Serie Das kleine 1×1 des Subwoofers (Teil 1 2 3 4 5)
Die Kriechmethode war gestern

Die optimale Aufstellung für deinen Subwoofer

Die richtige Aufstellung für den Subwoofer zu finden ist eine Aufgabe für sich, wenn du ein Heimkino-System einrichtest. Im Vergleich zur Aufstellung der übrigen Lautsprecher müssen ganz andere Gesetze der Raumakustik berücksichtigt werden. Der Subwoofer ist zwar nicht an die Symmetrie der anderen Lautsprecher gebunden, bringt dafür aber eigene Besonderheiten mit, denen oft viel schwieriger beizukommen ist.

Aufstellung des Subwoofers an der Front zwischen Center und einem Hauptlautsprecher

In vielen Illustrationen, allen voran denen in den Bedienungsanleitungen der Hersteller, steht der Subwoofer an der Front zwischen dem Center und dem linken oder rechten Hauptlautsprecher. Das ist aber eher als „Serviervorschlag“ zu sehen und ist weder eine Empfehlung noch eine zwingend funktionierende Lösung.

Bringst du dein Heimkino-System aber in einem Lowboard oder gar einer Schrankwand unter (letzteres ist ausdrücklich keine Empfehlung), ist ein Stellplatz für den riesigen Kasten an der Front oft nicht mehr drin. Hast du einen guten Stellplatz gefunden, kann es aber immer noch vorkommen, dass der Bass unerträglich dröhnt oder – was eigentlich noch schlimmer ist – gar nicht mehr zu hören ist.

Übrigens: Probleme mit dem Bass? Damit bist du nicht alleine. Stelle jetzt sicher, dass du dieses Trainingsvideo nicht verpasst. Klicke hier für mehr Infos…

Gute und schlechte Orte zur Aufstellung des Subwoofers

Bevor du tatsächlich Versuche mit der Aufstellung des Subwoofers in deinem Raum vornimmst, gibt es einige Plätze, die von vorneherein besser oder schlechter geeignet sind. Das gilt für nahezu alle Räume in rechteckiger Bauweise. Diese Plätze kannst du bei der Planung gleich als wahrscheinlich geeignet oder ungeeignet vorsehen – Praxistests sind aber trotzdem zwingend erforderlich.

Fast immer ganz schlecht: Aufstellung in den Raumecken

Wenn ein Subwoofer in einer Raumecke auf dem Boden steht, verursacht das einen erheblichen Zugewinn an Lautstärke. Wo mehrere Raumbegrenzungen auf einander treffen, gibt es die meisten Reflexionen kurz nacheinander. Deshalb dröhnt der Bass in den Ecken am meisten. Stellst du den Subwoofer dort hin, führt das praktisch immer zu völlig überhöhtem, dröhnendem Bass.

Auch nicht optimal: Subwoofer-Aufstellung an einer Wand

Hier tritt das gleiche Problem auf, nur nicht ganz so ausgeprägt wie in einer Ecke, weil es eine unmittelbare Begrenzungsfläche weniger gibt. Wenn es sich vermeiden lässt, platziere den Subwoofer nicht zu nah an einer Wand. Positive Ausnahmen von dieser Regel gibt es allerdings auch reichlich.

Oft gut: bei einem Fünftel der Raumlänge und -breite

Dabei sind die Abstände zu den Wänden groß, aber vor allem unterschiedlich genug, um die üblichen Probleme zu vermeiden. So kannst du in der Regel eine relativ gleichmäßige Raumanregung erreichen. Extreme Ausschläge hin zu einem Dröhnen oder einer Auslöschung treten weniger gehäuft auf.

Das schöne am Subwoofer ist ja, dass du ihn nicht orten kannst. Das menschliche Gehör ist nicht in der Lage, die genaue Herkunft der Frequenzen, die ein Subwoofer von sich gibt (ungefähr 20 bis 120 Hz), zu bestimmen. Er kann überall im Raum stehen und wird dort seinen Dienst tun – nur ist eben nicht jeder Ort gleich gut geeignet.

Die Ursache: Raummoden

Das eigentliche Problem mit dem Bass sind die sogenannten Raummoden. Die Auswirkungen von Raummoden treten bei den Frequenzen auf, deren Wellenlänge genau einer Seitenlänge des Raums entsprechen oder ein Vielfaches davon sind. Je nach Raum gibt es diverse mehr oder weniger stark ausgeprägte Raummoden. Sie machen sich dadurch bemerkbar, dass der Bass an manchen Stellen im Raum nahezu verdoppelt wird, an anderen dafür aber fast völlig ausgelöscht ist.

Stell dir einmal folgende Situation in einem einfachen Raum vor:

  1. Der Subwoofer steht genau in der Mitte des Raums. Eine Schallwelle wird Kugelförmig davon abgestrahlt.
  2. Die Welle trifft also gleichzeitig auf die linke und rechte Wand und wird von dieser reflektiert.
  3. Die beiden reflektierten Wellen treffen kurz drauf wieder gleichzeitig in der Mitte des Raums aufeinander.
    • Befindet sich dort auch der Hörplatz, bekommst du in der Regel ein ordentliches Dröhnen zu hören.
    • Je nach Position des Subwoofers, der Frequenz und der Hörposition kann es aber auch vorkommen, dass sich die reflektierten Schallwellen gegenseitig auslöschen.

Aus diesem Grund ist eine Aufstellung des Subwoofers bei einem Fünftel (oder notfalls einem Viertel) einer Raumlänge meistens gut geeignet. Hier treten die Reflexionen an den Wänden in so unterschiedlichen Zeitabständen auf, dass es über das gesamte Frequenzspektrum hinweg die wenigsten Auslöschungen oder Aufdickungen gibt.

Ein kleines Experiment: Raummoden hören

Wie problematisch der Bass ist, kannst du mit einem kleinen Experiment am besten nachvollziehen. Du benötigst dazu nur einen Sinustongenerator, dessen Ausgabe du über deine Anlage abspielst. Verbinde dazu dein Smartphone oder deinen Laptop mit dem AV-Receiver oder direkt mit dem Subwoofer.

