Planung ist die halbe Miete

Basemaxx: Kinokeller ohne Vorkenntnisse

Ein ungenutzter Kellerraum, ein Winter im Lockdown und ein guter Plan – das waren die wesentlichen Zutaten für das „Basemaxx“, das sich unser Kunde Jan gebaut hat. Mit einem Budget deutlich unterhalb des 5-stelligen Bereichs hat er sich in Eigenleistung, nur mit Hilfe aus der Familie, seinen Traum vom Heimkino verwirklicht.

Fotos: Jan Surek

Das bestehende Lautsprecher-System wollte er weiter verwenden. Nur Beamer und Leinwand sollten neben Ausbau und Einrichtung des Raums ergänzt werden. Mit diesen Vorgaben sind wir in die Planung gegangen, um ihm eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung zu geben, mit der Jan dieses Projekt ohne nennenswerte Vorkenntnisse meistern konnte.

Technik

Im Mittelpunkt stand das bereits im Wohnzimmer eingesetzte Canton-System, bestehend aus LE 109 für die Front und LE 150 als Center, sowie LE 103 für Surround und ein AS 40-SC Subwoofer. Die beiden LE 103 wanderten als Surround Back nach hinten. Zwei GLE 416.2 erweitern das System jetzt seitlich zum 7.1-Setup. Aufgrund ihrer flachen Bauweise können so alle Lautsprecher komplett unsichtbar unter der Wandverkleidung verbleiben.

Auch einer späteren Aufrüstung auf Dolby Atmos steht nichts im Weg.

Der in die Jahre gekommene AV-Receiver von Harman Kardon wurde durch einen gerade frisch ergatterten Yamaha RX-V6A ersetzt, um alle Kanäle zu unterstützen und technisch wieder auf dem neuesten Stand zu sein.

Für das Bild ist ein Epson EH-TW9400 eingezogen, der das Bild auf die akustisch transparente 16:9-Leinwand wirft. Das war zugleich der größte Kostenblock im Projekt, aber ohne 4k-Auflösung einzusteigen kam einfach nicht in Frage.

Bass Shaker als spontanes Gimmick

Um 7 Sitzplätze innerhalb des gesetzten Preisrahmens zu ermöglichen, griff Jan für das „Basemaxx“ auf die bewährten IKEA Poäng Schwingsessel zurück. Kurz vor Fertigstellung des Heimkinos hat er einige davon eher spontan noch mit Bass Shakern ausgestattet.

Manche Details zieht man eben auch gerne mal ein wenig vor.

Hierfür wurden die bei diesen Sesseln bewährten Reckhorn BS-200i montiert. Als Verstärker mit gleichzeitiger Möglichkeit zur Feinabstimmung dient der t.amp Quadro 500 DSP.

Einrichtung

Voraussetzung war von vorneherein eine aufgeräumte Optik ohne sichtbare Lautsprecher. Dazu wurden Front und Rückwand in der bewährten Bauweise einer „offenen Baffle Wall“ konstruiert.

Auch die Seitenwände wurden in modularer Bauweise abgehängt, um jederzeit flexibel auf neue akustische Anforderungen reagieren zu können.

Die indirekten Beleuchtungselemente an den Seiten ermöglichen es in Kombination mit der anthrazitfarbenen Wandverkleidung, die Lichtstimmung und damit die optische Erscheinung des Raums komplett zu verändern.

Klassische Planung mit Millimeterpapier und Bleistift

„Am effektivsten fand ich die Videotermine, da wir hier vieles auch gleich visualisieren konnten. Die Themen, die wir angegangen sind, haben sich wie ein roter Faden durch die Termine gezogen. Auch war immer mal ein Ausblick in andere Richtungen möglich, um dann später wieder auf die Prios zu kommen.“

Kleine Herausforderungen

Das wahrscheinlich herausforderndste Element – aus Sicht eines nicht so geübten Handwerkers – dürfte das Podest gewesen sein.

Das wurde zusätzlich mit einer per LED beleuchteten Kante ausgestattet, um bei Bedarf auch im völlig Dunklen nicht zur Stolperfalle zu werden.

Grundkonstruktion des Podests
Testaufbau im Raum – oben im Bild: der Versatz in der Decke

Weiterhin musste Jan einen Versatz in der Decke ausgleichen, der den vorderen Teil des Raums 11 cm niedriger machte, als den Rest – wie ein Podest an der Decke. Diese Gegebenheit konnten wir perfekt nutzen, um auch die Decke sinnvoll zu dämmen und so die unschöne Stufe zu beseitigen.


Mit dem „Basemaxx“ hat sich Jan trotz anfänglicher Zweifel seinen Traum im eigenen Haus erfüllt. Ein genauer Plan hat ihm den soliden Start in das schönste Hobby der Welt gegeben und so eine perfekte Grundlage geschaffen, die über die Jahre weiter ausgebaut werden kann.

„Gut finde ich vor allem, dass einem bei euch nie der Traum eines Heimkinos genommen wird, nur weil man vielleicht nicht den finanziellen Spielraum hat, mehrere 10.000 € in sein Projekt zu stecken. Es gibt immer Lösungen.“

Wenn du Unterstützung bei deinem Heimkino benötigst, kontaktiere uns gerne hier, um das Projekt ohne Umwege und Fehltritte geradewegs zu einem Erfolg zu machen.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Dein persönlicher Mentor, wenn du dich an die Umsetzung deines Heimkinos machst.

5 Gedanken zu „Basemaxx: Kinokeller ohne Vorkenntnisse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hinweise zur Verarbeitung Deiner Angaben und Widerspruchsrechte: Datenschutzerklärung