Wireless – Useless?

Warum kabellose Lautsprecher nicht für Heimkinos gemacht sind

Sehr oft höre ich den Wunsch nach kabellosen Lautsprechern. Meistens sollen die als Surround-Lautsprecher in einem 5.1-System dienen. Der Wunsch ist nachvollziehbar: In manchen Räumen kann es wirklich umständlich sein, Lautsprecherkabel zu verlegen. Was kabellose Lautsprecher für Probleme mit sich bringen und welche brauchbaren Lösungen es heute gibt, will ich hier näher erläutern.

Dezent und unauffällig: kabellose Lautsprecher sind sehr beliebt.

Vorweg muss ich das aber etwas abgrenzen: Es geht hier ausschließlich um kabellose Lautsprecher als Teil eines in sich geschlossenen Heimkinosystems. Separate Mono- oder Stereo-Lautsprecher zur beiläufigen Musikbeschallung von Küche, Balkon oder Garten haben einen ganz anderen Zweck und müssen sich an dieser Stelle keine Kritik gefallen lassen.


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Warum will man kabellose Lautsprecher haben?

In fast jedem Wohnzimmerkino gibt es ein großes Problem: Es besteht keine Möglichkeit für ein durchgehendes Lautsprecherkabel von vorne nach hinten. Auf der einen Seite ist die Eingangstür im Weg, auf der anderen eine Balkon- oder Terrassentür. Kabel ordentlich darüber oder darunter zu verlegen ist entweder nicht möglich oder extrem aufwendig.

Besonders in Mietwohnungen, wo keine Kabelkanäle unter Putz vorgesehen wurden, wird das zum Problem. Wer will schon in einem Haus, das ihm nicht selbst gehört, die Wände aufreißen oder andere größere Umbaumaßnahmen in Kauf nehmen? Dreck und Kosten stehen meistens in keinem guten Verhältnis zum Nutzen.

Weil die gesamte Technik eines Wohnzimmer-Heimkinos sich üblicherweise an der Front befindet, haben zwei Komponenten also das Nachsehen: die beiden Surround-Lautsprecher.

Du brauchst irgendeine Lösung, um keine Lautsprecherkabel von vorne nach hinten durch den Raum verlegen zu müssen.

Um diesen Anwendungsfall geht es hier vorwiegend – auch wenn es natürlich unzählige andere Gründe geben kann, kabellose Lautsprecher einzusetzen.

Kabellose Lautsprecher früher und heute

Während kabellose Lautsprecher früher™ noch mit analogen Funksignalen arbeiteten, wurde die Übertragung mittlerweile durch Bluetooth, WiFi, Ethernet oder vergleichbare Techniken ersetzt. Die Anfälligkeit gegen Störungen ist damit heute kein nennenswertes Problem mehr.

Früher hatte man noch mit den berüchtigten „Handygeräuschen“ oder Rauschen zu kämpfen – was bei einem Lautsprecherkabel übrigens auch auftreten konnte, wenn es wie eine Antenne wirkte. Damit unterlagen kabellose Übertragungen von Audio-Signalen einer fließenden Reduktion der Qualität, die sich durch einen freien Übertragungsweg und günstige Raumbedingungen vermeiden ließ.

Das gehört heute mit digitalen Übertragungstechniken zum Glück der Vergangenheit an. Bluetooth und vergleichbare Übertragungswege gleichen eher einem Netzwerkprotokoll, das in sich sicherstellt, dass alle Daten vollständig und fehlerfrei ankommen.

Das Problem digitaler, kabelloser Signalübertragung

Worauf du dich jedoch nicht immer verlassen kannst ist, dass wirklich die vollständige Audio-Qualität der Quelle übertragen wird. Je nach Hersteller oder verwendeter Übertragungstechnik kann es sein, dass das Audiosignal komprimiert wird und damit an Qualität verliert.

Das hat eine einfache Ursache: Je schlechter die Verbindung ist, desto mehr Datenpakete gehen unterwegs verloren und müssen erneut gesendet werden. Somit passt eine geringere Datenmenge in derselben Zeit durch die (nicht vorhandene) Leitung.

