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Der etwas andere Kaufberater

Welcher AV-Receiver ist der Beste im Heimkino?

Wenn du gerade in das Hobby Heimkino einsteigst, stellt sich schon mal die Frage, welcher der beste AV-Receiver für deine Zwecke ist. Keine leichte Frage, denn irgendwelche Kaufberater, die dir schnell mal ein paar Modelle vor die Nase halten, werden dich nicht zu einer zufriedenstellenden Entscheidung führen. Deshalb probieren wir hier mal einen anderen Ansatz aus, wie du den besten AV-Receiver für dich findest.

So findest du den besten AV-Receiver für dein Heimkino: hier im Beispiel der Anthem MRX 740

Du brauchst zuerst ein wenig Grundverständnis dafür, was an einem AV-Receiver überhaupt wichtig ist – wichtig für dich! Du fühlst dich vielleicht erschlagen von der Fülle an Funktionen, die diese Geräte bieten. Aber wirklich wichtig sind davon nur ein paar wenige.

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AV-Receiver Hersteller im Überblick

Lass uns für den Anfang einen kurzen Blick auf die Hersteller von AV-Receivern werfen. Es ist immer sehr hilfreich, die Namen schonmal gehört zu haben und sie besser einordnen zu können.

  • Denon
  • Harman Kardon
  • Marantz
  • Onkyo
  • Pioneer
  • Sony
  • Yamaha

 

  • Anthem
  • Arcam
  • Emotiva
  • IOTAVX
  • Lexicon
  • Lyngdorf
  • NAD
  • Rotel
  • Trinnov

Warum sind das 2 Listen und warum sind in der ersten Liste einige Namen fett markiert?

Nun, zunächst einmal sind beide Listen alphabetisch sortiert, was bedeutet, dass sie wertungsfrei sind. Nur weil ein Hersteller ganz oben steht, heißt das nicht, dass er besser ist als andere.

  1. In der ersten Liste findest du die „Consumer-Geräte“ – das sind die Hersteller, die üblicherweise für Einsteiger empfohlen werden. Einfach zu bedienen, alle wichtigen Features vorhanden.
  2. In der zweiten Liste findest du die Geräte für professionelle oder semi-professionelle Anwender. Die Features beschränken sich hier häufig auf die wirklich wichtigen Dinge, bieten dafür aber erheblich mehr Flexibilität, wenn man weiß, was man tut.

Die fett markierten Hersteller sind „die üblichen Verdächtigen“. Das sind die, die in den allermeisten Fällen zum Einsatz kommen und normalerweise ohne größere Bedenken jeden Einsteiger und fortgeschrittenen Heimkinobesitzer zufriedenstellen werden.

Zu erwähnen wäre hier noch, dass Denon und Marantz quasi derselbe Hersteller sind; die Geräte sind sich in Funktionsumfang und Software sehr ähnlich. Und auch Onkyo und Pioneer gehören mehr oder weniger zusammen. Genauere Infos erspare ich dir an dieser Stelle, da solche Zusammenschlüsse und Holdings häufiger wechseln, als das Filmangebot bei Netflix.

Was braucht der beste AV-Receiver? Features!

Du bist vielleicht hier, weil du denkst:

»Ich würde gerne dies und das damit machen können – welcher AV-Receiver kann das?«

Aber lass dir gesagt sein: Die Funktionen sind nicht dein Problem. So ziemlich jeder halbwegs aktuelle AV-Receiver kann heute alles, was du dir wünschst. Man nennt sie nicht umsonst die Schaltzentrale für dein Heimkino.

Die Hersteller können es sich heute gar nicht mehr leisten, bestimmte Features nicht zu unterstützen, weil sie dann innerhalb kürzester Zeit weg vom Markt wären. (Ich spreche hier insbesondere vom Einsteigerbereich – wie oben erwähnt sind die teureren, professionelleren Modelle oft auf die wirklich wichtigen Funktionen beschränkt und bieten absichtlich nicht mehr jeden Schnickschnack.)

