Kevin stand vor der Herausforderung, mitten im Stress des eigenen Hausbaus seinen Traum vom perfekten Heimkino zu realisieren. Mit klarer Vision ging er das ehrgeizige Projekt an und erschuf das beeindruckende Kellerkino „Arcadia“.

Die Vorgehensweise eines ortsansässigen Kinoplaners überzeugte ihn nicht so richtig, „Nach den ersten paar Änderungsvorschlägen war absehbar, dass dieses Modell zu wenig flexibel war. Es fehlten mir auch die Erklärungen, wieso etwas gemacht wurde, wie es in der Planung stand,“ erzählte er uns später.
Ein Besuch bei einem unserer Kunden zeigte Kevin und seiner Frau dann deutlich, dass sie nicht nur einen Hobbyraum zum Zocken wollten, sondern ein richtiges, ausgewachsenes Heimkino.
Widersprüchliche Informationen im Internet und die anfängliche Asymmetrie des Raums sorgten für große Unsicherheiten. Zudem erzeugte der anstehende Hausbau samt der komplizierten Elektroplanung einen enormen zeitlichen Engpass. Auch die grundlegende Entscheidung zwischen klassischer Projektion und einer Ultrakurzdistanz-Lösung war bis dahin völlig unklar.
Auf der Suche nach verlässlicher Struktur stieß er im Mai 2024 auf unser Beratungsangebot. Dies war der Startschuss für das Projekt, bei dem er die Planung und den Bau fortan mit einem starken Sparringspartner an seiner Seite professionell anging.
Der Raum
Raumgröße: 1154×415×260 cm
Der Raum im Keller des Einfamilienhauses war ursprünglich als offener Großraum konzipiert, der direkt an die Kellertreppe angrenzte. Durch das Einziehen einer akustisch wirksamen Rückwand wurde das Heimkino auf einer Länge von rund fünf Metern sauber abgetrennt, um ideale akustische Bedingungen zu schaffen.
Der Raum verfügt über eine Fußbodenheizung sowie eine aktive Wohnraumlüftung für optimales Klima.
In enger Abstimmung wurde die Planung in gemeinsamen Terminen Schritt für Schritt vertieft und auf ein solides Fundament gestellt. So konnte die optimale Positionierung aller Komponenten sowie das Raumdesign im Detail fehlerfrei ausgearbeitet werden.
„Ich fand vor allem die Workshop-Videos extrem wertvoll, da ich mir so das ganze Wissen aneignen konnte, um den Raum virtuell mit Blender zu planen.“
Mit den fertigen Plänen ging es zügig in die Umsetzungsphase, die Kevin gemeinsam mit seiner Frau Patricia handwerklich geschickt realisierte. Die intensive Planungsphase beanspruchte rund 10 Monate, während der anschließende Bau parallel zum restlichen Hausbau etwa 11 Monate dauerte.
Die Technik
- Lautsprecher: 7.1.4 Setup
- Front: AperionAudio Theatrus T65
- Center: AperionAudio Theatrus T65
- Surround: AperionAudio Theatrus T65 Slim
- Surround Back: AperionAudio Theatrus T65 Slim
- Heights: AperionAudio Theatrus TC65
- Basskonzept: Single Bass Array
- Subwoofer: 6× FM-Audio BS12
- Endstufe: t.amp ProLine 3000
- AV-Receiver: Marantz Cinema 50
- DSP: FM-Audio Darkline Pro DSP
- Endstufe: IOTAVX AVXP 7-230
- Beamer: EPSON QB1000
- Player: HTPC (Windows 11, RTX 5070) mit madVR
- Leinwand: Elite Screens ezFrame Cinewhite Acoustic 8K, Cinemascope, 369 cm breit
- Steuerung: Home Assistant
- Sofas: Sofanella Ancona
Durch die strukturierte Begleitung wurden teure Fehlkäufe bei der Projektionsart sowie folgenschwere Fehlplanungen in der Raumakustik und Verkabelung konsequent vermieden. Das gab die nötige Sicherheit, um trotz der Doppelbelastung durch den Hausbau jede Entscheidung absolut richtig zu treffen.
Optimiert für Gaming und Film
Als leidenschaftlicher Gamer war es Kevin wichtig, das Kino nicht nur für Filme zu optimieren. Das „Arcadia“ meistert den Spagat und ist für Gaming aller Genres ausgelegt, sowohl solo als auch im Multiplayer. Der schnelle Wechsel zwischen Cinemascope und 16:9 macht es möglich. Eine selbstgebaute, passgenaue Sofa-Auflage für Maus und Tastatur war hierbei eine geniale und spontane Last-Minute-Idee.
Fotorealistische Vorab-Simulation
Als beruflicher Softwareentwickler nutzte Kevin seine Fähigkeiten und importierte die finale Raumplanung kurzerhand in die Unreal Engine 5. Dadurch konnte er sich schon Monate vor der Fertigstellung virtuell und in fotorealistischer Grafik durch sein zukünftiges Kino bewegen. Die finale Umsetzung gleicht dieser Simulation nun auf verblüffende Weise.
Minimalismus und Lichtszenen
Das optische Konzept des Raums folgt einem ästhetischen, eher minimalistischen Designansatz. Kombiniert wurde dies mit einem flexiblen Beleuchtungskonzept, das unzählige, individuell programmierbare Lichtszenen für jede erdenkliche Nutzungssituation ermöglicht.
Im Mai 2026 wurde das „Arcadia“ nach zwei Jahren Arbeit erfolgreich fertiggestellt. Der Name leitet sich von dem Unterwasser-Erholungsgebiet „Arcadia“ aus dem Spiel Bioshock ab. Das passte natürlich perfekt zu einem Heimkino, in dem auch viel gezockt wird. Der Vorraum mit Poster Screen, Wall-Arcade, Sitzbereich und Bar ist ebenfalls schon in der Entstehung.
Kevin verfügt nun über ein kompromissloses Kino mit 5 Sitzplätzen, das sowohl beim Filmgenuss als auch beim Gaming begeistert. Er ist natürlich unglaublich stolz darauf, dieses anspruchsvolle Werk selbst erschaffen zu haben.
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