Um Probleme wie Verbindungsabbrüche oder Tonaussetzer von vorneherein zu vermeiden, wird versucht, Daten zu sparen. Und das geht am einfachsten, wenn die Qualität reduziert wird. Diese Qualitätsverminderung kann auch nur bei Bedarf dynamisch erfolgen, wenn das System erkennt, dass die Verbindung nur vorübergehend schlecht ist – so ähnlich wie das auch bei Videostreaming über WLAN der Fall ist.

Die Hersteller wollen es am Ende natürlich immer dem Großteil der Kundschaft recht machen – und das sind nun mal diejenigen, denen eine schlechtere Klangqualität nicht auffällt. Bessere Klangqualität lässt sich bei günstigen Produkten nur durch ein höheres Risiko erkaufen, dass sie hier und da nicht einwandfrei funktionieren und es zu schlechten Bewertungen und vielen Supportanfragen kommt.

Was sind die Probleme von kabellosen Lautsprechern?

Nach wie vor gibt es also typische Kinderkrankheiten bei kabellosen Lautsprechern. Nur sind das eben nicht mehr die gleichen, wie noch vor 20 Jahren, sondern andere: Digitale Übertragungen leiden eher unter Verbindungsproblemen, Tonaussetzern oder Knacken. Denkbar sind außerdem hörbare Kompressionsartefakte, wie man sie von schlechten MP3-Dateien kennt.

Das heißt nicht, dass es zwingend immer so sein muss, aber ein gewisses Risiko besteht zwangsläufig. Selbst wenn das nur selten vorkommt, ist es sehr störend. Alleine aus diesem Grund ist ein kabelloser Lautsprecher einer klassischen, kabelgebundenen Lösung immer unterlegen.

Insgesamt empfinde ich es als äußerst inkonsequent, das Heimkino in jeder erdenklichen Weise zu optimieren, dann aber solche Einbußen hinzunehmen. Selbst wenn es sich „nur“ um die Surround-Kanäle handelt.

Kabellose Komplettsysteme sind qualitativ oft minderwertig

Oft sind kabellose Lautsprecher im Rahmen eines Komplettsystems anzutreffen: Frontlautsprecher, Center und Surround – dazu vielleicht auch ein einfacher AV-Receiver und/oder Subwoofer – und mindestens die Surround-Lautsprecher werden kabellos in das System eingebunden.

Größtmögliche Flexibilität bei der Aufstellung also. Und noch ein anderer Aspekt wird in solchen Komplettsystemen meistens adressiert: Die Lautsprecher sind möglichst klein. Schön unauffällig, damit sie nicht im Weg stehen. Ab an die Wand damit – aus den Augen, aus dem Sinn. Maximale Akzeptanz beim Kunden.

Nur leider kann aus kleinen Lautsprechern kein großer Klang kommen. Sie klingen blechern und dünn – das hat mit ernstzunehmendem Heimkino nichts zu tun.

Soll heißen: kabellose Lautsprecher haben eine andere Zielgruppe als den ambitionierten Heimkinobesitzer. Hier geht es nicht um bestmöglichen Klang und kraftvollen Kinosound, sondern um Einfachheit und Unauffälligkeit.

Sind kabellose Lautsprecher wirklich kabellos?

Kabellose Lautsprecher kann es nur als Aktivlautsprecher (das heißt mit integriertem Verstärker) geben. Der Verstärker braucht Strom, und den bekommt er entweder aus der Steckdose oder aus einem Akku.

Was für tragbare Bluetooth-Boxen sicher praktikabel ist – ein Akku – macht im Heimkino zuhause aber keinen Sinn. Schließlich willst du nicht mitten im Film aufstehen müssen, um das Ladekabel anzuschließen. Genauso wenig willst du durch einen Signalton gestört werden, wenn andauernd die Information ertönt, dass der Akku bald leer sein wird.

Bleibt also nur die Lösung über ein separates Netzteil an der nächsten Steckdose. Du sparst dir mit kabellosen Lautsprechern also keineswegs den Kabelkanal an der Wand oder den Aufwand, die Stromzufuhr unter Putz zu verlegen.

Die wunderschöne Produktpräsentation des Herstellers, bei deren Erstellung das Kabel wundersamerweise unsichtbar hinter der Wand zu verlaufen schien, hielt das offenbar nicht für erwähnenswert. Schließlich darf man kein Kabel zeigen, wenn man kabellose Lautsprecher verkaufen will.

Die größten Fehler bei der Lautsprecher-Aufstellung – Hol dir das Video und erfahre, wie du sie vermeidest.