  1. Stellt den Sinustongenerator auf 30 Hz ein und starte ihn. Dein Subwoofer sollte ein gleichmäßiges Brummen wiedergeben.
  2. Drehe die Lautstärke langsam hoch, damit der Ton wirklich deutlich zu hören ist.
  3. Erhöhe jetzt die Frequenz Schritt für Schritt, bis du merkst, dass sich der Ton zu einem extrem penetranten Dröhnen hochschaukelt. Finde die Frequenz, die am meisten dröhnt.
  4. Laufe im Raum herum.

Was du jetzt hörst, dürfte absolut beeindruckend sein. An manchen Stellen ist der Bass absolut unerträglich – an anderen Stellen ist er komplett weg.

Mit dieser Vorgehensweise hast du die erste Raummode gefunden (eventuell gibt es noch eine tiefere, aber die wäre vielleicht nicht hörbar) – und damit eine Frequenz, die in deinem Raum immer problematisch sein wird.

Wie du eine gute Aufstellung für deinen Subwoofer findest

Doch genug der grauen Theorie. Wie findest du nun den optimalen Platz für deinen Subwoofer in der Praxis?

Dafür gibt es viele verschiedene Beschreibungen im Netz, die teilweise gut geeignet sind, teilweise aber auch überhaupt nicht. Um dich nicht mehr als nötig zu verwirren, gebe ich dir hier drei mögliche Wege mit:

  • der beste Weg
  • der schlechteste Weg (weil er nicht funktioniert)
  • und der praktikabelste Weg

Unterstützt durch akustische Messungen

Wenn du alles richtig machen willst, gibt es nur einen Weg zur besten Subwoofer-Position: Mit Hilfe eines Messmikrofons wird an der Hörposition ausgemessen, wie sich der Schall über das untere Frequenzspektrum hinweg verhält. Daraus ergeben sich nützliche Diagramme, die genau aufzeigen, welches die Problemfrequenzen sind – wo du zu viel Bass hast oder zu wenig.

Wasserfalldiagramm als eines der wichtigsten Hilfmittel, um das Verhalten von Bass im Raum besser beurteilen zu können

Indem du den Subwoofer verschiebst, kannst du dann verschiedene Messungen miteinander vergleichen und so die optimale Position finden.

Das ist zwar die optimale Lösung, du benötigst dafür aber ein geeignetes Messmikrofon und eine Menge Kenntnisse, wie solche Messungen auszuwerten sind.

Alternativ beauftragst du einen Akustiker mit dieser Aufgabe. Das ist aber nicht ganz billig, so dass du wahrscheinlich erstmal auf die herkömmlichen Methoden zurückgreifen willst.

Wenn du lernen möchtest, wie du solche Messungen selbst durchführst, solltest du unbedingt einen Blick auf unser Videotraining „Akustikmessungen mit REW“ werfen.

Nicht zu empfehlen: die Kriechmethode

Die mit Abstand am häufigsten empfohlene Kriechmethode, um eine gute Aufstellung für den Subwoofer zu finden, funktioniert nicht. Dabei stellt man den Subwoofer genau auf Ohrhöhe an die Hörposition. Dann schließt man ihn an und lässt einen Testton, Musik oder eine Filmsequenz laufen, bei der er gut zu hören ist.

Die klassische Aufstellung des Subwoofers zusammen mit den anderen Boxen an der Front

Dann – und daher der Name dieser Methode – kriecht man im Raum umher und sucht nach der Stelle, an der der Bass am besten klingt.

Man kriecht deshalb, weil man dann mit dem Kopf auf der Höhe ist, auf der der Subwoofer sich später befinden wird, wenn er auf dem Boden steht. Eine mögliche Stelle soll gut sein, wenn der Bass dort nicht völlig fehlt, aber auch nicht zu aufgedickt wirkt. Stellt man später den Subwoofer an diese Stelle, so die Idee hinter der Kriechmethode, sollte es umgekehrt an der Hörposition sehr ähnlich klingen.

Was in der Theorie plausibel klingt, ist in der Praxis nicht zu gebrauchen! Überhöhungen und Auslöschungen im Bass ergeben sich dadurch, wie der Raum vom Subwoofer angeregt wird, nicht aus Abstand und Richtung zum Hörer. Der Direktschall …

Subwoofer → Hörposition

… ist zwar wichtig, aber er stellt nicht das eigentliche Problem beim Tiefbass dar. Die Anregung des Raums und die sich durch die Raummoden ergebenden Überhöhungen und Auslöschungen sind das Problem – also wie der Subwoofer den Raum anregt:

Subwoofer → Raum → Hörposition

Die Kriechmethode kehrt mit ihrer Theorie das räumliche Verhältnis von der Schallquelle zum Zuhörer um. Das funktioniert …

  • … nicht für den Direktschall, denn hier ist es viel wichtiger, dass dieser zeitgleich, also „in Phase“ zu den Frontlautsprechern am Hörplatz eintrifft.
  • … nicht für den Raum, denn der wird von der Hörposition aus völlig anders angeregt, als von seiner späteren Position auf dem Boden aus.

Du kannst dir die Kriecherei also getrost sparen. Wenn du damit ein gutes Ergebnis erzielst, ist das reiner Zufall.

Subwoofer-Aufstellung einfach ausprobieren

Von akustischen Messungen abgesehen, gibt es nur einen guten Weg, eine gute Aufstellung für den Subwoofer zu finden: Ausprobieren kann zwar anstrengend sein, ist aber das einzige wirklich verlässliche Mittel. Stelle den Subwoofer da hin, wo er stehen könnte, schließe alles an und fahre dann dein Testprogramm ab.

Wenn du genug gehört hast, stellst du den Subwoofer an eine andere mögliche Stelle und lässt das selbe Testprogramm nochmal laufen. Achte dabei darauf, ob der Bass weniger oder mehr geworden ist. Es versteht sich von selbst, dass du an den Klangeinstellungen bis hin zur Lautstärke nichts verändern darfst.