  • Bluetooth-Verbindung vom Handy? Haben alle.
  • Streaming für Spotify, Amazon Music, Deezer, Tidal, … Meistens integriert.
  • Kabellose Surround-Lautsprecher einbinden? Geht oft sehr gut.
  • 4k-Fähigkeit und aktuelle HDMI-Standards? Klar! (Kauf halt keinen von vorgestern.)
  • Dolby Atmos? Schon lange Standard. (Auro-3D fehlt hier und da noch.)
  • Verstärkerleistung? Haben sie aus Prinzip alle zu wenig (aber trotzdem genug).

Es ist alles da! Wenn du etwas bestimmtes brauchst, dann weißt du das sicher schon. Du kannst also vor dem Kauf eines bestimmten AV-Receivers nochmal darauf achten, dass diese eine Sache wirklich vorhanden ist.

Entscheidend für die Auswahl wird das aber in erster Linie nicht sein. Dafür gibt es erheblich wichtigere Kriterien, auf die ich jetzt zu sprechen komme.

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Die wirklich wichtigen Kriterien, wenn du den besten AV-Receiver für dich finden willst

Es gibt eine Reihe von absoluten Basics, auf die du achten musst, wenn du einen AV-Receiver finden willst, mit dem du lange Zeit zufrieden sein wirst. Hier sind sie:

Kanäle (Decoder und Endstufen)

Wie viele Lautsprecher willst du jetzt und in naher Zukunft in deinem System betreiben? Reicht dir 5.1 oder kannst du 7.1 in deinem Raum gut aufstellen? Hast du dir schon Dolby Atmos in den Kopf gesetzt? Wenn ja, mit 2 oder 4 oder gar 6 Deckenlautsprechern?

Der Wunsch nach einem bestimmten Lautsprecher-Setup lässt sich oft nicht besonders lange unterdrücken. Daher solltest du darauf vorbereitet sein.

Wenn du heute einen günstigen 5.1-AV-Receiver kaufst, aber in einem halben Jahr auf ein 5.1.4-Setup erweitern möchtest, machst du nur Verlust. Du kommst besser weg, wenn du schon jetzt auf den dann erforderlichen 9.1 AV-Receiver setzt.

Die Anzahl der unterstützten Kanäle wird in jedem Shop immer schon im Titel des Produktes angegeben:

5.1 – 7.2 – 9.2 – 11.2 – 13.2

Es handelt sich hierbei in der Regel* um die Zahl der Kanäle, die aus dem Tonformat decodiert werden können. Mit einem 7.2 AV-Receiver kannst du also Dolby Atmos maximal als 5.2.2-Setup aufbauen. (Die zweite Zahl ist immer die Anzahl der Subwoofer-Ausgänge, sagt aber nicht wirklich viel darüber aus, wie viele Subwoofer du anschließen kannst.) Hier erfährst du mehr über Tonformate.

Aber Vorsicht: Nicht jeder AV-Receiver hat auch so viele Verstärker-Endstufen an Bord, wie er Kanäle decodieren kann. Es gibt viele 11.2-Receiver, die nur 9 Endstufen haben (das ist eine häufige Konstellation). Er kann dann zwar 11 Kanäle decodieren, aber du kannst nur 9 Lautsprecher gleichzeitig daran betreiben. Für die fehlenden zwei Kanäle musst du einen separaten Verstärker anschließen.

Die Anzahl der Kanäle schlägt sich unmittelbar im Preis des AV-Receivers nieder. Man kann sagen, die Preisklasse wird dadurch weitestgehend definiert. Je mehr Kanäle, desto teurer also.

* Leider ist diese Angabe aber nicht genormt. Wenn 11.2 angegeben wird, meinen manche Hersteller damit, dass das Gerät 11 Kanäle decodieren kann (im Kleingedruckten steht dann aber, dass es nur 9 Endstufen hat). Andere Hersteller meinen damit, dass es 11 Endstufenkanäle hat (aber tatsächlich kann es mehr codieren). Alles sehr verwirrend! Deshalb informiere dich vorher genau.