Welche sinnvollen Lösungen gibt es?

Bleibt die Frage: Wie lösen wir das eingangs beschriebene Problem? Wie bekommen wir Surround-Lautsprecher hinter das Sofa, ohne ein Kabel verlegen zu müssen?

Bevor ich auf einige brauchbare Lösungen zu sprechen komme, wage ich einen letzten Versuch:

Wie du auf kabellose Lautsprecher verzichten kannst.

  • Denk nochmal nach!

    Gibt es nicht doch einen Weg, wie du Kabel verlegen kannst? Überleg mal! Oft ist es nur Faulheit, die uns dazu bringt, den vermeintlich leichteren Weg gehen zu wollen.

  • Kabelkanäle

    Es gibt wunderbare Lösungen für Kabelkanäle, zum Beispiel solche, die sich als Sockelleisten tarnen. Nutze sie!

  • Offensichtlich sichtbar

    Wenn du etwas nicht verstecken kannst, dann sorge dafür, dass es jeder sehen muss. Mach es zum absoluten Hingucker in deinem Raum. Zum Beispiel mit dieser coolen Lösung hier.

Erst wenn du wirklich gar keine Ideen mehr hast, solltest du eine der folgenden Alternativen in Betracht ziehen.

Drahtlos-Systeme der AV-Receiver-Hersteller

Viele Hersteller von AV-Receivern haben heute auch gleich ein System für kabellose Lautsprecher im Programm, die sich direkt mit dem AV-Receiver verbinden lassen.

Der beworbene Einsatzzweck ist häufig die Beschallung mehrerer Räume abseits des eigentlichen Heimkinos. Ob sich die Produkte auch als Surround-Lautsprecher einsetzen lassen, musst du ggf. im Einzelfall über die Bedienungsanleitung oder den Händler herausfinden.

Nachteil an diesen Lösungen ist neben der meist mittelmäßigen Qualität des Lautsprechers insbesondere auch, dass sich damit oft nur 2 Surround-Lautsprecher realisieren lassen. 4 Stück einzubinden ist normalerweise schon nicht mehr möglich. Mehr noch: du kannst auch nicht zwei Surround-Lautsprecher per Kabel anschließen und zwei weitere kabellos. Entweder/oder – aber beliebige Kombinationen sind ausgeschlossen.

Wenn es nur um 5.1 geht, ist das also eine denkbare Lösung – ansonsten aber nicht.

Aktivlautsprecher mit kabellosen Übertragungsmöglichkeiten

Ähnliches gilt für Aktivlautsprecher, die nicht vom selben Hersteller wie der AV-Receiver stammen. Entweder wird das Drahtlos-System des AV-Receivers unterstützt, oder die Lautsprecher bringen ihren eigenen Sender mit, der per Pre-Out ein Signal für die jeweiligen Kanäle vom AV-Receiver bekommt.

Letzteres benötigt in jedem Fall einen AV-Receiver, der mindestens aus der Mittelklasse stammt. Ab da sind normalerweise Pre-Out-Anschlüsse (also unverstärkte Signalausgänge) vorhanden.

Es ist schwer, hier konkrete Empfehlungen zu geben, da die verschiedensten Systeme und Lösungen auf dem Markt sind und weiterhin immer wieder neue hinzu kommen. Informiere dich also ggf. genauestens beim Hersteller oder Händler, wie ein Lautsprecher sein Signal bekommt und wie du ihn mit deinem AV-Receiver verbinden kannst, so dass er z.B. als Surround-Lautsprecher arbeitet.

Unabhängige kabellose Übertragungswege

Die aus meiner Sicht beste Lösung ist zugleich die neutralste: ein kabelloses Übertragungssystem für mehrere Audiokanäle, das du vollkommen unabhängig von bestimmten Herstellern einsetzen kannst. Hier sind zwei Beispiele:

  • Qualitativ sehr hochwertig und frei von den üblichen Problemen kabelloser Übertragungswege sind die Produkte von Nubert aus der nuConnect-Reihe. Hier dient der nuConnect trX als Sender und wird perfekt durch den nuConnect ampX um einen Verstärker mit integriertem Empfänger ergänzt.
  • Teufel bietet mit der Rearstation eine ähnliche Lösung, die sich für Surround-Lautsprecher eignet.