Es kann sein, dass du die Lautstärke zwischendurch korrigieren und alle Positionen nochmal ausprobieren musst. Wurde der Bass an der ersten Position zum Beispiel aufgedickt oder neigte zum Dröhnen, war er vielleicht einfach nur zu laut eingestellt. Ein guter Zeitpunkt, um sich mit den Einstellungen des Subwoofers zu beschäftigen.

Praxis-Tipp: Ein gutes Hilfsmittel ist dabei übrigens ein Rollbrett für Möbeltransporte oder notfalls ein Skateboard. Schließlich willst du den unhandlichen Kasten nicht immer hin und her tragen müssen. So kannst du den Subwoofer auch von einem Helfer langsam durch den Raum schieben lassen, bis die beste Stelle gefunden ist.

Versuch macht klug

Tatsächlich gibt es kein Patentrezept, das in jedem Fall funktionieren wird. Ausprobieren ist immer die beste Methode, um den richtigen Stellplatz für den Subwoofer zu finden.

Hauptsache ist – und das kann ich nicht oft genug wiederholen – dass der Subwoofer nicht in einer Raumecke steht, und schon gar nicht von Möbeln eingekeilt wird. Ebenso ist es keine gute Idee, den Subwoofer in ein Regal oder anderes Möbelstück zu stellen – selbst wenn dort akustisch gesehen der optimale Standpunkt wäre. Möbel werden bei diesen Frequenzen immer mitschwingen.

Die bisher genannten Regeln gelten bei der Aufstellung eines einzelnen Subwoofers. Wirklich interessant wird es aber erst, wenn ein zweiter Subwoofer ins Spiel kommt.

Aufstellung mehrerer Subwoofer

Sinn von mehreren Subwoofern ist es nicht, mehr Bass zu haben, sondern den Bass sauberer spielen zu lassen.

Wolltest du mehr Bass haben, müsstest du nur weiter aufdrehen. Die meisten Subwoofer laufen nicht mal annähernd an ihrer Leistungsgrenze. Vorher würden sie einfach nur störend dröhnen.

Hinter mehreren Subwoofern steht immer mindestens eines der folgenden Prinzipien:

  1. Aus einer kugelförmigen Schallwelle, die wild durch den Raum wandert, wird möglichst schnell eine durchgängige Wellenfront gemacht. Dadurch werden Raummoden in zwei Dimensionen weniger stark oder sogar gar nicht mehr angeregt, wohingegen die Raummoden der dritten Dimension (die der Raumlänge) extrem stark angeregt werden.
  2. Ein Teil der Subwoofer erzeugt den Bass, während der andere Teil die Schallenergie aktiv auslöscht – also sozusagen aus dem Raum „absaugt“ – nachdem sie einmal am Hörplatz vorbeigekommen ist. Dazu wird, meist hinten im Raum, zeitversetzt eine invertierte Welle erzeugt.

Je nachdem, welches Ziel du verfolgst, sind dafür unterschiedliche Subwoofer-Aufstellungen bzw. Anordnungen sinnvoll, um Prinzip (1) oder (2) zu unterstützen:

VorgehensweisePrinzip(1)(2)
Mehrere Subwoofer gleichmäßig über die Frontwand verteiltSingle Bass Array (SBA)
Mehrere Subwoofer gleichmäßig über die Front- und Rückwand verteiltDouble Bass Array (DBA)
Mehrere Subwoofer symmetrisch auf dem Boden an der Front aufgestellt
Mehrere Subwoofer symmetrisch auf dem Boden der Front- und Rückwand aufgestellt„Pseudo-DBA“
Diagonale Aufstellung zweier Subwoofer, je einer vorne und hinten im Raum

Letztendlich entscheidet dein Raum, was davon sinnvoll umsetzbar ist – und natürlich auch dein Budget. Allerdings wird in der Praxis mit zunehmender Anzahl auch nicht mehr mit Aktiv-Subwoofern gearbeitet.

Speziell die letztgenannte Vorgehensweise, zwei Subwoofer diagonal vorne und hinten aufzustellen und hierbei mit aktiver Auslöschung zu arbeiten, ist in vielen Fällen sehr erfolgsversprechend.

Hingegen sind zwei symmetrisch an der Front aufgestellte Subwoofer eher etwas für’s Auge. Das sieht beeindruckend aus – und Symmetrie ist sowieso immer sehr schick. Aber um sauberen, gleichmäßigen Bass zu bekommen ist diese Lösung meistens eher kontraproduktiv.

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Es gibt jede Menge weiterer Regeln, Tricks und Kniffe, wie du die beste Aufstellung für deinen Subwoofer findest – insbesondere wenn du mehrere betreiben willst. Wie du es bestmöglich löst, kommt immer auf den Raum und die sonstigen Gegebenheiten an.

Freude am Experimentieren ist hierbei eine der wichtigsten Eigenschaften, die du dir aneignen kannst. Die beste Lösung wird normalerweise nicht über Nacht gefunden.

69 Gedanken zu „Die optimale Aufstellung für deinen Subwoofer

  1. Sehr schön erklärt!! Vielen Dank auch von meiner Seite! Hätte nur noch eine Frage zum Abstand vom subwoofer zur Wand. Gibt es da einen „mindest abstand“ oder soll er einfach nicht press an der Wand dran stehen?? Gruß Marlon

    1. Er sollte zumindest nicht direkt anliegen. Wichtiger ist ein Abstand eher bei Möbeln. Kommt aber immer ein wenig darauf an, was man genau macht und wie sich der Subwoofer generell im Raum auswirkt. Ausprobieren!

  2. Hi,

    zur Kriechmethode…

    source – receiver reciprocity

    Es geht dabei um die Austauschbarkeit von Sende und Empfangsposition und nicht um die Anregung, die von beiden Orten aus natürlich jeweils unterschiedlich ist.