HDMI Ein- und Ausgänge

AV-Receiver gibt es mit 4 bis 8 HDMI-Eingängen und 1 bis 3 HDMI-Ausgängen. Das klingt jetzt vielleicht übertrieben wichtig, aber im täglichen Gebrauch gibt es kaum etwas nervigeres, als zu wenige Anschlussmöglichkeiten zu haben.

  • 4 HDMI-Eingänge sind schnell mit allen möglichen Geräten und TV-Sticks gefüllt. Überleg dir also gut, was du jetzt und in Zukunft anschließen willst. Ein Eingang sollte immer als Reserve übrig bleiben.
  • 2 HDMI-Ausgänge sind wichtig, wenn du TV und Beamer parallel betreiben willst. Ebenfalls interessant ist das für einen Vorschaumonitor.

Fehlen dir Eingänge, musst du sie mit einem HDMI-Switch nachrüsten. Das ist aber unter Umständen unbequem beim Umschalten zwischen den Quellen. Aber immer noch besser, als Kabel umstecken zu müssen.

Fehlen dir Ausgänge, musst du dir mit einem HDMI-Splitter behelfen. Das geht meistens noch ganz gut, ist aber trotzdem ein unnötiges Kästchen, das man lieber vermeiden will.

Du wirst deinen AV-Receiver bestenfalls viele Jahre lang fast täglich nutzen. Dabei wird es dich weniger stören, ob die Anschlüsse an der Rückseite etwas wirr gestaltet sind oder der Lautstärkeregler mit einer Skala beschriftet ist oder nicht. Was langfristig zählt, ist eine sinnvolle, einfache Bedienung.

Dazu muss einerseits natürlich die Fernbedienung praktisch gestaltet sein, sofern du keine Universalfernbedienung verwenden willst. Viel wichtiger ist aber fast noch, dass die Menüführung im Gerät für dich eingängig ist.

Wenn häufig benötigte Funktionen tief in schwer erreichbaren Untermenüs vergraben sind, unwichtiges aber an der Oberfläche schwimmt, dann läuft etwas falsch.

Die Menüführung ist ein sehr subjektives Thema. Jeder empfindet etwas anderes als praktisch, gut, eingängig, selbsterklärend. Wenn du kannst, mach dir also vorab selbst ein Bild davon, indem du das Gerät bei einem Händler oder Freund ausprobierst.

Die Menüführung ist normalerweise bei Geräten unterschiedlicher Preisklassen, aber innerhalb derselben Serie und Generation, identisch. Es kann aber einen Unterschied zwischen den günstigen Einsteigergeräten (unter ca. 1.500 €) und den höherpreisigen AV-Receivern aus derselben Generation geben. Oft verändert sich auch zwischen einer Generation und der nächsten nicht viel. Die Software macht nur alle paar Generationen einen größeren Sprung.

Bonus-Tipp: Wenn dich ein Hersteller näher interessiert, lerne die Logik hinter der Nummerierung seiner AV-Receiver kennen! Welche Zahl bzw. Stelle gibt die Generation an? Welche Zahl gibt die Preisklasse und damit den Funktionsumfang an? Wenn du das erstmal verstanden hast, kannst du verwandte AV-Receiver viel besser einordnen.

Das Einmesssystem

Das automatische Einmesssystem ist sowas wie die Gangschaltung deines AV-Receivers. Damit werden alle Parameter passend zu deinem Lautsprechersystem und deinem Raum festgelegt. Das passiert bei den meisten Anwendern in 3 Etappen:

  1. In der Regel zuerst immer durch eine automatische Einmessung mit Hilfe eines kleinen Messmikrofons (im Lieferumfang enthalten).
  2. Später, wenn du mehr herausholen willst, durch nachträgliche Anpassungen der Einstellungen.
  3. Wenn du mit dem Hobby schon weiter fortgeschritten bist, werden sehr viel später manuelle Einstellungen unterstützt durch akustische Messungen sehr interessant für dich.