Ggf. ist am Ende des Empfängers noch ein kleiner Verstärker notwendig, falls keine Aktivlautsprecher für Surround zum Einsatz kommen. Aber auf diese Weise kannst du beliebige Passivlautsprecher aus dem System deiner Wahl im Surroundbereich betreiben, ohne Kabel von vorne nach hinten verlegen zu müssen.


Finde erst die bestmögliche Lautsprecher-Aufstellung, bevor du über kabellose Lösungen nachdenkst. Hier sind 5 typische Fehler, die du dabei machen kannst. Klicke hier für mehr Infos…


Natürlich haben brauchbare Systeme auch ihren Preis. Aber das ist ja gerade auch nochmal ein Grund, sich vorher gut zu überlegen, ob es nicht doch irgendwie anders geht. Am Ende ist nichts besser als ein simples Lautsprecherkabel.

34 Gedanken zu „Warum kabellose Lautsprecher nicht für Heimkinos gemacht sind

  1. Hallo .

    Ich hatte oder habe noch ( defekt ) Ein 5.1 System von Philips wobei die Rear Lautsprecher via Funk Angesteuert werden. Das System ist auch schon in die Jahre gekommen aber hat sehr gut funktioniert . Center, Bass und Frontspeaker waren per Kabel am System verbunden.Der Sound war auch nach Expertenmeinung , sehr gut . Es gab eine kleine Sendebox , angeschlossen am System und die rearspeaker haten eine Empfangsbox , beide mit einer kleinen Antenne versehen. Also soetwas würde ich gerne wiederhaben wollen.

    1. Natürlich funktioniert das. Aber die Qualität bleibt zweifelhaft. 5.1-Systeme von Philips sind und waren schon immer nur Brüllwürfel. Daran die Klangqualität einer Funkübertragung messen zu wollen, ist wie die Qualität eines Feldwegs auf einer Pferdekutsche zu beurteilen.

  2. Aber bringt es nicht auch Vorteile auf einen Verstärker und die damit einhergehenden Probleme verzichten zu können. Wenn ich ein 4.0 System mit 4 Smart Vento 3 aufbaue, welche über ein optisches Kabel mit dem Fernseher verbunden ist, müsste ich dann nicht mit einem herrvorragenden Setup rechnen können?

    1. Naja, das läuft aber nicht gerade in der Kategorie „Heimkino“, sondern eher „simples Mehrkanalsystem für Einsteiger“. Hervorragend ist daran nichts, es ist eben nur „einfach“ – und das mag ja für viele Anwender auch reichen.

  3. Ok, wo haben Sie Bedenken gegenüber einem passiven 4.0 System? Ich neige dieser Option nicht zu, um mir die Verkabelung zu sparen, sondern weil die Wahl eines Verstärker mir schwer fällt und aktive Boxen mit DSP gegenüber passiven klanglich weniger Störanfällig erscheinen. Aber vielleicht habe ich ja auch ein falsches Bild.

  4. Hallo Herr Kößler,
    ich habe aktuell eine 5.1. Anlage von Teufel, welche von einem Denon AV atmos-fähigen befeuert wird. Ich trage mich mit dem Gedanken, die 5.1. auf 5.1.2 zu erweitern. Konkret sollen im Rearbereich zu den Sourroundboxen entweder Deckenlautsprecher oder Reflektionslautsprecher hinzukommen und die atmos-Funktion erfüllen.
    1. Frage können Sie eine empfehlung für Decken- oder Rektionslautsprecher (stehen im Regal) geben?
    2. Frage kann man diese atmos-Boxen kabellos betreiben oder sollte ich ebenso wie bei den anderen Boxen auf die Kabellage zurückgreifen?
    Besten Dank.

    1. Hallo Ron,

      eines muss dir vorab klar sein: Die Erweiterung auf Dolby Atmos bringt nur was, wenn man es richtig macht. Halbgare Lösungen kosten nur Geld, bringen aber gar nichts. Warum erwähne ich das? Die Höhenkanäle bei 5.1.2 gehören nicht in den Rear-Bereich. Die Vorgesehene Position ist bei 80°, d.h. über dem Sitzplatz leicht nach vorne versetzt. Entweder hängst du sie also dort an die Decke, oder – wenn es über Reflexion laufen soll – stellt sie auf die Front-Lautsprecher. Hinten haben die Lautsprecher keinesfalls was zu suchen.