    Ich halte aber auch nichts davon 🙂

    Gruß

  3. Ich habe von Harman/Kardinal HKTS 11 der Subwoofer zum Boden gerichtet. Er steht 20 cm vor der Wand neben TV . Wo kann ich ihn hin sonst stellen Raum 3.2 m B x 4.5 m l .Bei Filmen dröhnt er .

  4. Demnächst steht für mich die Möglichkeit zur Verfügung, ein echtes Heimkino einzurichten. Auf der Suche nach wertvollen Tipps bin ich auf diese Seite gestoßen – sehr sehr gut gemacht!
    Zum Thema Platzierung des Subwoofers / Lautsprecher kann ich Euch die Guidelines von George Cardas (http://www.cardas.com/room_setup_main.php) wärmstens ans Herz legen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die dort beschriebenen Aufstellungsempfehlungen unbedingt wirksam sind.

    1. Vielen Dank für das Lob und den Link. Die gezeigten Beispiele sind in der Theorie so weit richtig und sinnvoll, in der Praxis aber so gut wie nie einzuhalten. Selbst wenn man den perfekten Raum dafür hat, reicht meistens der Platz nicht. Für den Subwoofer gilt das ohnehin nicht. Da kann die theoretisch perfekte Aufstellung zu einem völlig unbrauchbaren Ergebnis führen.

      1. Es ist natürlich richtig, dass die gegebenen Bedingungen oft eine theoretisch optimale Lautsprecherposition nicht zulassen. Meine Erfahrungen mit den Empfehlungen von George Cardas beziehen sich auf diejenigen in der Rubrik „Rectangular Room“ – gemacht mit diversen Lautsprechern (auch mit einem 2-Subwoofer-Setup) und mit meinen derzeitigen Dali Epicon 8, die ganz sicher alles andere als Bass-schwach sind. 😉 Da ich alle Freiheiten in meinem derzeitigen Hörraum genieße, konnte ich mich an die Empfehlungen halten (die sich ja insbesondere beziehen auf Probleme mit den durch den Bass erzeugten Raummoden). Ich kann bestätigen, dass die theoretischen Empfehlungen von George Cardas fast auf den Zentimeter genau passten – in all meinen bisherigen Setups und auch in verschiedenen Räumen. Es ist sicher schwierig, die Empfehlungen zu generalisieren, aber die aus den theoretischen Modellen abgeleiteten Positionierungsempfehlungen sind in jedem Fall einen Versuch wert (um zu sehen, was theoretisch geht) und als Ausgangspunkt kein schlechter Ansatz. Mir hat es jedenfalls sehr geholfen. 🙂

  5. Danke, alles nachvollziehbar.

    Es sei angemerkt, dass natürlich die Raumausstattung auch seinen Teil beiträgt.
    Holzboden? Teppiche? Raumhöhe? Mobiliar?….etc.

    Und das wichtigste:
    Normalerweise steht die Musik/TV Anlage im Wohnzimmer und nicht in einem perfekten Heimkinoraum, sodass selbstverständlich der Raum selber die Aufstellung der Boxen „vorgibt“, Raummoden hin oder her.

    Hab selber in meinem ca. 30m2 Zimmer eine 5.1 Anlage mit 2 Subs, die so gut als möglich „unsichtbar“ sein sollen…..

    Also, seid nicht zu „perfektionistisch“.

  6. Wenn man 2 Subs verwendet: Müssen die immer symmetrisch bzw. an einer Wand/Seite stehen, oder auch an unterschiedlichen Stellen im Raum?

    Man hört ja oft, dass der 2.Sub einen erheblichen Mehrwert bringt.

    Und müssen es zwingend diesselben Subs sein, oder können es auch unterschiedliche Modelle eines Herstellers sein?

    1. 2 Subwoofer werden normalerweise symmetrisch an der Front aufgestellt, bei jeweils ¼ der Raumbreite. Der Sinn ist, dass sich so eine durchgehende Wellenfront über die gesamte Raumbreite bildet und somit auf allen Plätzen guter Bass ankommt. Das bedingt automatisch, dass die beiden Subwoofer baugleich sind und im Idealfall auch der Raum symmetrisch eingerichtet ist.

      Die andere Variante ist, den zweiten Subwoofer hinten zur aktiven Auslöschung von Überhöhungen zu nutzen. Dafür ist zwingend ein DSP notwendig, um die Einstellungen kontrolliert vornehmen zu können. Das geht nicht ohne exakte Messungen der Raumakustik. Damit das funktioniert und auch gut klingt, ist aber meistens eine ordentliche Portion Glück nötig.

      Abseits dieser beiden Varianten macht ein zweiter Subwoofer meistens nur zusätzliche Probleme.

        1. Sinnvoll ist es nicht. Wenn das aber ein ziemlich massiver Tisch ist, kann das schon gehen. Es darf halt nix mitschwingen. Das passiert bei Möbeln leicht. Zumindest auf dem Boden muss der Subwoofer stehen.

  7. Habe einen relativ komplizierten Raum vom Aufbau her. Mein XTZ 12.17 steht momentan hinter dem sofa (weitere 1,5m bis zur wand vom Sub aus). Vorne zwischen den beiden Front LS ist kaum platz, sonst würde alles sehr eng beisammen stehen. Was würdest du empfehlen?

    LG Nico

  8. Was meinst du denn mit „von Möbeln eingekeilt“?

    Also ist es sinnvoll, dass der Sub möglichst frei steht? Nichts an den Seitenwänden, nichts drüber, etc.

      1. Jetzt muss ich doch nochmal genau nachfragen bzw. konkreter werden.

        Also ich habe einen rechteckigen Raum (parallele Wände), relativ klein (18qm) und relativ voll gestellt (Wohnraum), akustisch nicht optimiert. Der Sitzplatz ist ungefähr auf der Hälfte der Längseite, also ziemlich mittig im Raum.
        9.1 Auro 3D Setup, also nur ein Subwoofer. Da die Front an der kurzen Raumseite steht, ist es da zusammen mit dem Board und den Standboxen recht eng. Da würde ich zwar den Sub noch zwischen kriegen, aber da stände alles eng auf eng gequetscht, was ja dann nicht im Sinne des Erfinders ist.