So ziemlich jeder AV-Receiver bringt heute ein Einmesssystem mit, solange er nicht aus der ganz unteren Preisklasse kommt. Bekannte Vertreter sind:

  • Audyssey
  • YPAO
  • Dirac Live
  • AccuEQ
  • MCACC
Mitgeliefertes Messmikrofon für die automatische Einmessung

Es geht also gar nicht mal so sehr darum, ob dein AV-Receiver ein Einmesssystem hat. Viel wichtiger ist, wie gut du die 3 Etappen oben damit durchlaufen kannst. Während die Automatik (1) praktisch immer in irgendeiner Form vorhanden ist, sind manuelle Korrekturen (2) oft nur innerhalb gewisser Grenzen möglich. Die absolute Freiheit (3) gibt es entweder nur in Ansätzen oder dann eben bei den teureren Geräten.

Innerhalb der Systeme gibt es oft auch nochmal Abstufungen im Funktionsumfang. So zum Beispiel beim bekanntesten Vertreter Audyssey (Denon und Marantz), wo du entweder

  • nur mit dem AV-Receiver klarkommen kannst,
  • oder mehr Möglichkeiten über eine kostenpflichtige App bekommst,
  • oder noch mehr Möglichkeiten über eine noch viel kostenpflichtigere Softwarelösung nachkaufen kannst,
  • oder Dirac Live als unabhängiges System einsetzt (ebenfalls kostenpflichtig).

Ich persönlich bevorzuge da mehr die in sich geschlossenen Komplettlösungen wie YPAO (Yamaha), wo alles im AV-Receiver enthalten ist und die Möglichkeiten für manuelle Eingriffe trotzdem gegeben sind.

Aber das würde hier zu weit führen. Wichtig zu verstehen ist für dich an dieser Stelle:

  • Wenn alles möglichst einfach sein soll, sind „no-brainer“ wie Audyssey oder die Einmesssysteme in Onkyo- und Pioneer-Geräten eine gute Wahl.
  • Für etwas mehr Flexibilität klingelt bei Audyssey nochmal die Kasse, oder du greifst gleich zu flexibleren Lösungen, wie der von Yamaha.
  • Wenn du alles profimäßig machen willst, kommst du an Dirac Live oder den noch flexibleren Lösungen der gehobenen Preisklasse nicht herum.

Deshalb ist auch der Vergleich mit der Gangschaltung beim Auto ganz zutreffend. Du kannst entweder Automatik fahren und super-happy damit sein. Oder du schaltest manuell und holst erheblich mehr raus – musst aber auch kuppeln können.

Du hast einen Kinoraum, aber weißt nicht, wie du anfangen sollst? Wir beraten dich bei der Umsetzung deines Traumkinos.

Worauf du dich bei der Wahl des besten AV-Receivers für dich nicht konzentrieren musst

Ich erwähne es zur Sicherheit nochmal: Es gibt Funktionen, die entweder sowieso Standard sind, oder eigentlich keine große Bedeutung haben. Was das aber im Einzelnen ist, kannst nur du selbst für dich entscheiden. Hier sind nochmal einige davon:

  • Bluetooth-Verbindung vom Handy
  • Streaming für diverse Anbieter
  • kabellose Lautsprecher einbinden
  • 4k-Fähigkeit und aktuelle HDMI-Standards

Hier gehe ich nochmal auf einige Punkte näher ein, die für dich keine Rolle spielen sollten, wenn du den besten AV-Receiver für dich finden willst.

Lange Zeit einer der besten AV-Receiver in der Mittelklasse: der Yamaha RX-A2080
Lange Zeit ein Klassiker: der Yamaha RX-A2080

Verstärkerleistung – hohe Watt-Zahlen

Ob dein AV-Receiver nun laut Datenblatt 70 Watt pro Kanal oder 120 W pro Kanal liefern kann, ist völlig unerheblich. Natürlich ist mehr auch besser. Aber das ist kein Kaufkriterium. Das hat folgende Gründe:

  1. Die Angaben in den technischen Daten des Herstellers sind so gut wie immer geschönt. Sie treffen oft nur zu, wenn nur 2 Kanäle in Betrieb sind oder das Gerät sonst irgendwie nicht ganz ausgelastet ist. In der Realität steht immer weniger Leistung zur Verfügung, als was auf dem Datenblatt steht.
  2. Es ist aus Prinzip sowieso immer zu wenig. Wenn es dir wirklich um genug Leistung für deine Lautsprecher geht, kommst du um separate Endstufen nicht herum! Praktisch kein AV-Receiver liefert für 9, 11 oder mehr Kanäle genug Leistung – egal wie teuer er ist.
  3. Solange du nicht halbwegs in Richtung des professionellen Einsatzes vordringst, wird die Leistung trotzdem genügen, um alle deine Lautsprecher zu betreiben. Wenn der Punkt kommt, an dem du mehr Leistung brauchst, wirst du das verstehen und dir beim AV-Receiver keine Gedanken mehr darüber machen.

Verabschiede dich also zuallererst von der Denkweise, dass Leistung (Watt) irgendeine Relevanz beim Kauf eines AV-Receivers hätte. (Das gilt im Übrigen noch mehr für die Auswahl der Lautsprecher.)

Unterstützung für Streaming-Dienste

Zugegeben, es ist praktisch, keine zusätzliche Hardware zu benötigen, um deinen bevorzugten Musik-Streaming-Dienst zu nutzen. Wenn der AV-Receiver das gleich kann, sparst du dir manchmal ein paar Schritte.

Verschiedene Streaming-Dienste im Überblick
Nicht Aufgabe des AV-Receivers: Streaming-Dienste anbieten

Ich sehe das trotzdem als nice-to-have an. Denn du wirst sowieso eine andere Hardware besitzen, um weitere Dienste zu nutzen, zum Beispiel einen Apple TV oder eine Nvidia Shield. Diese sind langfristig oft flexibler und bieten einen höheren Funktionsumfang und schnellere Updates.

Im AV-Receiver ist der Funktionsumfang für Musik-Streaming dagegen häufig auf das Nötigste reduziert, weil sich die Bedienung an die Gegebenheiten des Geräts anpassen muss. Das lässt sich zwar nicht verallgemeinern, aber es ist eine Tendenz.

Einbindung kabelloser Lautsprecher

In vielen Wohnzimmerkinos sind Kabel ein No-Go. Schön, dass Hersteller wie Yamaha (mit MusicCast) und Denon/Marantz (mit Heos) gleich eigene Systeme für die drahtlose Übertragung von Musiksignalen anbieten. Diese funktionieren in der Regel ziemlich perfekt.

Nachteilig ist dabei nur, dass du dich so meistens auf (Surround-) Lautsprecher dieser Marken beschränkst – eben auf spezielle, kabellose Lautsprecher. Diese passen aber vom Klang her nicht zu deinen übrigen Lautsprechern an der Front (wo du Kabel verlegen kannst).

Somit ist dieses Feature vielleicht interessant, wenn du ein paar zusätzliche Lautsprecher in der Küche betreiben willst – aber nicht für das in sich geschlossene Heimkino-System. Ich kann es jedenfalls nicht empfehlen.

Wenn du nach kabellosen Lösungen suchst, gibt es unabhängige Übertragungsmodule, bei denen du am anderen Ende auch wieder die Lautsprecher deiner Wahl anschließen kannst.

Bildqualität / Video-Processing

Sofern du deinen AV-Receiver nicht gebraucht kaufst, wirst du zwangsläufig zu einem halbwegs aktuellen Modell greifen. Diese Geräte bieten heute alle die Möglichkeit, zumindest 4k-Signale durchzuschleifen – inklusive aller Möglichkeiten wie HDR usw.

Auch wenn das „V“ in AV-Receiver für Video steht, ist es dennoch nicht die Aufgabe dieses Geräts, Videosignale anzupassen oder zu verbessern. Es gibt zwar in der Regel einige Möglichkeiten dazu, in das Videosignal einzugreifen, diese bleiben aber meist besser deaktiviert. Andere Geräte können das besser! Einzig ein „Overlay“ (Einblenden des eigenen Menüs) ist eine Sache, die ein AV-Receiver machen sollte.