      1. Frage können Sie eine empfehlung für Decken- oder Rektionslautsprecher (stehen im Regal) geben?

      Teufel hat doch da was schönes im Angebot. Ich sehe keinen Grund, aus dem bestehenden System auszubrechen. Außer natürlich, das Teufel-System soll in nächster Zeit durch was anderes ersetzt werden. Dann würde ich erstmal das in Angriff nehmen.

      2. Frage kann man diese atmos-Boxen kabellos betreiben oder sollte ich ebenso wie bei den anderen Boxen auf die Kabellage zurückgreifen?

      Mir sind keine brauchbaren Reflect-Lautsprecher für kabellosen Betrieb bekannt. Der Sinn von den Dingern ist ja, dass man sie auf die unteren Lautsprecher aufsetzt und das Kabel somit mit diesen mitverlegt werden kann. Die Hersteller haben also keinen stichhaltigen Grund, Reflect-Lautsprecher kabellos zu machen. Kabel sind immer noch die beste Lösung.

      1. Ok, Danke für den Tipp mit der atmos-Positionierung auf den Frontlautsprechern. Ich hatte auch schon die Befürchtung, dass man die Töne bei Reflect-Lautsprechern im Rearbereich schon hört, bevor der Schall reflektiert würde.
        Dann werde ich mich mal auf die Suche begeben. Sagen Sie aus eigener Erfahrung heraus, dass sich atmos wirklich lohnt ( genügend Angebot an atmosgebenden Quellen vorausgesetzt)? Oder sollte es für das Kinoevent vorbehalten bleiben?

  5. Hallo Bert, danke für die ausführlichen Infos.
    Ich bin leidenschaftlicher Filmfan und will endlich mal einen besseren Klang.
    Alles ist besser als die Lautsprecher von meinem Fernseher.
    Ein Heimkino System kommt leider nicht mehr in frage, da wir Zuwachs bekommen haben.
    Ich möchte lediglich eine Box links und rechts von meiner Couch.
    Ich dabei sehr viel auf Kompaktheit und Design. es stehen die Sonos One und die Bose Surround Speaker zu Auswahl. sind leider die einzigen in weiß und Kabellos.
    Kannst du mir eins der beiden, oder andere empfehlen?
    Klein, weiß und Wireless. Brauche ich unbedingt eine passende Soundbar? ich würde darauf verzichten, wenn nicht nötig.
    Danke dir im Voraus 🙂

    1. Hallo Pavel,

      da muss ich dich leider enttäuschen. Deine Vorstellung „endlich mal besserer Klang“ passt nicht zum Wunsch „klein, weiß und wireless“. Mit kleinen Brüllwürfeln wirst du keinen guten Klang bekommen – schon gar nicht mit einer ungünstigen Aufstellung „neben der Couch“, wenn an der Front sonst keine Lautsprecher sind.

      Eine Kombination aus Soundbar und Surround-Lautsprechern wäre denkbar, wenn es aus Platzgründen nicht anders geht. An kabellosen Lautsprechern kann ich nur das jeweils zum AV-Receiver passende System empfehlen, zum Beispiel Yamaha MusicCast oder Denon’s Heos. Hier hast du die Garantie, dass es funktioniert. Bei Fremdsystemen weiß man das leider nie so genau.

      Wenn du wirklich guten Klang willst, dann versuch ein paar kleines Wandlautsprecher an die Front zu bekommen und einen kompakten Subwoofer dazu. Zum Beispiel die Nubert nuLine WS-14. Das bringt allemal besseren Sound als irgendwelche Brüllwürfel wild im Raum verteilt.

  6. Ich danke dir! Die Denon Heos hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
    Design und das was ich gelesen habe haben mich schon überzeugt.
    Sollte ich noch eine passende Soundbar von Denon dazukaufen?

    1. Naja mit zwei seitlich angeordneten Lautsprechern wirst du nicht weit kommen. Wie soll das denn klingen?

      Ich würde aber eher zu einer Soundbar raten, die richtig was unter der Haube hat. Die Nubert nuPro AS-450 zum Beispiel.

  7. Gerade eher durch Zufall auf Deinen Blog und diesen Artikel gestoßen, aber direkt über unverbindlich verbindlich Form der Tipps gefreut, denn es macht einen Unterschied eine Meinung zu vertreten oder dieses bei anderen Erzwingen zu wollen.