        Deswegen habe ich auch keinen zweiten Sub versucht. Den einen habe ich jetzt mal von der Front auf die gegenüberliegende Seite gestellt. Allerdings habe ich das Problem (egal, wo ich ihn hinstelle), dass ich (wenn ich z.B. ein Tieffrequentes Signal mit xy Hz abspiele) auf meinem Sitzplatz fast nichts davon wahrnehme, ich Bereich vor und hinter dem Sitzplatz aber ein starkes Dröhnen.

        Wie kann ich da durch probieren die richtige Position für den Sub finden? Das Problem ist dann doch raumbedingt und unabhängig davon, wo ich den Sub hinstelle, oder nicht?

        1. Es kann durchaus sein, dass der Raum generell problematischer ist, als andere. Das kann ich ohne Grundriss und ein paar Fotos nicht beurteilen.

          Stell ihn doch einfach testweise mal ganz woanders hin. Dann wirst du ja schnell merken, wie sich das verändert.

          1. Das habe ich ja schon gemacht. Aber egal, wo der Sub steht. Also ob vorne, hinten. Zur Seite gerichtet, mitten im Raum, eingeklemmt zwischen Möbeln oder unterm Tisch. Am Hörplatz hört man immer nichts bis fast nichts. Und an den kurzen Seiten des Rechteckigen Raums Dröhnen. (also ich habe alles korrigierende vom AVR abgeschaltet, um unverfälscht zu hören)

            Wie sollte es denn idealerweise sein, wenn ich z.B. einen Testton mit 40 Hz abspiele? Sollte es sich dann idealerweise überall im Raum gleich (laut) anhören?

          2. Alles unter 100 Hz wird sich überall unterschiedlich anhören (bei einem Subwoofer). Spiel mal am AVR mit der Entfernung des Subwoofers zum Hörplatz. Stell da ruhig auch etwas ein, was gar nicht stimmen kann. Ansonsten versuch den Hörplatz etwas von der Mitte zu entfernen. Die Raummitte kann manchmal auch etwas problematisch sein.

    1. Eine bestimmte Frequenzen ist dafür nicht ausschlaggebend. An einem bestimmten Punkt sollte es möglichst wenige Überhöhungen und Auslöschungen geben — über das gesamte untere Frequenzspektrum hinweg.

      1. Wie finde ich dann den passenden Ort für den Subwoofer – wie merke ich, dass die Position gut ist am Hörplatz?

        Gibt es Testtöne, die einen relativen breiten Bereich des unteren Spektrums repräsentativ abdecken und die man dafür nutzen kann?

        1. Im einfachsten Fall: der Ort passt, wenn Dir der Bass gefällt. Nimm einen Film mit ordentlich Bass, den Du gut kennst und wo Du weißt, wann es richtig rumpeln müsste. Mit dem Ausschnitt testest Du dann, wo der Subwoofer stehen muss, damit es am besten klingt. Geht auch mit Musik, wenn Du was hast, wo es ordentlich Tiefbass gibt (das klappt aber nicht mit jeder 08/15-Musik).

          Für die Langfassung habe ich hier schlicht und einfach nicht genug Platz. Irgendwann kommt da bestimmt mal ein ausführlicher Artikel. Als Testton brauchst Du einen Sinus Sweep von 20 bis 200 Hz. Gibt’s bestimmt irgendwo zum runterladen. Alternativ kannst Du Testtöne mit REW live generieren.

  9. Hab den Sub (XTZ 1×12) nun einen Meter von der Ecke (Dachschräge) entfernt mit der Membran zur Wand (10cm Abstand zur Wand ) aufgestellt und der Bass ist somit am Präzisesten mit gutem Punch in den Magen.
    Kannst dir das vorstellen?? Sieht echt scheisse aus mit Membran zur Wand aber warum ist das so viel besser?
    Raum ist ne L-Form, der Hörraum Quadratisch, 21qm.

    1. Hi Elia,

      der Bass wird kugelförmig vom gesamten Subwoofer abgestrahlt. Von daher kann ich mir das nicht vorstellen. Aber das heißt ja nicht, dass es nicht so ist. Durch geringen Abstand der Membran zur Wand können alle möglichen Effekte auftreten, ob gut oder schlecht.

      Ich würde mal noch eine um 90° gedrehte Aufstellung probieren.

  10. Mein Sub (svs pb 13 ultra) steht leider in einer Ecke, Raummoden halten sich jedoch in Grenzen.

    Wäre die Idee diesen Brocken als Couchtisch zu verwenden rein von der Position (mal von der unpraktischen FUNKTION als Couchtisch abgesehen) her bedenklich (evtl zu nah an der Hörposition??
    Vielen Dank, LG Markus
    PS.: tolle Seite mit super Tipps & Anleitungen!

    1. Hi Markus!

      Probier es einfach mal aus. Die Position in der Raummitte kann genauso gut oder schlecht sein, wie jede andere Position im Raum. Nicht vergessen, den Abstand am AVR entsprechend einzustellen, damit die Verzögerung passt.

  11. Erstmal vielen Dank für den tollen Artikel und die vielen hilfreichen Kommentare.

    Das man den Subwoofer nicht orten kann finde ich aber nicht. In dieser Hoffnung habe ich den Subwoofer aus der Frontreihe genommen und ihn zwischen zwei Sofas (jeweils ca. 30 cm Abstand) genau links neben die Hörposition gestellt. Das ist richtig unangenehm. Auf dem linken Ohr entsteht unangenehmer Druck. Man merkt, dass der Bass nur von links kommt. Ich hatte mir dafür extra einen Downfire Sub gekauft. Also muss der Bass wieder nach vorn. Dazu eine Frage:

    Das Thema mit den Ecken habe ich verstanden und für einen Downfire Subwoofer kann ich die Reflektion von den Wänden verstehen. Aber warum trifft das für einen Front Fire Subwoofer zu? Die hintere Wand dürfte doch nichts ausmachen und die seitliche Wand wird vom Schall ja nicht frontal getroffen. Daher müsste doch ein Frontfire Subwoofer besser geeignet sein, oder?

