Serie Der Lautsprecher-Leitfaden (Teil 1 2 3 4 5)

Lautsprecher auswählen: Ein Leitfaden für Heimkino-Einsteiger

Lautsprecher auszusuchen ist eine der schwierigsten Aufgaben, die am Anfang eines jeden Heimkinos steht. Mit diesem Beitrag will ich aufzeigen, wie du anhand einer einfachen Checkliste eine Auswahl triffst und gleichzeitig deine Unsicherheit beseitigst. Im Wesentlichen basiert diese Vorgehensweise auf dem Ausschlussverfahren.

Standlautsprecher, Center und 2 Subwoofer an einer Heimkino-Front, Aufnahme von links

Bei der Auswahl der Lautsprecher für ein Heimkino-System tun sich nicht nur Einsteiger schwer. Sicher ist das auf dem Markt herrschende Überangebot nicht ganz unschuldig daran; aber auch der “Hype” um manche Produkte oder das “Bashing” einzelner Marken in der Community sorgt eher für Verunsicherung.

Wo anfangen? – Ein Wegweiser

Die erste Hürde besteht darin, überhaupt zu wissen, welche Lautsprecher es gibt. Wie bei jeder großen Anschaffung, die gut überlegt sein will, wirst du dich erstmal umsehen wollen, um einen Überblick zu bekommen.

Ich liste hier alle Hersteller auf, die heute (Stand 2020) im Heimkino-Umfeld gerne eingesetzt werden; auf die es sich einen Blick zu werfen lohnt. Die Liste ist wertungsfrei nach Alphabet sortiert.

  • Aperion Audio
  • Arendal
  • Bowers & Wilkins
  • Cambridge Audio
  • Canton
  • Dali
  • Elac
  • Focal
  • Heco
  • Jamo
  • JBL
  • KEF
  • Klipsch
  • Magnat
  • Merovinger
  • Monitor Audio
  • Nubert
  • Numan
  • Quadral
  • Saxx
  • SVS
  • Teufel
  • Wharfedale
  • XTZ

Wenn du glaubst, dass ein wichtiger Hersteller fehlt, schreibe gerne einen Kommentar. Bedenke jedoch den Zweck der Liste; es kommen hier nur Hersteller rein, die für Heim¹kino² geeignete³ Fertigprodukte⁴ anbieten.

¹ nicht öffentlich, kein PA
² keine HiFi- oder Studio-Spezialmarken
³ keine Brüllwürfel
⁴ keine Bausätze

Worauf du beim Stöbern in den Shops der jeweiligen Hersteller achten solltest, erkläre ich im Folgenden. Du kannst das Angebot nach den folgenden Kriterien beurteilen. So reduzierst du die Auswahl auf ein erträgliches Minimum.

Praxistipp: Lege dir eine Liste an, in die du Hersteller, Modellbezeichnung und den Link zur Produktseite einträgst, wenn du denkst, dass ein Lautsprecher vielleicht in Frage kommt. Du kannst auch noch eine grobe Bewertung hinterlegen, wie gut der Lautsprecher zu deinen Vorstellungen passt. Auch interessant ist, den ersten Eindruck zu notieren – den bekommst du nie wieder, aber er sagt manchmal sehr viel aus.

Ausschlussverfahren: Wie du mit dieser Liste arbeitest

Du kannst die im Folgenden genannten Kriterien nach Belieben umsortieren, so dass sie zu deinen Prioritäten passen. Hauptsache ist, dass du das Ausschlussverfahren anwenden kannst:

Wenn du einen Lautsprecher bzw. eine Serie vor dir hast, gehst du jedes Kriterium durch. Wenn der Lautsprecher nicht dem Kriterium entspricht, fliegt er raus – weiter zum nächsten.

Du kannst dir auch eine eigene Ausschlussregel zurechtlegen, zum Beispiel: Wenn du mehr als eine Frage mit nein beantworten musst, kannst du dieses Modell ausschließen.

Die 7 Kriterien, nach denen du Lautsprecher auswählen kannst:

  1. Eignet sich die Bauart für die geplante Aufstellung?

    Je nach vorgesehenem Verwendungszweck musst du dich zwischen Standlautsprecher, Regallautsprecher, Wandlautsprecher, Dipol oder Einbaulautsprecher entscheiden.

  2. Unterstützt der Hersteller die Art der Aufstellung oder Montage?

    Für viele Lautsprecher brauchst du passende Standfüße, Traversen, Spikes oder eine geeignete Wandhalterung.