    Da ich jetzt schon im zweiten Domizil davon geplagt bin nur mit erheblichem Aufwand Kabel nach hinten für die Rears zu bekommen, möchte ich gerne eine Alternative zu den hier bereits genannten Möglichkeiten bieten. Den neben tatsächlichen Wireless Speakern und Smartspeakern wie Sonos, HEOS, Musiccast u.ä. gibt es zumindest noch eine für mich gangbare Lösung, die wir vielleicht den anderen ebenfalls nicht vorenthalten sollten. Das ist jetzt kein Zaubertrick, den sonst keiner kennt, aber ich sehe ihn hier zumindest nicht erwähnt.

    Nach befriedigenden aber nicht ganz glücklichen Versuchen mit dem Marmitek Surround Anywhere 220 vor einigen Jahren, von denen es mittlerweile auch einen Nachfolger 221 gibt, bin ich im letzten Jahr auf die Teufel Rearstation 4 gewechselt und Teufel RearStation 4 gewechselt und konnte mich damit nun endgültig zufriedenstellen. Daran betreibe ich mit Erfolg ein Paar HECO Victa Prime 202 und mit der schon in der Beschreibung der RearStation erwähnten Korrektur der Entfernung nach dem Einmessen, lassen sich für meine Ohren sehr gute Ergebnisse erzielen.

    Mit einem Level Converter lässt sich auch das Problem umgehen, dass ein AV im Regelfall für die Rears keine Cinch-Anschlüsse hat. Erdungskabel an den FM-Anschluss des AV und kein Brummen zu hören.

    Leider vertreibt Teufel die RearStation nicht mehr, so dass auf Deine Empfehlung aus einem anderen Artikel zurückgegriffen werden muss, aber für mich und vermutlich andere ist das hier eine Lösung, um nicht auf 5.1 oder mehr verzichten zu müssen, aber auch nicht auf einen ordentlichen AV mit für den eigenen Bedarf angepassten passiven Lautsprechern.

    Ich stimme zu, dass eine Verkabelung immer vorzuziehen ist, aber mindestens bei mir, der neben der HiFi-Wand links u. rechts einen Flur und darüber eine Holzbalkendecke hat, ist das eine alternative Lösung. Probehören und selbst entscheiden gilt halt auch hier.

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ist natürlich nicht schön, wenn praktische Produkte einfach wieder verschwinden. Wenn es heute unbedingt kabellos sein muss, empfehle ich meist die hauseigenen System der AVR-Hersteller. Also zum Beispiel Heos bei einem Denon-Receiver, MusicCast bei Yamaha usw. Da kann man noch am ehesten davon ausgehen, dass diese weitestgehend problemlos funktionieren und die Qualität akzeptabel ist.

      1. kann es sein, dass die Heos wireless LS gar nicht als Surround-LS mit einem Denon AVR konfigurierbar sind?

        Es ist nicht möglich, andere HEOS Lautsprecher (HEOS1, HEOS 3, HEOS 5, HEOS 7) als Surround-Lautsprecher, in Verbindung mit einem HEOS kompatiblen AVR (AVR-X1400H, AVR-X2400H, AVR-X3400H, AVR-X4300H, AVR-X4400H, AVR-X6300H, AVR-X6400H, etc.) zu nutzen. Dies ist nur mit den HEOS Produkten HEOS AVR und HEOS BAR möglich.

        warum bekommt das Denon nicht auf die Reihe?

  8. Hallo, ich habe leider keine Möglichkeit durch den ganzen Raum Kabel zu verlegen. Habe früher eine Marantz Anlage mit ELAC Boxen gehabt. War sehr Zufrieden. Jetzt Habe ich evtl. an Bose Lifestyle 650 gedacht. Meine Frage: taugt das was?

  9. Guten Abend,
    mich interessiert das Thema Heimkino und ich schaue mich aktuell auch wieder um, so bin ich hier gelandet und muss sagen, ich kann die Kritik hier nicht ganz nachvollziehen.

    Vielleicht nicht ganz korrekt, ich kann die Kritik schon nachvollziehen, was ich nicht nachvollziehen kann ist, warum die Kritiker (also auch Sie) keine andere Meinung gelten lassen?