    Vielen Dank.
    LG Carsten

    1. Hallo Carsten,

      dass du den Subwoofer orten kannst, ist nur möglich, wenn die Trennfrequenz für einige Lautsprecher deutlich über 120 Hz liegt. Der Druck, den du wahrnimmst, ist sehr wahrscheinlich eine starke Überhöhung im Bass an genau dieser Stelle. Wenn du deine Position änderst, dürfte sich auch der Druck verändern; wenn du dich umdrehst, müsstest du es auf dem anderen Ohr merken.

      Ob Frontfire oder Downfire ist relativ egal. Es gibt wohl gewisse klangliche Unterschiede, aber zuerst mal breitet sich der Tiefbass immer Kugelförmig von der Quelle aus. Raummoden bilden sich in jedem Fall in deinem Raum aus, völlig egal was für einen Subwoofer du verwendest.

      1. Danke für die schnelle Antwort!!! D.h. auch, dass ich einen Front Fire Subwoofer, wenn er vorn aber nicht mittig steht, nicht zur Höhrposition anwinkeln muss, sondern ich kann ihn gerade aufstellen? Zwei kleine Fragen hab ich noch:
        Reduziert eigentlich die Abdeckung an der Front eines Front Fire Subwoofers den Klang?
        Ist es richtig, dass ein Subwoofer nicht hinter des Sitzposition stehen darf, oder gilt hier auch ausprobieren?

        Vielen Dank.
        LG Carsten

          • Ein Subwoofer muss nicht zur Hörposition angewinkelt sein, richtig. Die Membran sollte aber auch nicht direkt gegen ein Möbelstück o.ä. feuern.
          • Die Abdeckung reduziert nichts, die Schallwellen sind so lang, dass sie einfach hindurch gehen.
          • Ein Subwoofer darf auch hinter der Sitzposition stehen, wenn er dort gut klingt. In der Regel ist es aber bei einer Aufstellung hinten im Raum erforderlich, die Phase zu invertieren (Einstellung am AV-Receiver oder Schalter (nicht Drehregler) am Subwoofer).
  12. Hallo Bert,
    Ich habe eine 6x4m großen Raum mit einem 7.2.4 System. Der Subwoofer steht vorne rechts in der Ecke da sonst kein Platz. Die Platzierung vom 2 subwoofer sollte hinten mittig sein. Ist das gut oder wäre eine andere Platzierung besser? Ich wollte mir noch demnächst ein Antimode holen. Ich hatte den subwoofer vorher hinten links stehen . Wie würdest du den 2ten subwoofer stellen?
    Vielen Dank.
    Viele Grüße Christian Luksche

    1. Hallo Christian,

      das lässt sich nicht beantworten, ohne den Raum genauer zu kennen. Ich brauche exakte Raummaße inklusive Höhe und einen Grundriss des Raums mit der genauen Sitzposition. Sofern der Raum nicht großartig verwinkelt ist, lässt sich das dann halbwegs genau simulieren.

      Das würde an dieser Stelle aber etwas zu weit gehen. Du darfst aber gerne das Beratungsangebot dafür nutzen. 🙂

  13. Hallo,

    es ist immer die Rede von Downfire und Frontfire Subwoofer.
    Welche Vor-/ Nachteile hätte die Ausrichtung des Subs als „Upfire“ Subwoofer?

    Danke für die Antwort.

    1. Mir erschließt sich der Randgruppen-Hype um Downfire-Subs ehrlich gesagt nicht. Schallwellen im Tiefbass breiten sich immer Kugelförmig aus, egal wie das Chassis eingebaut wird. Hörbare Unterschiede gibt es viel mehr zwischen z. B. Bassreflex- oder geschlossener Bauweise. Downfire hat eigentlich nur den Vorteil, dass die Katze nicht ran geht.

      Upfire wäre vom Klang her wohl kaum anders als ein Frontfire gleicher Bauart.

  14. Hallo Bert, ich habe zwei Dipol-Subwoofer. Bzgl. der symmetrischen Aufstellung: Stelle ich beide Subwoofer in einer Linie an die Vorderseite, zeigen die Chassis der Subs zueinander. Die anderen beiden Chassis’ jeweils zur Seitenwand. Abstand Subwoofer zueinander ca. 1,50 Meter. Dürfen die Chassis’ zueinander zeigen oder löschen die sich gegenseitig aus und die Aufstellung ein Sub vorne und ein Sub an der Seite ist zu empfehlen? Aus Platzgründen können die nur an die Vorderwand oder an eine Seitenwand gestellt werden. Vielen Dank und viele Grüße Onka

    1. Hallo Onka,

      sofern der Raum quadratisch und symmetrisch ist und die Subwoofer an der Front stehen, gilt: eine Auslöschung findet zwischen den Subwoofern statt und sehr wahrscheinlich entlang der Mittellinie des Raums.

      Daher bist du mit einer asymmetrischen Aufstellung wahrscheinlich besser dran. Genauer kann man es nur messtechnisch ermitteln. Aber ich würde vorschlagen, du probierst es aus und vertraust voll und ganz deinen Ohren.

    1. Wenn man es vereinfacht ausdrückt, ja.

      Korrekter ist, dass bei symmetrischer Aufstellung an der Front beide Phasenregler gleich eingestellt sein sollten. Auf wieviel genau, hängt davon ab, wann die Phase zu den Frontlautsprechern passt.

      Aber das geht ja zum Glück über den AVR genauer, daher am Subwoofer ruhig auf 0° stehen lassen.

  15. Hallo, also ich hatte bei meiner alten Anlage einen relativ kleinen Sub. Darum habe ich ihn eben genau in die Ecke gestellt, weil er da die meiste Power hatte. Jetzt habe ich gerade die „JBL Bar 9.1“ aufgestellt. Der Sub hat genug Power, um ihn woanders hinstellen zu können.