Diese Tendenz zeigt sich auch daran, dass AV-Receiver bis heute nicht in der Lage sind, Videoformate direkt aus dem Netzwerk, von USB oder über Streaming-Dienste abzuspielen. Für Audio-Quellen geht das problemlos. Aber Video wird immer nur durchgeschleift – d.h. unverändert nach hinten weitergereicht.

Schneller zum Ziel, besseres Ergebnis, keine Fehlkäufe – das ist unser Ziel für dich mit unseren Beratungsangeboten.

Wenn du die oben genannten 4 Faktoren berücksichtigst –

  1. Anzahl Kanäle
  2. HDMI Ein- und Ausgänge
  3. Menüführung & Bedienung
  4. das Einmesssystem

– bist du auf der sicheren Seite, dass du den besten AV-Receiver für deine Zwecke schnell finden wirst, an dem du lange Freude haben kannst.

Die ersten beiden Punkte in Kombination mit dem Preis werden deine Auswahl extrem einschränken. So wirst du dich am Ende nur noch zwischen 1–2 Modellen verschiedener Hersteller entscheiden müssen. Punkt 3 kannst du ausprobieren oder einfach darauf vertrauen, dass du damit klarkommen wirst. Punkt 4 ist eine Sache, die dich zumindest als Einsteiger noch nicht allzu sehr tangiert, aber mit fortschreitender Erfahrung ziemlich wurmt, wenn sie ungenügend umgesetzt ist.

2 Kommentare zu „Welcher AV-Receiver ist der Beste im Heimkino?“

  1. Hi Bert,

    ich bin gerade kurz davor mir mein erstes 5.1 zu kaufen, vorher immer nur mit einem alten Onkyo Verstärker und einem 2.1 System gehört und geschaut.
    Jetzt stehe ich vor der Wahl des richtigen AV-Receivers und bin bei Denon als Hersteller gelandet.
    Nun stellt sich mir die Frage welches Modell es werden soll. Ich schwanke zwischen dem Denon AVR X2800H und dem X3800H.

    Der X2800H hat nur Audyssee MultEQ XT als Einmesssystem aber würde von den Kanälen her für meine Ansprüche reichen. Der X3800H hat Audyssee MultEQ XT32, was deutlich besser funktionieren soll als XT (Erfahrungsberichte in mehreren Heimkino/Hifi-Foren).
    Im Bassbereich korrigiert XT32 sehr gut und XT fast gar nicht und auch in den weiteren Frequenzbereichen soll XT32 besser funktionieren, XT verbiegt laut einigen Aussagen die Höhen durchaus stark und in eine falsche Richtung.

    Mein Raum hat zwei Dachschrägen und eine Grundfläche von 20m, nach 60cm Wand beginnen die Dachschrägen. Ist also alles andere als optimal von der Akustik her, wobei ich erstmal zum Einstieg keine akustischen Maßnahmen anwenden möchte.

    Daher die Frage ob der Denon X3800H (Preis 900€ im Vergleich zu 600€) beim X2800H aufgrund des deutlich besseren Einmesssystems (und natürlich für Dolby Atmos 5.1.4 wenn ich in ein paar Jahren umziehe) die bessere Lösung sein könnte.
    Als Lautsprecher werde ich erstmal im 100-200€ Bereich bei den 4 Regallautsprechern starten (da meine Raumakustik ja nicht so gut ist)

    Was ist deine Meinung dazu? Kann das bessere Einmesssystem soundtechnisch nochmal viel rausholen ?

    Danke dir schonmal 🙂

    1. Hi Felix,

      irgendwann kommst du immer an den Punkt, wo das Einmesssystem das einzige ist, das noch etwas rausholen kann. Von manuellen Einstellungen mal abgesehen, aber die werden ja auch erst dadurch ermöglicht. Also klares ja: das XT32 hat schon deutliche Vorteile.

      Bis dann
      Bert

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