    Es gibt nun mal Menschen und Situationen in denen eine verkabelung der surround Boxen nicht in Frage kommt. Ich selbst hatte und habe das Problem. Weder in meiner alten Wohnung noch im Haus wo ich wohne war/ist es möglich ein Kabel vom Fernsehmöbel ans andere Ende des Wohnzimmers zu verlegen, zumindest nicht unsichtbar und schön und das ist, gerade beim HEIMkino einfach ein wichtiger Punkt. Mag sein, dass es Leute gibt, die unter Heimkino einen eigene kleinen Kinosaal verstehen, wer sich sowas leisten kann und will der wird auch mit der Verkabelung kein Problem haben aber es gibt immer noch (und ich wette mal, dass ist die Mehrheit) Leute für die das Heimkino im Wohnzimmer steht. Bevor ich nun also kein 5.1 System habe, hab ich lieber eins mit Funk.

    Und ja, natürlich, diese Systeme brauchen auch Kabel aber eine Steckdose findet sich zumeist an mehreren Stellen im Wohnzimmer und gerade neben/hinter dem Platz fürs Sofa ist meistens eine Steckdose anzutreffen, siehe da, Problem gelöst und die Kabel verschwinden entweder im Ständer für die Boxen oder hinter Möbel etc. das ist meist, zumindest hinter dem Sofa, keine große Sache. Beim LS Kabel ein Ding der Unmöglichkeit, 6 meter vom TV hinters Sofa, kein Leerrohr also was? Aufstämmen? Kabelkanal an die Decke kleben? Beides keine Option, so viel besser klingt Kabelgebundenes Surround auch nicht!

    Es gibt natürlich Unterschiede, manche Systeme sind vermutlich besser als andere. Ich nutze aktuell eine Sony S-Air, ist kein billiger Schund gewesen und hat eigentlich immer gut funktioniert. Nun überlege ich auf ein Set von Teufel zu wechseln, mal sehen.

    1. Hallo Heinz,

      mit Sony S-Air oder auch Teufel befindest du dich ziemlich weit unten in der Nahrungskette. Das ist nicht überheblich gemeint – jeder hat mal ganz unten angefangen. Es wird einem aber erst später bewusst, dass diese Lösungen nicht das Gelbe vom Ei sind. Dazu zählen auch die meisten kabellosen Produkte.

      Dass ich/wir das nicht gelten lassen, weise ich entschieden zurück. Alles hat seine Berechtigung. Aber für ernsthaftes Heimkino ist das eben nicht geeignet. Und das muss kein Kinosaal sein, sondern gilt auch für Wohnzimmer.

  10. Guten Abend,

    ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken mir wieder eine 5.1 Anlage anzuschaffen.
    Früher hatte ich ein Focal Cinema Scope und war recht zufrieden damit.

    Da nun das Sofa mitten im Raum steht und dahinter der Esstisch kann möchte ich keine Stolperfallen legen.
    Daher sehe ich mich seit längerem bei Nubert um. Hier besteht ja die Möglichkeit mit der X- Serie und einem Vorverstärkers oder AV mit Preouts ein halb Wireless 5.1 zu schaffen.

    Wie sehen sie diese Möglichkeit?

    Nubert hat diese Variante ja extra nach der Vorgaben Wireless entwickelt und stellt ja weniger Brühwürfel her.

    1. Hallo Matthias,

      die Lösung von Nubert ist solide, da kann man nicht meckern. Ist halt ein relativ großer Aufpreis alleine für diese Möglichkeit, und Strom brauchst du ja trotzdem noch am Lautsprecher.

  11. Moin Moin , Wir möchten uns gerne eine 5.1 anschaffen , doch sind in diesen Bezug Neulinge unser TV Gerät steht ca 4 Meter vom Sofas entfernt, und mit Kabel müsste ich über eine Tür verlegen , was für eine Anlage würden sie uns empfehlen als Neulinge die auch preislich erschwinglich ist ?? Zu dem wird da mehr Musik drüber gehört bzw Konsole

    Vielen Dank im vorraus
    Thomas

    1. Hallo Thomas,

      wir empfehlen hier nicht irgendwelche Anlagen so pauschal. Da kommt fast nie was gutes, nachhaltiges bei raus.

      Der beste Tipp, den ich dir geben kann ist: AV-Receiver und Lautspecher-System getrennt voneinander anzuschaffen. Denn Komplettsysteme taugen durch die Bank nichts.