    Aber gerade wegen der Nachbarn unter mir habe ich ihn wieder in die Ecke gestellt, damit der Bass gut reflektiert wird und ich in ihn nicht zu laut machen muss. Das halte ich – rein subjektiv – gerade deswegen für gut, da es ein „downfiring“ Sub ist. Die Reflex-Öffnung strahlt also leicht asynchron in die Zimmerecke, sodass der Bass von den Wänden leicht unterschiedlich reflektiert wird, während die „Bodenwelle“ ungefähr zeitgleich in den Raum strahlt. So habe ich bei mäßiger Lautstärke genug Bass.

    Oder??

  16. Kann es sinnvoll sein bei Verwendung von Subs diese jeweils in diagonal gegenüber mit der Sitzposition in der Mitte aufzustellen?
    Das habe ich jetzt häufig gehört und gelesen. z.B. empfiehlt SVS diese Aufstellung.
    Damit soll man wohl am besten eine gleichmäßige Verteilung/Anregung in Längsrichtung hinbekommen und wirksam Berge und Täler verhindern.

    Wäre für mich ideal, wenn das klappen würde. Mit einem Sub habe ich nämlich extrem Probleme in Längsrichtung, da sehr unterschiedlich, wo man sich im Raum befindet.

    Was sagst du dazu? Kann das helfen/funktionieren?

    Danke.

    1. Hallo Thomas,

      ja, das kann sehr sinnvoll sein. In vielen Räumen ist das eine sehr gute Lösung. Genau kann man es vorher nicht mit Gewissheit sagen, aber ausprobieren lohnt sich definitiv.

  17. Hey Bert,

    schaue immer mal wieder in deinen Blog, wirklich sehr hilfreich und immer gut beschrieben. Vielen Dank dafür 😉

    Baue gerade mein WoZi um. Die LS-Wand ist 4,25 m breit. Allerdings ist die Sitzposition nicht ganz mittig, da der Raum durch den Kaminschacht sich auf 3,95 m verjüngt. Der eigentliche Hörraum ist also eher 3,95 m breit.

    Die Bausteine sollen in ein Lowboard einziehen, massiv gebaut aus 22 mm MDF-Platte. Leider hab ich wegen der Einrichtung kaum eine andere Wahl, als meinen Elac-Sub 2070 recht nah in die Ecke zu setzen. Abstand Rückwand ca. 35 cm, Seitenwand ca. 40 cm. Dann stünde er rechts neben dem rechten Frontspeaker.
    Wäre das mit Einsatz eines Antimodes und Montage einiger Absorberplatten in der Ecke denkbar? Oder dann doch lieber zwischen Lowboard und rechtem Frontspeaker stellen. Da wäre der Abstand nach hinten ebenfalls ca 35 cm, aber links Lowboard und rechts der Frontspeaker im Abstand von je ca. 10 cm.

    Ich kann es vorher leider nicht ausprobieren, da die Wand noch nicht gebaut ist und ich halt nur wissen muss, ob ich die ungünstige ecknahe Platzierung ggf. durch Antimode und Absorber ausgleichen könnte. Dann müsste ich das in meinen Bauplan einbeziehen 😉 Mir geht es vornehmlich um die Eliminierung von möglichem Dröhnen. Basslöcher habe ich an der Position so gute wie keine

    Schon mal danke im Voraus…

    VG

    1. Hallo Frank,

      mit ein paar Absorbern wirst du da definitiv nichts ausrichten, den Punkt kannst du also streichen.

      Position raus aus der Ecke kann die Sache verbessern. Aber das lässt sich eben nur durch Ausprobieren wirklich sicher herausfinden.

      Ansonsten wäre für das Anti-mode die Position in der Ecke genau richtig. Das geben die ja extra so an. Das ist nur eben eigentlich die letzte Lösung, wenn gar nichts anderes mehr hilft. Elektronische Korrektur beseitigt niemals das Dröhnen, sondern macht das Dröhnen nur leiser.

      1. Ah, ok. Danke dir. Ich hatte gehofft mit Absorbern die Reflektionen deutlich minimieren zu können . Werde sie wegen der gesamten Raumakustik wohl trotzdem einbeziehen. Ist ja auch für die anderen Frequenzbereiche sicher nicht verkehr, denke ich.
        Einzige Alternative, die ich noch hätte wäre hinter dem Sofa mit ca. 1.20 m Abstand zur Terrassentür. Hab leider nicht all zu viele Alternativen.

        1. Wenn du kannst, einfach mal ausprobieren.

          Absorber dann aber bevorzugt erstmal an die Reflexionspunkte der Frontlautsprecher. Irgendwo in der Ecke an der Front helfen sie zwar auch, aber nicht so gut wie da wo der Schall zuerst eintrifft.

  18. Hallo Bert,
    Superseite – sehr informativ.

    Aber eine Frage wurde nicht berührt – Körperschall. Ist es für die Nachbarn, vor allem jenen in der unteren Wohnung ev. störend, wenn der Subwoofer direkt auf dem Boden steht. Wenn ja, könnte es schon helfen, den Woofer auf einem Teppichrest oder Ähnlichem zu stellen?

    Zudem generell: Ich schaue nicht oft grosse Filme (habe auch kein Netflixabo), sondern bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Programmangebot via Kabelnetz und zeitversetztem TV. Bringt da ein Subwoofer überhaupt etwas, oder soll ich nicht besser eine Soundbar ohne Woofer kaufen?
    Zum Voraus besten Dank und freundliche Grüsse
    Rolf

  19. Hallo Bert,
    vielen Dank vorab für die sehr informativen und leicht verständlichen Beiträge.

    Hätte eine Frage im Bezug auf Einmessung über Sub oder Receiver.

    Habe zwei Elac 2070 und einen Denon 4700 mit zwei getrennten Sub Ausgängen und Audyssey Sub EQ HT.

    Soll ich überhaupt das Einmesssystem von Elac verwenden oder das Einmessen nur dem Denon überlassen und bei den Subs Phase 0 und Filter aus?

