecher gekauft. Für Film ganz ok, aber wenn man auch noch Musik hört… Der Denon ist ok. Und was da nun schlecht ist und was dir persönlich dann am Ende gefällt ist auch schwer einzuschätzen. Unzufrieden? Womit? Ortung? Höhen? Mitten? Bässe? Verständlichkeit usw… Mein Tip aus der Ferne. Lautsprecher etwas von der Wand weg und wenn dir Bass fehlt, wander mal mit diesem durch den Raum, da verwunderts die meisten, wenn sie sehen das man von super Bass bis hin zu gar keinem alles nur durch Aufstellung erreichen kann.

  17. Hallo Bert,

    ich bin ja auch nicht unbedingt ein Freund von Kabel-Voodoo.

    Aber gerade hat mich mein gutes, „gerade“ einmal drei Jahre altes HDMI Kabel doch glatt hängen lassen und wollte die 4k Auflösung nicht von der Xbox an den UHD51 weitergeben. „No Signal“. Ein bisschen Forenwühlerei brachte dann schnell die mögliche Lösung: Ein Kabel mit 4k@60Hz. Gesagt, gekauft, geliefert. Und es klappt. Für 8 Euro bei 5 Meter Länge. Natürlich hätte ich auch ein vielfaches ausgeben können, aber zum Testen…? Und es funktioniert, also alles schick 🙂

    Bis bald und viele Grüße,
    Marco

    1. Hi Marco,

      das ist in dem Fall ja auch kein Voodoo, sondern hängt tatsächlich mit der möglichen Datenrate des Kabels zusammen. Dass gerade das günstigste Kabel funktioniert, zeigt das ja auch sehr gut. 😀

      1. In der Tat! Ich sah mich schon den guten Beamer nach zwei Tagen. wieder wegschicken, weil ich echt rumgetrickst hatte, bis ich dann den entscheidenden Hinweis fand 🙂 (das alte High Speed Kabel sollte übrigens auch UHD können – konnte das aber eben nicht mit 18 Gbit/s).

        Das mit dem Voodoo bezog sich tatsächlich auf den Preis – da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis aber mal so was von, wozu also zig Euro ausgeben? 😀

  18. Schon etwas her. Aber trotzdem sehr schöner Bericht.
    Ich habe auch meine Meinung dazu und die ist eigentlich ganz einfach. Was nutzt die teuerste Anlage, wenn mir der Klang am Ende NICHT so gut gefällt wie mit einer Anlage, die nur einen Bruchteil dessen kostet?
    Zum Klang: Was macht denn eine gute Anlage, Geräte/Kabel alles zusammen aus?

    -Den Klang so darzustellen, wie er vor Ort auch war. Das und nur das ist ein Anhaltspunkt für mich persönlich zu erkennen, ob eine Anlage gut ist.
    Nun kommt aber ein „Problem“.

    Das gefällt vielen nicht, mir auch nicht unbedingt. Und somit ist die Diskussion um den Klang hinfällig. Was ich am Equalizer/BAss/Höhenregler mache, machen viele Hersteller schon intern. Es bleibt alles sehr individuell. Ich habe Stücke, da kann alles neutral bleiben, aber auch welche, die sind „grausam“ ohne an den Reglern zu spielen, wie hier schön beschrieben.

    Bei der Bildqualität erleben wir seit Jahren das gleiche. Zu Röhrenzeiten waren die Hersteller sehr bemüht eine authentisches Bild darzustellen. Nun, was heute abgeht muß ich hier nicht erklären.
    Ohne „Bonbon“ Look , HDR unrealistische Konstraste usw. gehts nicht mehr, obwohl das eigentlich nicht der Natur entspricht.
    Da nutzen auch die ganzen Farbräume nichts. Aber die Masse, schließe mich nicht aus, mag es.

    Alles individuell. Also was ist Highend? Wo fängt das an? Ganz klar:
    Highend ist etwas so wiederzugeben, wie es vor Ort auch war.
    Und trotdem lieben die meisten es verfälscht.
    Lg.

  19. Hallo Bert,
    toller Artikel, der diese Thematik auch Laien wunderbar näher bringt. Danke!
    Ich habe eine Frage, die hoffentlich noch nicht gestellt bzw. beantwortet wurde (ich konnte jetzt leider nicht jeden Kommentar lesen).
    Wir überlegen, im Wohnzimmer unseres neu zu beziehenden (in Renovierungsarbeiten steckenden) Hauses 4 Deckenlautsprecher zu installieren. Also 2 Front, 2 Rear. Mein HiFi-Fachmann hat mir das aufgrund des angeblich allerbesten Surround-Sounds bei Filmen empfohlen. Darum geht es uns.
    Guter Receiver ist vorhanden. Sub auch. Zwischen abgehangener Holzdecke (ca 2,7m Höhe) und Betondecke liegen ca 40cm. Raum ist relativ groß (gut 30qm)
    Darf ich fragen, was Du dazu meinst?
    Würde mich schon über eine grundsätzliche Antwort à la „vollkommener Quatsch“ oder „Klingt gut“ freuen 😉
    LG Tim

    1. Hallo Tim,

      wenn das die einzigen Lautsprecher im System sein sollen, ist das „vollkommener Quatsch“. Deckenlautsprecher als Ergänzung der unteren Ebene, also für die Höhenkanäle bei Dolby Atmos, sind eine gute Idee. Aber zuerst muss die untere 5.1-Ebene auf Ohrhöhe existieren. Ausschließlich Deckenlautsprecher ist für Filme, Spiele und ernsthaften Musikgenuss nicht zu gebrauchen. Das ist nur was für Hintergrundmusik in der Gartenlaube.