      Ein AV-Receiver bzw. AV-Verstärker dürfte jetzt nicht so schwer sein. Alle Hersteller bieten günstige Einsteigermodelle: Yamaha, Denon, Marantz, evtl. noch Onkyo.

      Für Lautsprecher haben wir hier die ultimative Artikelserie für dich: Der Lautsprecher-Leitfaden

  12. Hallo ,
    Ich bin durch Zufall auf Seite gekommen und hoffe Anregungen meines Anliegens: Zurzeit benutze ich einen Yamaha RX 601 AV Receiver und habe eine Bose Akustimass 5 angeschlossen. Die Wahl auf Bose fiel wegen den sehr kleinen Cubes die überall aufgestellt werden können ohne gross aufzufallen. Nun aber kommt eine neue Wohnzimmerschrank und die Aufstellmöglichkeiten werden sich verändern. Bei den Bose benötigte ich 6 x 2 Kabelanschlüsse von Receiver zum Subwoofer. Zuviel Kabel bei den neuwertigen Möbelmodellen. zuerst dachte ich an eine Soundbar, aber dann wäre ja der Receiver nicht mehr nötig. Passt mir auch nicht so. Jetzt hatte ich die Idee zumindest einen subwoofer zu benutzten entweder ein Linkkabel oder kabellose, aber welches System für die Lautsprecher

    1. Hallo Jürgen,

      klassische AV-Receiver und Komplettsysteme wie die von Bose passen nicht wirklich zusammen. Deshalb auch die Notwendigkeit von unnötigem Kabelsalat.

      Fang damit an, dir ein paar vernünftige Lautsprecher auszusuchen, die sich schick in die neue Wohnlandschaft integrieren, aber nicht so winzig wie die Bose-Würfel sind. Aus kleinen Lautsprechern kann kein großer Sound kommen. Hier findest du einen guten Einstieg.

      Alle Lautsprecher und der Subwoofer werden am Ende am AV-Receiver angeschlossen. Es gibt keine Umwege aller Kanäle über den Subwoofer (sowas machen nur Komplettsysteme).

  13. Hallo Herr Kößler, ich bin auf der Suche nach 2 Lautsprechern (mit Kabel) die ich zusätzlich zu meiner Anlage neben mein Sofa auf Ohrhöhe stellen kann.
    Meine System: Denon 3700, Center, 2x Front, 2x Front Dolby, 2 x Rear an der Wand.
    Der Grund für die Änderung ist , das ich mittlerweile etwas schwer höre. Mein 3000€ Hörgerät nutzt mir beim Filme schauen nichts. Funktioniert nur wenn ich mich direkt neben meine Rearbox stelle. Meine Frontlautsprecher sind von
    Bowers & Wilkins, die anderen von Klipsch.
    Danke schon mal im Voraus

    1. Hallo Willi,

      dein Problem ist wahrscheinlich nicht mit noch mehr Lautsprechern zu lösen. Du würdest darüber ja nur Effekte hören. Das verbessert aber nicht die Sprachverständlichkeit usw.

      Hatte in der Vergangenheit schon mehrfach Anfragen in dieser Richtung. Die Ursache war in der Regel immer schlechte Raumakustik.

      1. Hallo Bert ,
        danke für die Antwort, mein Whz. ist ca. 4,5m breit und ca. 16m lang mit integrierter Küche und Treppe ins OG. Die Audyssey Einmessung hat auch nicht viel gebracht. Ich hatte mir gedacht ich stell 2 Standboxen neben mein Sofa 🙂
        Wie könnte ich die Raumakustik verbessern , oder gibt es eine andere Möglichkeit der Einmessung ?

  14. Das Problem mit den Sur.LS-Kabel hab ich zum Glück nicht – beim Bau meines Wozi-Kinos war ich (aus heutiger Sicht) „glücklicherweise gezwungen“, das alte Parkett raus zu reissen und einen ganz neuen Boden zu verlegen. Selbstverständlich durften da auch sämtliche Kabel drunter – auch ca. 7m bestes HDMI-Kabel. Das war 2013 – Standard war damals 1.4

    Jetzt liebäugle ich gerade mit einem native 4K-Beamer und da komm ich mit 1.4 nicht mehr weit. Boden nochmal raus ist nicht … HDMI-Funksysteme bergen aber mindestens die gleichen „Herausforderungen“ wie Audio-Funksysteme.

    Fühle mich irgendwie gefangen

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