    Danke vorab und alles Gute für 2021!
    Mathias

    1. Hallo Mathias,

      da bist du am besten experimentierfreudig! Tendenziell würde ich erstmal den Denon machen lassen und dann schauen was dabei raus kommt.

      Wenn du zwei Subs hast, die selbst noch eine Automatik an Bord haben, dann ist das gut und schön, aber wenn die sich gegenseitig nicht kennen, dann wird deren Einmessung in der Summe zu einem anderen Ergebnis führen. Du müsstest die Einmessautomatik der Subs absolut gleichzeitig starten, damit sie sich gegenseitig berücksichtigen. Und selbst das kann noch in die Hose gehen.

      1. Hallo Bert,

        war die letzten 3 Tage sehr experimentierfreudig. 🙂
        Das für mich beste Ergebnis habe ich jetzt zuerst durch Einmessen der Subs (einzeln) und im Anschluss zusätzlich durch Einmessen mit dem Denon erreicht.
        Ich denke hier haben die Subs schon einiges ausgebügelt und den Rest damit die zwei auch harmonieren hat dann der Denon übernommen.
        Habe auch mit der Position experimentiert und jetzt stehen beide Diagonal im Raum.
        Der Raum selbst ist auch nicht ganz einfach durch Dachschräge, etc.
        Danke nochmals!

  20. Hallo Bert,
    bei der ganzen Positionierung wird aber scheinbar das Lowboard vergessen, welches ja viele, gerade im Wohnzimmer nutzen. Ich habe einen schwierigen Raum. Sofa in der Mitte und nach hinten 4m Esszimmer. Ich hatte den Sub (Klipsch 115) immer vorne rechts zwischen Lowboard und rechter Standbox. War aber nicht Optimal. Dann kürzeres Lowboard gekauft und der Sub wanderte nun mehr zur Mitte, was auch in der Audyssey Messung deutlich besser aussieht.

    Daher steht er nun gut aus der rechten Ecke raus und ca. 15cm von der Front-Wand entfernt. Aber er steht mit 2cm direkt am Lowboard! Und das kann ich nur ändern wenn er dann wieder mehr nach rechts wandert… Daher wie soll man sich mit solch einem Möbelstück verhalten?

    PS: ich wäre Dir echt sehr dankbar, denn langsam nervt mich das Thema Subwoofer nur noch 🙂

      1. Grundlegend bin ich schon der Meinung das es so besser ist. Aber: Mein Denon misst den Klipsch bei -10 ein. Geht nicht anders da der Gain Regler am Klipsch bei knapp vor 11 Uhr stehen muss sonst habe ich keinen Druck! Von -10 gehe ich auf -4 zurück da das dann passt bei so Filmen wie The Dark Knight oder The Great Wall!

        In letzter Zeit spiele ich zwischen -4 und -3.5 da ich mir einbilde das -3.5 etwas strammer ist aber beim Musikscore etwas dröhnen könnte. Aber zwischen diesen 0.5 unterschied glaube ich langsam es mir einzubilden, da ich schon seit Wochen hier am rummachen bin

        PS
        Klar Aufstellung hab ich schon einiges durch und ich glaube vorne ist es am besten (hab dir auch Bilder gesendet) nur ist es auch langsam nervig, da ich mit einem 13.1 Layout ewig am einmessen bin.

        Das einzigste wäre noch einen Sub nach hinten an die Wand.

        1. Du scheinst da ein bisschen was durcheinander zu würfeln. 😉

          Stell den Pegel für den Sub am AVR auf 0 dB und dann regle die Lautstärke am Sub, bis es dir passt. Auch wenn er dann auf 8 oder 9 Uhr steht!

          Nicht Nolan-Filme oder The Great Wall oder Battleship oder Kong Skull Island oder Hans Zimmer Live in Prag als Testmaterial nehmen! Diese Sachen sind im Bass alle hoffnungslos überzogen.

          1. Nein ich hab das schon bewusst so gemacht, da es immer heißt, nach der Einmessung NICHT mehr am Sub nachregeln.
            Mein Denon x6700 hat ja für den Sub bei der Einmessung den roten und grünen Bereich. Mit Gain am Klipsch liege ich natürlich im roten Bereich daher auch -10 nach der Einmessung. Bin ich im grünen Bereich liegt der Gain Regler bei etwas unter 10 Uhr. Und der Denon liegt bei 0 nach der Einmessung! Aber da fehlt es dann komplett am Druck.

            Somit müsste ich nach der Einmessung im grünen Bereich den Gain Regler ( Volume hat der Klipsch nicht) wieder auf ca 11 Uhr erhöhen. Aber dann liest man immer das die Messung für die Katz war 😉 daher messe ich bei 11 Uhr ein.

            Was ist jetzt richtig, verstehst du mein Dilemma? Daher wendete ich mich auch an dich, denn mir reicht es da man kein Spaß mehr am Film hat sondern nur noch am messen ist.

  21. Hi,

    Es gibt ja bekanntlich keine dummen Fragen..
    Mein Subwoofer stehst in der Front halbwegs diagonal in der rechten Raumecke, dazu gesellt sich ein Antimode, welches auf dem Subwoofer geparkt ist. Mein Couchzipfel ist ungefähr 80 cm vom Subwoofer entfernt und der Tieftöner „strahlt“ genau da rauf. Wirkt sich das nachteilig aus, oder ist die Entfernung ausreichend?
    Falls nicht, macht es denn Sinn, den Subwoofer auf einen stabilen Hocker zu stellen, damit der Tieftöner am Couchzipfel vorbei kommt, oder ist mein Gedanke eher für die Tonne und bringt rein gar nix.

    VG

    1. Hi Stefan,

      es macht überhaupt keinen Unterschied, ob da die Couch in dieser Entfernung steht oder nicht. Es kann aber einen Unterschied machen, wenn du den Subwoofer auf einen Hocker stellst. Nicht wegen der Couch, sondern wegen der geänderten Position im Raum. Dürfte aber ein sehr kleiner Unterschied sein und aufgrund des Hockers eher nachteilig.

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