  3. Hat der Lautsprecher ein massives Gehäuse aus Holz?

    Für den Heimbereich bedeuten Kunststoffgehäuse fast immer, dass es sich um Plastikschrott handelt.

  4. Hat der Lautsprecher ein gewisses Volumen?

    Maximal eine Seitenlänge des Lautsprechers darf kleiner als 12 cm sein, ansonsten ist der Lautsprecher zu klein für wirklich guten Klang.

  5. Gibt es eine Farbe/Lackierung, die dir grundsätzlich gefällt und in deinen Raum passt?

    Der beste Lautsprecher nützt dir nichts, wenn er farblich nicht in seine Umgebung passt.

  6. Gefällt dir das Design des Lautsprechers?

    Egal wie gut er klingt – wenn du einen Lautsprecher hässlich findest, wirst du damit nicht glücklich.

  7. Gefällt dir der Klang des Lautsprechers beim Hörtest?

    Das alles entscheidende Kriterium: Der Lautsprecher muss in deinen Ohren gut klingen, nicht in denen von jemand anderem.

Im Folgenden gehe ich näher auf jeden einzelnen Punkt ein.

Vielleicht vermisst du schon jetzt die Bewertung eines Lautsprechers nach seinen technischen Daten. Das ist gewollt; der Ansatz funktioniert nach dem Muster “technische Daten zuletzt”. Denn wenn du das hier liest, bist du wahrscheinlich noch neu in der Materie und relativ unsicher. Was willst du in so einem Fall mit technischen Daten?

Die hier vorgestellten Kriterien sind viel greifbarer für einen Einsteiger, dabei aber nicht weniger ausschlaggebend. Erst wenn ein Lautsprecher diese Liste durchlaufen hat, ohne ausgemustert zu werden, kannst du dich im zweiten Durchgang daran machen, technische Daten zu vergleichen. Einen hilfreichen Leitfaden dazu findest du in Teil 4 dieser Artikelserie.

So, jetzt legen wir aber los.

Nahaufnahme einer Lautsprecher-Front

7 Kriterien, nach denen du Lautsprecher auswählst

Objektive Kriterien

Die objektiven Kriterien beruhen auf harten Fakten und lassen sich weder schön reden, noch durch persönliche Vorlieben entschärfen.

Es gibt natürlich viele weitere mögliche objektive Kriterien. Wir berücksichtigen hier aber nur diejenigen, die sich wirklich essenziell auf die Auswahl auswirken. Andere Kriterien wie

  • Hat der Lautsprecher Klemm- oder Schraubanschlüsse?
  • Gibt es Steckbrücken oder Schalter zur Klanganpassung?
  • Werden die Frontabdeckungen gesteckt oder halten sie magnetisch?

sind durchaus legitim, werden aber nur in seltenen Fällen die Kaufentscheidung beeinflussen. Sowas kannst du berücksichtigen, wenn du dich zwischen ein paar wenigen Kandidaten entscheiden musst.

1. Bauart: Eignet sich der Lautsprecher für die geplante Aufstellung?

Hast du schon mal versucht, Standlautsprecher an die Decke zu schrauben? Das wird nichts. Jeder Kanal eines Setups – Front, Center, Surround, Decke und Subwoofer – hat seine eigenen Anforderungen an die Lautsprecher-Aufstellung, die es zu erfüllen gilt. Und für jeden Anwendungsfall gibt es die passenden Lautsprecher.

  • Du hast vorne viel Platz und willst eine klare Linie fahren? Dann sind Standlautsprecher die richtige Wahl.
  • Deine Lautsprecher müssen sich in vorhandene Möbel integrieren? Mit Regallautsprechern bist du meist gut beraten.
  • Du hast wenig Platz oder willst es eher unauffällig? Das geht meistens mit Wandlautsprechern.
  • Du willst Dolby Atmos unauffällig integrieren? Einbaulautsprecher in einer abgehängten Decke sind die Lösung.
  • Du bist gezwungen, direkt an der Rückwand zu sitzen? Mit Dipolen im Surround-Bereich kannst du diesem Nachteil begegnen.

Du kannst die Regeln brechen, wenn du sie verstanden hast. Standlautsprecher als Surround? Kein Problem, wenn du Platz hast. Ein Regallautsprecher als Center? Klar, hinter einer akustisch transparenten Leinwand gut möglich.

