Einfach aber wirkungsvoll

Der Umbau des Kellerkinos von Benjamin

Heimkino geht auch mit einfachen Mitteln. Es muss nicht immer ein bis ins Letzte optimierter Raum sein. Wichtig ist, dass das Projekt zu den eigenen Möglichkeiten passt und dabei Spaß am Hobby aufkommt. Diese Erfahrung spiegelt das Heimkino von unserem Kunden Benjamin sehr schön wider.

Alle Fotos: Benjamin H.

Benjamin hat bereits 2017 auf eigene Faust einen freien Kellerraum zur ersten Version eines Heimkinos umfunktioniert. Und wie das so ist: Mit der Zeit wachsen die Wünsche und Ansprüche. Was mit einem einfachen 5.1-System von Logitech anfing, sollte sich nur 2 Jahre später zu einem Teufel Threater 500 weiterentwickeln.

Wie bei jedem Projekt gab es dabei ein paar Schwierigkeiten zu umschiffen – und zwar von der ganz typischen Art bei Heimkinos:

  • keinerlei Vorerfahrung im Heimkinobau,
  • Schwierigkeiten, aus dem Fachchinesisch die nötigen Informationen herauszulesen
  • und „sich mit Dingen auseinandersetzen zu müssen, mit denen man zuvor nie in Berührung gekommen ist“.

„Es gab keinen Plan. Aber Ich musste schnell feststellen, dass, wenn man sich erst einmal mit dem Thema beschäftig, es sehr viel Spaß macht und es sehr schwer fällt, einfach wieder damit aufzuhören bzw. sich mit dem aktuellen Stand zufrieden zu geben. Es ist jetzt eher sowas wie ein Langzeit-Hobby geworden, mit einem leichten Suchtfaktor.“

Aus einem Kellerraum mit selbstgebauter Leinwand, Beamer und ein paar Lautsprechern ist mit ein paar entscheidenden Veränderungen letztendlich ein urgemütliches Heimkino geworden.

Die Lautsprecher-Aufstellung komplett überarbeitet

Die wichtigste Veränderung, zu der ich Benjamin mit etwas Überzeugungsarbeit bewegen konnte, war die Drehung des kompletten Systems im Raum. Damit konnten wir die Symmetrie des gesamten Systems im Raum sicherstellen und die gesamte Raumfläche sinnvoll nutzen.

„Du hast mir dabei geholfen, Schritte zu ergreifen, die ich vorher entweder nicht in Erwägung gezogen habe (90° Drehung des Raumes) oder bei denen ich aus technischer Sicht Berührungsängste hatte.“

Einer der wichtigsten Vorteile, die sich daraus ergaben, war der wesentlich größere Abstand aller Sitzplätze zu den Wänden. So mussten auch die Surround-Lautsprecher nicht mehr direkt neben einem Sitzplatz hängen und auf Dipole konnten wir verzichten.

Tipp: Wenn du dir noch unsicher bist, wie du die Lautsprecher in deinem Heimkino richtig aufstellen sollst, empfehle ich dir unbedingt unser Videotraining zu diesem Thema. Darin verrate ich dir im Detail, nach welchem Muster ich bei meinen Empfehlungen vorgehe.

Näher ran ans Geschehen

Eine weit verbreitete Befürchtung konnte ich auch sehr schnell abwenden: nämlich dass die Leinwand zu groß sein könnte – oder der Sitzabstand zu gering. Das Gefühl, nicht mehr alles so leicht auf der Leinwand überblicken zu können, hat sich aber ziemlich schnell gelegt.

Dem gegenüber stand natürlich auch der Aufwand, alles umstellen und neu einrichten zu müssen. Aber:

„Ich persönlich bereue nicht eine Minute von den Tagen und Wochen, die ich bereits in diesen Raum investiert habe, mal ganz abgesehen von den Ausgaben für Technik und Ausstattung.“

Der ein oder andere Rückschlag wird mit der Zeit eigentlich immer mit einem Mehrwert belohnt.

Optische Veränderungen

Schließlich folgte eine optische Überarbeitung des Raums. Dunkle Wandfarbe sorgt für erheblich weniger Streulicht im Raum, als die weißen Wände zuvor. Dadurch verbessert sich der Kontrast im projizierten Bild ungemein. Gleichzeitig wirkt der Raum schon viel mehr wie ein Kino.

„Deine Artikel haben mir auf verständliche Art und Weise geholfen, für mich komplexe Dinge zu verstehen und auch selber umzusetzen! Wenn ich mich mit Problemen an dich gewandt habe, bekam ich stehts eine ausführliche und für Laien verständliche Antwort.“

Nicht zuletzt wurde ein Deckenkranz mit integrierter Beleuchtung installiert. Deckenspots wie diese sind ein sehr gutes Mittel, um Kino-Atmosphäre zu zaubern. Sie erhellen den Raum ausreichend, blenden dabei aber zu keiner Zeit.

Offen bleiben Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik. Aber auch die sind bereits angedacht. Ein Heimkino ist eben nie richtig fertig. Es bleibt immer etwas zu optimieren oder zu verbessern. Das macht das Hobby über viele Jahre so interessant.

Vorher: alte Aufstellung des Heimkinos
Nachher: nicht wiederzuerkennen

Es muss nicht immer ein Mammutprojekt sein

Diese Heimkino ist definitiv ein schönes Beispiel dafür, wie man auch ohne völlig abgehobene Maßnahmen zu einem genialen Ergebnis kommen kann. Ich habe nämlich oft den Eindruck, viele Leute trauen sich nicht an ein Heimkino heran, weil sie denken, dass dabei ein komplett „durchgestylter“ Raum herauskommen muss, der am Ende nur sündhaft teuer sein kann.

Hier sieht man aber, dass es auch anders geht – dass man auch einfach mal auf dem Teppich bleiben kann und es trotzdem Spaß macht.

Wenn auch du ein Heimkino in deinem Keller, Dachgeschoss oder Wohnzimmer umsetzen willst: nur Mut! Mit der richtigen Beratung schafft das jeder. Melde dich gerne bei uns.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

Ein Gedanke zu „Der Umbau des Kellerkinos von Benjamin

  1. Moin Bert!

    Dem kann ich nur beipflichten, man sollte sich einfach ran trauen. Was ist schon „perfekt“? Es muss einem ja selbst gefallen und auch wenn ich viele Dinge bei mir sehe, weil ich weiß, dass sie da sind (oder auch nicht ), finden andere den Raum trotzdem immer wieder beeindruckend, wenn sie ihn zum ersten Mal sehen. Auch wenn es nicht bis zum letzten durchgestylt ist 😉

    Viele Grüße,
    Marco

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hinweise zur Verarbeitung Deiner Angaben und Widerspruchsrechte: Datenschutzerklärung