  20. Ich habe Anfang der 90er schon viel Geld für mein erstes Heimkino ausgegeben und es lief bis vor 2 Jahren ohne Probleme. Damals noch Dolby pro Logic von einem Videorecorder. Jetzt seit ich auf UHD umgesattelt habe und DTS und Co. Genießen darf sind die Komponenten wieder etwas kostenintensiver ausgefallen. Und ich sage euch es lohnt sich! Gerne wenn es das Budget hergeben würde , würde ich auf noch höherwertige Hersteller zurückgreifen.
    Auch div. Tuningoptionen wie Kabel und Netzfilter schließe ich da nicht aus. Da gibt es immer wieder was zu optimieren und Spaß macht es auch noch.
    Also jeder sollte seinem Geschmack freien Lauf lassen!

      1. Nein leider nicht viel, da immer meine Frau mitreden will und muss. Ich habe alles im Wohnzimmer und da ist eine Essecke im hinteren Teil eines rechteckigem Wohnzimmers und ab der Hälfte unsere Anlage. Natürlich mit Teppich auf Parkett und am den Wänden Bilder bzw.die Schrankwand. Mehr wird sie leider nicht zulassen. Mit dem Sound bin ich dennoch sehr zufrieden etwas gleichwertiges oder besseres habe ich noch nicht hören dürfen. Kommt aber vielleicht noch.

  21. Hallo Bert
    Ich stimme Dir in den meisten Punkten zu, jedoch möchte ich in Bezug auf die Grundvoraussetzungen wie folgt eine Korrektur anbringen.

    Raumakustik, Verstärker, Qualität der Lautsprecher, Aufstellung der Lautsprecher

    Ohne ordentlichen Verstärker (ich verwende fast ausschließlich Audio Verstärker Baujahr vor 1990) nützen die besten/teuersten Lautsprecher nichts. Die Klangunterschiede sind eklatant. Ich habe einen JVC AX-1100 und einen Technics SU-V450 Verstärker (zufällig vorhanden) mit Lautsprechern von B&W, Focal, Dynavoice und Bang & Olufson verglichen und festgestellt dass der Technics klanglich bei allen 4 Boxen merklich schlechter klang. Ich kann jedoch nicht beurteilen, ob diese beiden Verstärker vergleichbar sind.

    1. Hallo Rudolf,

      nun ja, der Verstärker hat ja schon ein ordentliches Stück von der Torte abbekommen, oder? Dennoch spielt er zunächst keine so große Rolle, wie viele glauben – im Verhältnis zu den anderen Punkten. Das wird häufig auch verwechselt und die Klangunterschiede ergeben sich viel mehr aus der Vorstufe bzw. der Signalverarbeitung, die vor dem Verstärker stattfindet. Der Verstärker wird vor allem bei höheren Lautstärken richtig interessant, bei Zimmerlautstärke jetzt erstmal weniger. Damit hat er eigentlich einen variablen Anteil am Gesamtergebnis.

  22. Servus Bert,

    Danke für Deine schnelle Antwort!

    Toslink geht von Samsung Connect Box zum Yamaha rx-a 3080
    Hab noch Probleme mit der Umstellung auf HDMI für Ton!
    Hast Du Rat?

    Gruß Fred

    1. Naja so ganz ohne genauere Informationen sicher nicht. ;-P

      Vor allem erstmal Toslink trennen und nur mit HDMI anschließen. Sonst kann es sein, dass er bei den Inputs vielleicht durcheinander kommt. Musst halt genauer beschreiben, was das Problem ist.

  23. Servus Bert,
    So – habe jetzt die HD Tonformate über HDMI,
    kein Vergleich zu vorher über Toslink, gewaltiger Unterschied!

    Vielen Dank für Deine Info!

    Gruß Fred

  24. Hi, habe meine LP’s, CD’s auch Musikvideos mit einem DTS-HD Master auf Blu-ray bzw. DVD (m2ts) 5.1/7.1 Surround Sound gebrannt.
    Ein super Sound für Blu-ray Anlagen.
    Wer möchte, dem kann ich eine Hörprobe schicken .

  25. Hallo Bert,
    zunächst mächte ich Dir als Musiker meinen Respekt für Deine Beiträge aussprechen.
    Ich habe allerdings eine Frage, die ich gerne von einem wie Dir beantwortet hätte: In meiner langjährigen Paxis im Umgang mit sehr vielen Verstärker-Anlagen und den dazu gehörigen Speakern (mit oder ohne Prozessoren dazwischen) hatte ich immer den Eindruck, dass die beste Klangqualität immer dann erricht werden kann, wenn man die Leistung der Verstärker absenkt. Je höher die Leistung des Verstärkers, desto weniger sauber das aus den Speakern kommende Signal. Liege ich da falsch mit meiner Einschätzung oder kannst Du mir dazu etwas Weiterführendes sagen?
    Mit freundlichen Grüssen,
    K.-H. Behnert

    1. Hallo Karl-Heinz,

      da bin ich zu wenig Elektronik-Experte, um da was qualifiziertes drüber sagen zu können. Ich könnte nicht behaupten, schonmal besseren Klang bekommen zu haben, weil der Verstärker weniger Leistung hatte. Das ergibt für mich nicht viel Sinn, weil das bedeuten würde, dass ein Verstärker mit nahezu gar keiner Leistung am besten klingen müsste.

      Wenn der Verstärker zu wenig Leistung hat, werden dir die Reserven in dem Moment fehlen, wenn du sie brauchst. Und das zeigt sich eben dann, wenn du mal lauter hörst und dann ganz plötzliche Spitzen kommen. Da fehlt dann eben was oder es klingt „angestrengt“. Kann also keine Lösung sein, hier zu sparen bzw. sich zurückzuhalten.

      Daher: sauberer Klang bei viel Leistung. Das ist das Ziel für einen guten Verstärker. 🙂

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