Als Kriterium Nummer 1 muss der Lautsprecher also zuerst mal zu den Anforderungen deines Raumes passen. Was kannst du hinstellen, was willst du hinstellen? Wenn die Bauart nicht passt → nächster Lautsprecher.

mehr über Lautsprecher-Bauarten und ihre Vor- und Nachteile in Teil 3 dieser Serie

2. Unterstützt der Hersteller die geplante Art der Aufstellung?

Ein passender Lautsprecher ist eine Sache – ihn sinnvoll und stabil aufzustellen eine andere. Je nach Art der Aufstellung oder Aufhängung brauchst du entsprechende Hilfsmittel.

  • Hat der Lautsprecher Bohrungen bzw. Schraublöcher für die Befestigung einer Halterung?
    • Befinden sich diese Löcher unten oder rückwärtig?
    • Gibt es eine passende Halterung seitens des Herstellers?
    • Ist diese Halterung preislich akzeptabel oder kommt eine günstigere Alternative in Frage?
  • Ein Standlautsprecher muss stabil stehen – hat das Modell Füße dabei und sind diese ausreichend breit?
    • Gibt es Traversen und/oder Spikes zum Lautsprecher oder sind diese als Sonderzubehör verfügbar?
  • Bei Regallautsprechern ist das einfacher. Oft sind Klebefüße dabei oder du verwendest die meist besseren Oehlbach Pucks.
    • Oder brauchst du noch passende Stative für die Regallautsprecher?

Dieser Punkt ist besonders für Wandlautsprecher sehr wichtig. Die Aufstellung oder Aufhängung muss einfach, stabil und möglichst ohne viel Bastelei möglich sein. Wenn das nicht gegeben ist → nächster Lautsprecher.

3. Hat der Lautsprecher ein massives Gehäuse aus Holz?

Dieses Kriterium wird besonders von Einsteigern völlig übersehen. Leider ist der Markt überschwemmt mit Lautsprechern, die einfach nur Plastikschrott sind.

Das Lautsprechergehäuse dient einerseits zur Stabilisierung der Chassis, andererseits aber auch als Resonanzkörper. Damit das möglichst über das gesamte Frequenzspektrum gut funktioniert, muss der Lautsprecher möglichst stabil und in sich versteift sein.

Grundsätzlich sind Kunststoffgehäuse kein Problem. Richtig konstruiert funktionieren sie genauso gut wie Holz. Im PA-Bereich kommt Kunststoff fast ausschließlich zum Einsatz, um Gewicht zu sparen.

Gute Lautsprecher für die Hifi-Anwendung zuhause sind aber eher aus Holz gebaut und aufwendig lackiert. Aus gutem Grund: Das sieht erheblich edler aus und das Gehäuse ist resistenter gegen Kratzer. Wenn für den Heimbereich Kunststoff zum Einsatz kommt, dann wirkt das nicht nur billig, sondern klingt meistens auch nicht so besonders toll, weil nicht so viel Aufwand in die Konstruktion des Gehäuses gesteckt wird. Im schlimmsten Fall fängt das Gehäuse an, mitzuplärren und stört so den Klang.

Deshalb sollte der Lautsprecher bevorzugt massiv aus Holz konstruiert sein. Meist erkennt man das schon an den Bildern. Spätestens ein Blick in die Beschreibung verrät es: Bei einem Lautsprecher aus Holz ist das Material in der Regel angegeben, zum Beispiel MDF. Außerdem erkennst du es am Gewicht. Wenn der Lautsprecher offensichtlich aus Kunststoff ist → lieber was anderes suchen.

4. Hat der Lautsprecher ein gewisses Volumen?

Es gibt da ein schönes Zitat, das sich gut auf Lautsprecher übertragen lässt.

Aus einem traurigen Arsch kann kein fröhlicher Furz kommen.

Martin Luther

Aus einem kleinen Lautsprecher kann kein großartiger Klang kommen. Das ist physikalisch nicht möglich. Die Hersteller winziger Lautsprecher geben sich zwar alle Mühe, noch ein bisschen Bass rauszuholen; sie nutzen dafür aber alle möglichen Tricks, die den Klang nicht wirklich besser machen, sondern nur das vom Kfz-Subwoofer verdorbene Gehör des durchschnittlichen Konsumenten befriedigen. Mit Hifi hat das nichts zu tun.

Insbesondere bezieht sich dieses Kriterium natürlich auf klassische Brüllwürfel mit Kantenlängen von gerade mal 10 cm. Auch die typischen Säulen-Lautsprecher, die gerne mal mit Standlautsprechern verwechselt werden, gehören dazu. Die geringe Breite der Front nimmt dem Hersteller jede Möglichkeit, große Chassis einzubauen. Man braucht aber große Chassis, um viel Luft zu bewegen.

Als Daumenregel für die Lautsprecher-Auswahl kannst du folgendes prüfen: Maximal eine Kantenlänge des Lautsprechers darf kürzer als 12 cm sein. Sonst ist der Lautsprecher zu klein → weiter zum nächsten.

Subjektive Kriterien

Die subjektiven Kriterien berücksichtigen deinen persönlichen Geschmack und deine Vorstellungen von einem Lautsprecher. Dabei kann dir niemand helfen. Harte Fakten sind ja gut und schön; aber sie nützen am Ende nichts, wenn der Lautsprecher nicht zu dir und deinem Raum passt.

Der Preis wäre übrigens ein weiteres subjektives Kriterium. Den lasse ich aber bewusst weg, da es eigentlich selbstverständlich ist, dass Lautsprecher weit außerhalb des Budgets gar nicht erst berücksichtigt werden.

5. Gibt es eine Farbe/Lackierung, die dir grundsätzlich gefällt und in deinen Raum passt?

Schwarz oder weiß? Holzfurnier oder einfarbig? Matt oder glänzend? Die Auswahl ist mal größer und mal kleiner. Was bringt dir der beste Lautsprecher, wenn es ihn nur in Weiß gibt und dein Kinoraum komplett schwarz ist? Was soll der edle Klavierlack, wenn sich die Leinwand darin spiegelt?

Ob eine schlichte Farbe oder schrill und bunt – der Lautsprecher muss zu dir und deinem Heimkino passen. Die Farbauswahl ist auf der Produktseite meistens sehr schnell zu finden. Dadurch wird sie zu so einem einfachen Ausschlusskriterium, dass ich sie noch vor dem eigentlichen Design nenne. Wenn deine Farbe nicht dabei ist → dann wird das wohl nicht dein Lautsprecher.

6. Gefällt dir das Design des Lautsprechers?

Mir würden spontan einige Lautsprecher-Sets einfallen, die ich mir alleine wegen deren Leistungsdaten und dem Klang ohne zu zögern hinstellen würde. Und dann schlägt die Optik hart zurück!

Nahaufnahme eines Lautsprecher-Chassis

Riesige Kisten mit Hochtöner-Arrays – hoffnungslos verschnörkelte Frontblenden – komische bunte Membranen – das geht für meinen Geschmack nicht. Egal wie gut das klingt, aber das kommt mir nicht ins Kino.

Und so hat eben jeder seine Vorlieben und persönliche Störfaktoren. Wenn dir der Lautsprecher nicht vom ersten Blick an zusagt → dann wird er es später wohl auch nicht mehr.

7. Gefällt dir der Klang des Lautsprechers beim Hörtest?

Und das ist das alles entscheidende, letzte und aufwendigste Kriterium von allen. Der Lautsprecher muss gut klingen. Und zwar in deinen Ohren. Du hast deine eigenen Hörerfahrungen gesammelt. Nur du kannst entscheiden, ob ein Lautsprecher für dich gut klingt. Niemand sonst.

Hörtests sind aufwendig. Alleine deshalb steht dieses Kriterium an letzter Stelle, obwohl es auch eines der wichtigsten ist. Dir wird also nichts anderes übrig bleiben, als loszuziehen und dir einige deiner Favoriten anzuhören.

  • Beim Hersteller selbst oder einem spezialisierten Händlern solltest du immer einen Vorführraum finden.
  • In der Heimkino-Community kannst du mit etwas Glück Besitzer deiner Wunschlautsprecher ausfindig machen und ein Treffen vereinbaren.
  • Der beste Test findet aber bei dir zuhause in deinem fertigen Raum statt – mit all seinen akustischen Gegebenheiten.

Jeder dieser Wege hat seine Vor- und Nachteile, die ich sicher nicht im Detail erklären muss. Insbesondere der Test in den eigenen vier Wänden wird oft als der einzig wahre Weg angepriesen. Das stimmt aber auch nur bedingt. Wenn dein Heimkino noch nicht fertig und akustisch behandelt ist, ist ein Lautsprechertest hier auch nicht besser, als woanders. Zudem stimmt hierbei die Umweltbilanz auch nur dann, wenn du das erste und einzige getestete Set gleich behältst.

Niemand kann dir Lautsprecher empfehlen

Mir ist wichtig, dass du verstehst, dass dir niemand irgendwelche Lautsprecher empfehlen kann.

  • Händler empfehlen dir das, was im Lager ist oder dort raus muss.
  • Käufer empfehlen dir das, was sie selbst haben oder gerne hätten.

Ich könnte dir jetzt zum Beispiel die Modelle X, Y und Z empfehlen, weil sie objektiv alle wichtigen Kriterien erfüllen (Punkt 1–4). Aber ob das auch dir persönlich gefällt (Punkt 5–7), kannst nur du selbst entscheiden. Niemand, der eine Empfehlung ausspricht, kann diese Fragen in deinem Sinne richtig beantworten.

Zudem gibt es weitere Dinge, die zur Lautsprecher-Auswahl beitragen. Und das hat noch nicht mal unbedingt etwas mit den Lautsprechern selbst zu tun. Viel mehr spielt dein Budget eine große Rolle und welche Taktik zur Neuanschaffung du daraus für dich ableitest.

Um diese zusätzlichen Überlegungen wird es im nächsten Teil dieser Serie gehen.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

22 Gedanken zu „Lautsprecher auswählen: Ein Leitfaden für Heimkino-Einsteiger

      1. Hast du mal einen wirklichen Blindtest durchgeführt zwischen den zwei Herstellern ? Ist der Grund zum wechseln nur weil das Paar jetzt 1400 Euro kostet ?

        1. Der Unterschied war ohne Weiteres hörbar. Die Novus T5 Tower benehmen sich im Bass-Bereich viel anständiger in meinem kleinen Raum. Die Spirit 11 musste ich immer stark zügeln. Das war an sich kein Problem. Aber Pure Direct war mit denen zum Beispiel absolut ungenießbar. Jetzt mit den Novus ist das deutlich besser. Weit wichtiger ist aber, dass sie in den Höhen noch etwas feiner auflösen und erheblich kleiner sind.

          1. Fein. So soll das doch sein. Wenn sich daraus ein wirklicher Mehrwert ergibt lohnt sich auch der höhere Preis.

  1. Hallo Bert,

    ich würde die Herstellerliste noch um Arendal und SVS ergänzen. Im Text würde ich noch auf die Aspekte Aktive und passive Lautsprecher eingehen.

    Gruß

    Rammstein

  2. Hallo Bert,
    ich habe Glasfaserverstärkte ABS Gehäuse von JBL die CBT70j .ist doch sicher gut entgegen dem 3. Punkt weil Sie aus der Profilinie(PA) sind und für die Surrounds und Center die Control CRV klein und stabil.
    Damit bin ich sehr zufrieden.
    Alles sehr solide und steif. Deine Beiträge gefallen mir sehr gut! Weiter so.
    Gruß Armin

  3. Hallo Bert,
    hast Du Q Acoustics auf dem Schirm?
    Ich habe mein bescheidenes Wohnzimmer Heimkino gerade mit den Concept 20 Lautsprechern bestückt und bin recht beeindruckt. Allerdings möchte ich mich auch nicht als ausgewiesenen Experten bezeichnen.

    Viele Grüße
    Andreas

    1. Kann sein, dass ich das mal irgendwo gehört habe, sagt mir aber trotz ständig offener Ohren nicht so wirklich was. Scheint mir jetzt also nicht so verbreitet, dass es sich lohnt, die Liste zu verlängern. Aber hier bleibt es ja mal als “Exot” stehen. 🙂

    2. Endlich mal jemand der auch Q Acoustic ins Gespräch bringt,sonst denke ich immer ich bin der einzigen der diese tollen LS hat. Ich selber habe die Engländer Q Akustik 3020i und bin denen mehr als zufrieden.

      viele Grüße
      Dennis

  4. also für den schmalen Geldbeutel sind doch die NUMAN geräte sicherlich auch der Erwähnung wert, finde ich. können durchaus mit den grossen Namen mit halten.

  5. Hallo Bert,
    da ja in der Zukunft auch ein Artikel über Aktive Lautsprecher geplant ist, wäre aufgrund der derzeit recht dürftigen Palette im HiFi-Bereich die Erwähnung der Studiomonitore wie z.B. Genelec, Focal, Adam Audio, Unity Audio, eine Alternative.

    1. Hallo Carsten, danke für die Ergänzung. Focal steht ja schon auf der Liste, da die auch Heimkino-Lautsprecher anbieten. Den Rest darf man definitiv mal gehört haben, aber ich lasse sie raus, da es eben Studio-Monitore sind. Das würde Einsteiger nur verwirren.

  6. Hallo

    haben Sie ein bluetoooth Sourround-System, wo die Boxen eigene Stromanschlüsse haben anstattt von der Hauptbox abhäjngig zu sein?

    Ich will 3 davon nämlich separat stellen, um die Kabel brücke zu vermeiden….

    danke und gruß,
    Mario Berg

  7. Hallo Bert,

    zunächst mal vielen Dank für dieses Blog. Für mich als völligen Neuling ist es eine Fundgrube an wertvollen Hinweisen.

    Bislang haben wir in unserem Wohnzimmer eine Fernseher-/Couch-Ecke mit einem aktuellen LG 50″ SmartTV. Unser Plan ist jetzt Stück für Stück die Ecke in Richtung eines (kleinen) 5.1-Heimkinos umzubauen. Dafür werden wir zunächst mal die ganze Einrichtung drehen, um mehr Stellfläche/Abstände für die Lautsprecher zu haben. Als Receiver habe ich mir den Yamaha RX-V685 ausgeguckt, das Bild soll weiterhin über den bestehenden Fernseher ausgegeben werden. Bei den Lautsprechern bin ich noch unentschlossen (komme aus einem Hifi-Elternhaus, werde also viel Probehören und neige eher zu einem möglichst neutralen Klang). Über zwei Fragen grüble ich aktuell noch:

    1. Was sind Kriterien für einen Blue Ray Player Kauf? Da werden sehr unterschiedliche Preise aufgerufen und für den Laien ist es schwerlich ersichtlich welche Features relevant sind, bzw. was davon Marketing-Sprech ist. Mir ist klar, dass er diverse aktuelle Ton- und Bildformate beherrschen sollte, aber was ist darüber hinaus relevant?

    2. Wir gucken auch über diverse VoD-Portale, bislang über entsprechende Apps im SmartTV. Wie kann man diese Streamingportale sinnvoll in ein Heimkino integrieren? Heutzutage scheint ja jedes Gerät die Inhalte abrufen zu können (BD-Player, Fernseher, teilweise Receiver?), gibt es da Präferenzen? Welche Ton-, bzw. Bildqualität können da überhaupt übermittelt werden? Mir ist der Unterscheid zwischen einer entsprechenden BD und der Streamingversion nicht klar (außer der Vermutung, dass die Qualität gestreamt niedriger ist).

    Davon unabhängig wäre ich interessiert an einem Artikel über Leinwände. In unserem Projekt wird es sicherlich noch Jahre dauern bis wir auf Projektion umsteigen, aber mir ist beim Lesen in deinem Blog aufgefallen, dass dieses Thema bislang kaum erwähnt wurde.

    Vielen Dank für das tolle Blog!
    Viele Grüße,
    David

    1. Hallo David,

      vielen Dank für das Lob! 🙂

      1. Das wäre auch mal ein netter Artikel. Die Kurzfassung ist: So lange du das Signal ausschließlich per HDMI weiter überträgst, leistet nahezu jeder Player gute Arbeit. Man muss ihn nur so einstellen, dass er nichts daran verfälscht. Somit bleiben Kriterien wie das Laufwerksgeräusch oder wie schnell er eine Disk einliest übrig. Empfehlen kann ich z.B. den Panasonic DP-UB424 / 824 / 9004 (je nach gewünschter Preisklasse).

      2. Wenn du einen TV über HDMI-ARC (Audio Return Channel) anschließt, kannst du auch alle im TV integrierten Quellen ganz normal wiedergeben. Alternativ kannst du eine neutrale Streaming-Box an den AVR anschließen (Fire TV Stick, Apple TV oder was allgemeineres wie die Nvidia Shield). Es kommt halt darauf an, was du so abrufen willst. Die wichtigsten Sachen gehen überall, nur die Obst-Firma macht halt wie immer ihr eigenes Ding. Bezüglich der Soundformate musst du dir keine Sorgen machen, so lange du nur bei einem “Wohnzimmer-5.1” bleibst. Erst wenn Dolby Atmos ein Thema ist, wird es interessanter. Qualitativ kommt Streaming garantiert niemals an eine Scheibe ran. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.

      Und ja, das Thema Leinwände kommt hier bisher zu kurz. 🙁 Liegt unter anderem auch daran, dass ich seit vielen Jahren keinen Bedarf hatte, mich näher damit zu beschäftigen.

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